Geothermie Nutzung am Mittleren Oberrhein

Der Regionalverband Karlsruhe hatte zur Informationsveranstaltung zum Thema Geothermie geladen. Der Vorsitzende Josef Offele rief zu einem Mitwirken bei der Reduzierung der Kohlendioxid Emissionen auf. Vierzig Vertreter aus der Kommune sowie aus Politik und Verwaltung waren geladen, um sich exklusiv über die Nutzungsmöglichkeiten von Geothermie am Mittleren Oberrhein zu informieren. Experten berichteten über die Nutzungsmöglichkeiten von Erdwärme durch Bohrungen von 400 Metern Tiefe. Besonders großes Interesse wurde dabei der Webseite des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) Freiburg geschenkt. Hausbesitzer, Ingenieure und Bohrfirmen können sich anhand einer Karte über die geologische Struktur ihrer Region informieren und einsehen, wie viele Erdsonden bereits gemeldet sind. Darüber hinaus wurde über die Gefahr der Grundwasserverseuchung aufgeklärt sowie darüber, wie sich diese eindämmen lässt. In einer Pilotanlage wird Kohlendioxid als alternativer Wärmeträger für Erdwärme erprobt. Die Stadtwerke informierten über ihre Zuschussprogramme für die regenerative Geothermie. Im Regionalplan des Karlsruher Planungsverbandes für Klimaschutz ist der weitere Ausbau der regenerativen Energien vorgesehen. In diesem Sinne werden große Flächen für Wind- und Solaranlagen geschaffen sowie ein weiterer Ausbau der Geothermieanlagen voran getrieben. Inzwischen sind in Baden-Württemberg 10.500 Erdwärmesonden-Anlagen in Betrieb und es sollen noch deutlich mehr werden

4 Antworten zu Geothermie Nutzung am Mittleren Oberrhein

  1. schwarzwaldmädel sagt:

    gefahr der grundwasserverseuchung? das klingt aber gar nicht schick…regenerative energiequellen schön und gut, aber doch bitte nicht um jeden preis1

  2. Agnes sagt:

    Das ist bei der Technologie ja nicht vorgesehen, es ist nur eine mögliche Gefahr. Da es noch keine Langzeitstudien gibt wird sich wohl noch rausstellen, ob die Leitungen “halten” was sie versprechen.

  3. energiepass sagt:

    Also, man muss da schon zwischen oberflächennaher und Tiefengeothermie unterscheiden.
    Oberflächennahe Geothermie meint in der Regel ordinäre Erdreich-Wärmepumpenanlagen, die es inzwischen in zahlreichen Einfamilienhäusern gibt. In diesem Zusammenhang sehe ich auch die im Beitrag genannte Zahl von 10.500 Erdsonden. Ich nehme an, dass damit Sonden für gewöhnliche Wärmepumpenanlagen gemeint sind, die i.d.R. zwischen 50 und 100m tief reichen. Hier wird nicht direkt Wärme aus heißen Erdschichten genutzt sondern die normale Speicherwärme des Erdreichs/Grundwassers, die als Wärmequelle für den Verdampfer einer Wärmepumpe dient.
    Die Tiefengeothermie befasst sich eher mit der direkten Nutzung von Erdwärme aus sehr heißen Regionen im Erdinneren. Hier sind zumeist tiefere Bohrungen notwendig und das Ganze ist auch nur in bestimmten Regionen Deutschlands einigermaßen realisierbar (Hotspots). Es gibt verschiedene Verfahren der Tiefengeothermie, teilweise wird Wasser in die Sonden gepumpt und gelangt als Dampf wieder zurück an die Oberfläche, wo dann Strom- und Wärmeerzeugung möglich sind. Alternativ verwendet man z.B. Ammoniak-Wasser-Gemische, um einen niedrigeren Siedepunkt zu erreichen. Prinzipiell besteht hier auch die Gefahr der Verseuchung von Grundwasser, wenn eine Sonde beschädigt werden sollte.

  4. toptarif sagt:

    Das stimmt. In Karlsruhe geht es hauptsächlich um oberflächennahe Geothermie, für private Haushalte. Die Angabe von 10.500 Erdsonden bezieht sich auf private Anlagen mit einer durchschnittlichen Tiefe von 80-100 Metern. Interessant die Details zu Wärmepumpenanlagen, dieser Unterschied wurde mir bei der Recherche nicht so klar, wie jetzt durch Ihren Kommentar. Danke. :-)

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