Die Gewinne, die durch eine Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken erzielt werden könnten, werden nicht geteilt. EnBW-Chef Villis kennt keine Diskussion, wenn es darum geht, den Strompreis billiger zu machen oder durch günstigen Atomstrom konstant zu halten. Der unter der rot-grünen Regierung beschlossene Atomausstieg ist aus seiner Sicht nicht haltbar. Die Atommeiler müssten weiter laufen, um Versorgungsengpässe abzuwenden. Steigende Strompreise bei sich verdoppelndem Verbrauch sieht er als natürliche Wirkung des Marktes. Immerhin, EnBW hat vor, im nächsten Jahr 1 Milliarde Euro in den Ausbau des Stromnetzes zu investieren. Nicht ganz uneigennützig, denn den Verkauf der Netze schließt Villis völlig aus.
Wenigstens ist der ehrlich und labbert nicht was von Sozialstrom, den es nach der Laufzeitenverlängerung nicht geben wird.
Denke auch das es sie so wenig interessiert weil es für sie kein finanzielles Problem ist, die Mehrkosten zu tragen. Da gab es mal ne Umfrage im Bundestag, wieviel kostet eine Packung Butter wollte man wissen. 95 Prozent der befragten Abgeordneten wussten es nicht. Weltfremde Gestalten.
@ Rita M.: hmm… ehrlich gesagt weiß ich das auch nicht. könnte aber auch daran liegen, dass ich keine butter esse und mir dementsprechend auch schon seit vielen jahren keine mehr gekauft habe… bin ich jetzt weltfremd?
Ne eher butterfremd, – das Politiker den Preis nicht kennen liegt aber meist nicht daran, dass die keine Butter mögen, sondern selber keine kaufen – dafür gibt es Dienstboten.
Aktuelle kostet ein Pfund zwischen 85 Cent und 1,25 EUR.
Dass Villis den Verkauf der Netze völlig ausschließt, ist ja wirklich schön. Die EU scheint da aber anderer Meinung zu sein, und wenn dort beschlossen wird, dass die Netze verkauft werden müssen, kann Villis ausschließen, so viel er will.
Vielleicht wird „er“ sie auch nicht verkaufen, sondern sein Nachfolger?