Billiger Atomstrom – aber für wen?

Aktuell versucht die CDU, den Atomausstieg rückgängig zu machen. Hauptargumente für den Weiterbetrieb ist der Strompreis. Durch Atomkraft könnten die Stromproduktionskosten erheblich gesenkt werden. Als klarer Preisvorteil werden dabei die bereits getätigten Investitionen im Atomsektor genannt. Zwar waren die Kernkraftwerke auf eine 32-jährige Laufzeit ausgelegt, aber 40 Jahre und mehr wären auch ohne Probleme möglich. Einziger Haken: Der Beschluss der rot-grünen Regierung von 2000, in dem eine maximale Laufzeit von 32 Jahren festgelegt wurde. Diese Vereinbarung würde die CDU gern aufheben. Sie argumentiert mit steigenden Strompreisen sowie der Möglichkeit, den Atomstrom verbilligt als Sozialstrom anbieten zu können und versucht sogar, ihn als ökologisch zu verkaufen, weil Neubauten immer die Natur beeinträchtigen. Das sei Augenwischerei, behauptet SPD-Fraktionsvize Kelber. Dass der Verbraucher von den niedrigeren Produktionskosten profitieren würde, ist eher unwahrscheinlich. Strompreise werden an der Börse bestimmt – unabhängig von ihrer Produktionsart. Um tatsächlich günstigeren Strom an die Bevölkerung weiter zu geben, müsste es gesetzliche Rahmenbedingungen geben, forderte Kelber. Solche Regelungen habe die CDU bisher völlig abgelehnt. Der Stromkonzern RWE ist der erste Konzern, der von sich aus davon spricht, die wirtschaftlichen Vorteile an seine Kunden weiter zu geben. Denkbar wäre auch, einen Teil der Gewinne, die durch die Laufzeitverlängerung möglich wären, für den Ausbau der erneuerbaren Energien zur Verfügung zu stellen. Wie das zu einer Entlastung der Endverbraucher führen soll, ließ RWE offen. Kunden von Vattenfall und EnBW dürfen vorerst mit keiner Vergünstigung durch Atomstrom rechnen. Vielleicht würde sich da ein Wechsel zu RWE lohnen? Bleiben Sie auf dem Laufenden! TopTarif informiert Sie täglich und verständlich darüber, welche Anbieter welchen Strom zu welchem Preis anbieten.

8 Antworten zu Billiger Atomstrom – aber für wen?

  1. RedKeep sagt:

    Mir fällt da noch ein Haken ein: Wo wird der zehntausende Jahre lang strahlende Atommüll gelagert? Höchtwahrscheinlich nicht im Garten des RWE-Chefs oder der CDU-Politiker…

  2. Annie sagt:

    Wenn es dafür eine Zusage geben würde, dann könnte man sich das mit dem Atomstrom nochmal überlegen. ^^

  3. green_and_clean sagt:

    Der wird zur Zeit noch in den Atomkraftwerken selber zwischengelagert…bis man was Besseres erfindet. Aber bis das Problem aktuell wird, sind die Herren Energiekonzernvorsitzende und CDU-Politiker schon Geschichte und brauchen sich nicht mehr darum zu kümmern. Wie es eben immer so ist.

  4. RedKeep sagt:

    Ja, diese “Nach-mir-die-Sintflut”-Mentalität ist es auch, die mich am meisten ärgert. Hauptsache, es wird in der Gegenwart gut verdient. Dabei sind wir gerade dabei, uns die ganze Zeit mit Fehlern aus der Vergangenheit herumzuschlagen, Beispiel Integration.
    Aber der Lerneffekt bei den Entscheidungsträgern ist gleich null. Wirklich traurig….

  5. Annie sagt:

    Finde wer so unbedacht handelt, der dürfte keine Kinder kriegen.

  6. green_and_clean sagt:

    Das interessiert doch solche Leute nicht…mit Geld kann man doch alles kaufen! Auch den eigenen Kindern ein Häuschen weit weg vom Atommüll

  7. Manuel sagt:

    Was kostet der Mond ist da die Frage, erste Grundstücke werden ja schon zum Verkauf angeboten.

  8. green_and_clean sagt:

    Und Passagierflüge ins All. Lasst uns den Planeten verseuchen und dann auf zum nächsten…

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