Im Schadensfall sollte man lieber versichert sein, so denken die meisten Deutschen und sind gegen fast alle Eventualitäten abgesichert. Vorbildlich, denn wer möchte schon einen Nachbarschaftsstreit vom Zaun brechen, nur weil der eigene Hund die Büsche des Nachbarn ruiniert hat? Dafür hat man doch eine private Haftpflichtversicherung und mit einem kurzen Gespräch und einem Lächeln ist alles geklärt. Ärgerlich ist es nur, wenn die Versicherung erst mal keine Schadensübernahme zusagt. Lassen Sie sich dadurch nicht ärgern oder verunsichern – das gehört zum Geschäft. Versicherungen leben davon, dass sie möglichst wenige Schadensfälle ausbezahlen. Allein im letzten Jahr gab es 17.000 Beschwerden über Versicherungen, viele davon wurden zu Gunsten des Versicherungsnehmers entschieden. Besonders groß sind die Erfolgschancen bei KFZ- Versicherungen sowie Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherungen. Ganze 39 Prozent der Beschwerden waren erfolgreich. Mager sehen die Erfolgschancen bei Lebensversicherungen mit 14 Prozent aus. Was nicht heißt, dass Lebensversicherer selten irren. Es heißt eher, dass die meisten Beschwerdegründe oft auf einem Missverständnis zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsgeber beruhen. Oft kann der Endverbraucher die Texte seiner eigenen Versicherungspolice nicht verstehen und es entstehen Unklarheiten, welche Schadensfälle von der Versicherung gedeckt sind. Die Erfolgsaussichten haben sich jedoch seit dem 1. Januar 2008 deutlich verbessert, denn das Versicherungsvertragsgesetz wurde nach 100 Jahren grundlegend überarbeitet. Nach der neuen Fassung hat der Kunde jetzt mehr Rechte. Bei Fällen wie grobe Fahrlässigkeit bei einem Autounfall muss die Versicherung zumindest einen Teilbetrag der Schadenssumme übernehmen. Da Schuldfragen von Versicherungen jedoch immer individuell geprüft werden, dürfte die Anzahl der Beschwerden weiter hoch bleiben.
Also das glaub ich gern, dass Klagen bei Haftpflichtversicherungen öfters mal erfolgreich sind. Aber wer hat schon Lust auf einen monatelangen Rechtsstreit wegen ein paar kaputten Büschen? Ich glaub, die meisten greifen lieber zähneknirschend zur Geldbörse. Und wahrscheinlich ist auch das von den Versicherungen so geplant…wundern würds mich nicht….
Hatte mal so einen Fall mit ner Versandversicherung, das ging ewig und irgendwann ging mir die Luft aus. Dabei war das gar nicht meine Schuld.
also ich finde das unverschämt von den versicherungen. die spekulieren doch drauf, dass man sich den umständlichen rechtsstreit ersparen will und deswegen gar nicht erst beschwerde einlegt. ich finde sowas sollte man gar nicht unterstützen. daswegen: leute, beschwert euch!
@rudi: Schon mal eine erfolgreiche Beschwerde geführt?
@ friedel: ja, tatsächlich! ein freund hat mal wasser über mein handy gekippt und die versicherung wollte erst nur den zeitwert ersetzen – lächerliche 20 euro. aber als ich einen netten brief hingeschrieben hab und mit dem anwalt gedroht habe durfte ich mir tatsächlich ein neues, gleichwertiges handy aussuchen! man hat wirklich das gefühl die schicken erstmal vorgefertigte ablehnungsbescheide…vielleicht funktionierts ja…
Da bin ich mir ganz sicher, – also das sie fertige Ablehnungsschreiben haben.
Super das du dich durchgesetzt hast, was war das denn für eine Versicherung?
leider nicht mehr – ist auch schon eine weile her. aber ja, ich hab mich damals auch sehr gefreut!