Energie aus Mist

Achtlos werden sie weggeworfen, die Bananenschalen, der Kaffeesatz und die Apfelgriebe – dabei sind sie wertvolle Rohstoffe. Warum also kein Geld aus dem machen, was andere einfach wegwerfen?

Das Schweizer Unternehmen Kompogas will aus Biomüll Gewinn erzielen, doch dafür braucht man sehr viel Mist. 20.000 Tonnen Bioabfall wären pro Jahr nötig, um 1000 Haushalte mit Energie zu versorgen. Aber wie wird eigentlich aus Mist Energie gemacht? Die Antwort ist einfach: Den Mist liegen lassen. Die Gärung der Verwesung sorgt dann für ordentlich Biogas, aus dem wiederum Energie gewonnen wird. Ein kleines Kraftwerk in Klingnau produziert so bereits 2,9 Millionen m3 Biogas jährlich und als Nebenprodukt 18.000 m3 Naturdünger. Über 4 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt das Unternehmen bereits heute. Für die Einspeisung ins Stromnetz bekommt es vom Bund, der CO2-freie Energie unterstützt, umgerechnet 12 Cent pro Kilowattstunde.

Vierzig solcher Werke gibt es mittlerweile, wobei sich 15 davon in der Schweiz befinden. Der Stromanbieter Axo ist mit 49% an Kompogas beteiligt und will bis 2020 sein Angebot an Strom aus Biogas und Wasserkraftwerken noch ausbauen. Dieses Vorhaben des Stromanbieters passt auch hervorragend zu den Plänen des Kanton Bern, der bis 2011 mindestens zehn weitere Biogasanlagen in Betrieb nehmen möchte. Schrittweise soll so der Bioenergieanteil in der Schweiz bis 2035 von 3,3% auf 8% erhöht werden.

Wer in Deutschland einen Energieversorger sucht, der Biogas anbietet, der sollte sich bei einem Vergleichsportal wie TopTarif informieren.

5 Antworten zu “Energie aus Mist”

  1. kirada sagt:

    Hey, super interessant! Endlich mal ne Info zu Biogas…finde das geht in Deutschland noch ganz schön unter. Gut, dass wir uns schon an die Mülltrennung gewöhnt haben…viele zumindest….und wer´s immer noch nicht gelernt hat….der sollte endlich überzeugt sein von der Notwendigkeit! Grüße, Kirada.

  2. Matthias Schnell sagt:

    Bisher gibt es in Deutschland darüber auch nicht viel zu berichten, es wäre zu wünschen, dass sich das ändert. :-)

  3. sarah sagt:

    Aus Scheiße Geld machen sozusagen! Lustig! :-D

  4. Elsa sagt:

    Gibt es auch einen deutschen Anbieter, der sich an einem Biogas Unternehmen beteiligt hat?

  5. blody_ape sagt:

    Also die Biogasanlagen sind aktuell ja doch schon recht promient. Das Problem dabei ist nur, dass auch einfach Mais, der eigentlich als Tiernahrung dient dazu genommen wird. Somit steigt die Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot. Konsequenz steigender Preis. Den können Biogasanlagenbesitzer zahlen, da sie subventionen bekommen. Normale Bauern aber nicht.

    Hm ist irgendwie auch nicht das ware.

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