Das Vorzeigeunternehmen in Sachen Ökostrom, LichtBlick, wird heute durch die Medien gejagt. Entgegen der eigenen Versprechen, nur Ökostrom zu liefern, wurde nachgewiesen, dass LichtBlick bei Engpässen gern mal in Leipzig shoppen geht. Allein im Jahr 2007 hat das Unternehmen 20 Gigawattstunden an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX) eingekauft. Diese handelt jedoch nicht mit grünem Strom, sondern ausschließlich mit Strom, der aus Atom- und Kohlekraftwerken gewonnen wurde. Die eingekaufte Strommenge hört sich groß an, bedeutet aber im Endeffekt einen Anteil von weniger als 2 Prozent an der gesamten Strommenge, die Lichtblick an seine Kunden weiter gibt. Tobias Federico von Energy Brainpool erklärt, dass diese Zukäufe auch nicht zu umgehen seien. Hat ein Anbieter Gewerbekunden, so muss er Stromschwankungen und Produktionsausfälle durch zugekauften Strom ausgleichen.
Es gibt also gar keinen 100-prozentigen Ökostromanbieter in Deutschland. Damit ist das Versprechen von LichtBlick eine Lüge und Konkurrenten könnten eine Wettbewerbsverzerrung unterstellen. Die Strombörse EEX fürchtet jetzt um ihren Ruf und fordert in einem Rechtsstreit die Offenlegung der Hintergründe. LichtBlick legte dagegen Widerspruch ein.
Glauben Sie an Öko? Dann werden Sie Kunde bei einem Ökostromversorger. Ein Zuwachs an Kunden ermöglicht auch einen weiteren Ausbau der Versorgernetze und Quellen. Vielleicht gibt es dann im Jahr 2012 endlich 100-prozentigen Ökostrom. Eine übersichtliche Aufstellung von Ökostromanbietern finden Sie bei TopTarif.
Ja ich glaube an Öko. Baue gerade an einer Solaranlage für mein Haus, – 100 Prozent Ökostrom.
das kann man wohl sagen! hört sich alles nach ner ziemlich fiesen hetzkampagne von nicht-ökostromanbietern an, finde ich. das sind doch letztendlich diejenigen, denen es nützt, wenn ökostromanbieter (sind in dem fall ja auch nur konkurrenten
) ihr sauberes image verlieren…
ich halte ökostrom für eine super alternative. auch wenn jetzt alles gegen ökostrom spricht: irgendwo muss ja ein anfang gemacht werden.