Verärgerter Monopolist T-Mobile in Begründungsnot

T-Mobile hatte sich damals gegen viel Geld die Exklusivrechte für das erste iPhone gesichert. Nur wer bereit war, einen relativ teuren 2-Jahresvertrag mit der Telekom abzuschließen, bekam ein iPhone. Dass die iPhone Besitzer dann nur über die T-Com telefonieren können, war Teil der Kalkulation des Konzerns. Verständlich, dass unter diesen Umständen die T-Com nicht begeistert von Menschen ist, die eine Software entwickeln, die es ermöglicht, mit dem Handy über die Technologie Voice over IP (VoIP) kombiniert mit einem W-LAN Zugang kostenfrei zu telefonieren.
Mittlerweile geht der Streit zwischen der Firma Indigo Networks und T-Mobile in die zweite Runde. Die Telekom hatte das Unternehmen abgemahnt. Die Software der Firma Indigo Networks sei nicht eindeutig genug als Beta Version gekennzeichnet und sei außerdem dazu ausgelegt, das iPhone zu knacken. Mit einer Unterlassungsklage wollte T-Mobile den Vertrieb der Software stoppen, doch Indigo Networks sieht sich rechtlich auf der sicheren Seite. Erstens sei der Sipgate iPhone-Client eindeutig als Betasoftware gekennzeichnet und das Wort Beta ist ein eingetragenes Wort im Duden und zweitens solle die Software das iPhone nicht knacken, sondern benötige lediglich Schreibzugriff auf das Handy. Dieser werde von der Telekom allerdings nicht ermöglicht. Die Software, mit der man sich Schreibrechte auf dem iPhone verschaffen kann, kommt aus einem anderen Haus. Nur durch diese Software ist allerdings die Installation der Beta-Software von Indigo Networks möglich. Mit so einer Reaktion hatte T-Mobile nicht gerechnet, aber kündigte an, dass sie sich weitere rechtliche Schritte in Sachen Sipgate vorbehalte.

6 Antworten zu Verärgerter Monopolist T-Mobile in Begründungsnot

  1. Susi sagt:

    Es bleibt also spannend. Frage mich ob andere Hersteller auch solche Prozesse führen werden.

  2. Rookee sagt:

    Tja, da hat die hochbezahlte Rechtsabteilung der Telekom anscheinend das eine entscheidende Schlupfloch übersehen. Dumm gelaufen :)

  3. Leonie sagt:

    Denke die werden auch noch ein Schlupfloch für sich finden oder die andere Firma verklagen…..

  4. die _andere sagt:

    Tja, ich kann meine Schadenfreude kaum verhehlen…das hat sich die Telekom wohl so gedacht!

  5. Heinz K. sagt:

    Früher konnte man so denken. Nur hat keiner mal dran gedacht das ein Handy mit W-LAN Empfang dazu führen könnte, das keiner mehr einen Mobilfunkanbieter braucht.

  6. chrissi sagt:

    @ Hein k.: ich finde es auch eher lustig, dass sich die ach so kluge telekom das nicht denken konnte – wenn mein handy w-lan-fähig ist, telefoniere ich doch selbstverständliche übers internet und nicht über meinen teuren mobilfunkvertrag. dass sie sich jetzt so empört dagegen wehren, zeigt doch dass solche tarife nur abzocke sind

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