Mit Bewegungsprofilen kann man nicht nur Menschen ausspionieren, sondern auch etwas Sinnvolles tun: Sein ökologisches Verhalten optimieren. Diesen Ansatz verfolgt die Handysoftware Personal Environmental Impact Report (PEIR), die vom Nokia Research Center und dem Center for Embedded Networked Sensing (CENS) entwickelt wurde. Einmal eingewilligt, zeichnet die Software die täglichen Wege auf und berechnet anhand der eigenen Kraftfahrzeugdaten die persönlichen CO2-Emissionen. Zusätzlich weist es auf feinstaubsensible Regionen hin, so dass man diese entweder ganz umgehen kann oder vielleicht doch mal das Fahrrad zur Fortbewegung wählt. Zu Hause kann man die so gesammelten GPS-Daten dann am Rechner auslesen und auf Karten darstellen. Zur Bewertung des eigenen Bewegungsprofiles werden dann tagesaktuelle Daten wie Wetter, Verkehrslage und Feinstaubkonzentration hinzu gezogen.
Die so gesammelten Daten unterliegen natürlich höchster Geheimhaltungspflicht, doch dem Benutzer steht es frei, die PEIR-Daten den Mitmenschen zur Verfügung zu stellen oder sie sogar bei einem Dienst wie Facebook online zu veröffentlichen. Es sollte einem jedoch klar sein, dass man damit nicht nur Umweltbewusstsein demonstriert, sondern sein Privatleben gläsern macht.
Mit anderen Worten, ausspionieren. Nur dass man sich selbst ausspioniert.
Dieser ganze Überwachungskram ist doch pervers.
Und ob, aber es ist eine freie Entscheidung. Doch ich vermute vielen ist gar nicht bewusst wie gläsern sie sich damit machen und welche Auswirkungen das haben kann.
Eben. Allerdings kann man sich manchen Dingen auch nicht verweigern, wenn man nicht in der Steinzeit leben möchte. Wer ein Handy besitzt, lebt doch schon im (fiktiven) Jahr 1984…
….oder in der neuen schönen Welt von Herrn Aldous Huxley….
Zitat: „Die so gesammelten Daten unterliegen natürlich höchster Geheimhaltungspflicht, …“ – wer’s glaubt…
Ich glaube, dass der Anbieter die Daten geheim hält. Doch wenn der Besitzer sie veröffentlicht, dann gibt es nix mehr Geheimes……:-(