Er ist ein Kind der Siebziger, der Herr Gulas. Der 37-jährige Diplomingenieur für Bergwesen ist seit 2002 Wahlberliner. Im Jahr 2004 kam ihm die Idee eines Fahrrads mit Elektromotor und kurz darauf produzierte er den ersten Prototypen. Sein aktueller Prototyp fährt bis zu 80 Kilometer die Stunde und erinnert äußerlich an das gute alte Bonanza-Fahrrad. Es handelt sich um ein ausgewachsenes Bonanza-Rad mit viel Chrom und ordentlich Power hinter den Pedalen, deswegen ist der Besitz des Mofaführerscheins auch Voraussetzung zum Fahren. Genau das Richtige für 37-Jährige Kindsköpfe. Einen tollen Namen hat das Rad auch: ErockIT. Das E steht für den Elektromotor, Rockit erinnert an den gleichnamigen Song von Herbie Hancock aus dem Jahr 1983. Die Elektronik ist es auch, die das Rad zum rocken bringt. Jeder Tritt in die Pedale wird bis zu 50mal multipliziert an das Hinterrad weiter gegeben. Je nachdem, wie stark der Fahrer tritt, wird durch die Pedale ein Riemen bewegt, der wiederum einen Generator antreibt. Dieser Generator erzeugt dadurch Strom, der einen Nano-Phosphat-Lithium-Akku auflädt. Durch den so erzeugten und zwischengespeicherten Strom wird der Elektromotor versorgt. Momentan bastelt Herr Gulas am vierten Prototyp. Die Zeit für sein 110 Kilo schweres Rad wird kommen, davon ist er überzeugt. Ab 2009 sollen die ersten ErockIT-Räder in den Verkauf gehen, wahrscheinlich wird dann ein Rad erstmal über 25.000 Euro kosten. Viele Tests stehen bis dahin noch an, besonders die elektromagnetische Verträglichkeit muss nach ausgiebig überprüft werden – und falls das klappt, steht noch der TÜV als letzte Prüfungsinstanz an. Ein ideales Fortbewegungsmittel der Zukunft – es verbraucht keinen Sprit, erzeugt kein Kohlendioxid, ist leise und für die Fitness wird auch etwas getan, schwärmt Herr Gulas.
Fraglich ist jedoch, wie es mit den Sicherheitsbestimmungen aussehen wird. Sicher wird dann auch eine Fahrradversicherung fällig; und Schutzkleidung gebietet bei 80 Kilometern die Stunde der gesunde Menschenverstand. Die Frage ist, ob das dann günstiger oder teurer sein wird als eine Kfz- Versicherung. Wenn die neue emissionsbasierte KFZ-Steuer kommt, würde sich so ein Rad doppelt lohnen.
Also eins frage ich mich jetzt aber schon: Wenn ich schon treten muss, warum dann überhaupt ein Elektromotor? Wo ist denn jetzt der Vorteil zum normalen Fahrrad? Oder ist mir nur wieder etwas Entscheidendes entgangen?
wär ja nix neues… hehe
Aufgrund des „hehe“s will ich meine Empörung noch einmal zurückhalten. Aber wie wäre es mit einer Antwort auf meine Frage?
das „hehe“ ist als hämisches Lachen zu deuten – also kein Grund, deine Empörung zurückzuhalten.
ne antwort gibts trotzdem:
„Die Elektronik ist es auch, die das Rad zum rocken bringt. Jeder Tritt in die Pedale wird bis zu 50mal multipliziert an das Hinterrad weiter gegeben.“
hört sich für mich so an als wäre man einfach schneller (oder bräuchte weniger Kraft beim Treten) als bei nem ganz normalen Fahrrad. oder nicht? hoffe, ich konnte dir weiterhelfen…
Schön. Auch wenn es mir schwer über die Finger geht: Das wäre ja gar nicht mal schlecht
Das geht über die Füße nicht über die Finger, – also die Stromerzeugung.
also ich versteh das so, dass man eben eine weile in die pedale tritt, bis man genug strom erzeugt hat um den elektromotor anzutreiben. um dann bequem den berg hochzurollern
ach ja das gute alte Bonanzarad. Wenn das Ding tatsächlich so aussieht kauf ich mir sofort eins!
Ist der Fuchsschwanz zwingend? Geb doch mal ERockit bei google ein, da findet sich ein Bild.
Aber natürlich ohne Fuchsschwanz läuft gar nichts! Wäre ja auch schade wenn man damit so schnell durch die Gegend pesen kann und nichts im Wind weht.