GPS und Headsets für Kühe

Technisch ist vieles möglich, zum Beispiel die Ortung von Handys per Global Positioning System (GPS) oder die Stromversorgung von technischen Geräten über ein Solarmodul. Warum also nicht beide Techniken kombinieren und daraus einen Kuh-Flüsterer bauen? Das US-Landwirtschaftsministerium experimentiert in Neu Mexico mit einem Kuh-Flüsterer. Was das ist? Die Idee ist simpel: Man nehme ein ortbares Handy-Headset, sorge für eine dauerhafte Stromversorgung durch ein Solarmodul und schnalle dieses Technikwunder namens „Ear-A-Round“ am Kopf einer Kuh fest. Noch steckt das „Ear-A-Round“ in der Entwicklung. Das Endziel der Forschung soll es sein, Kuhherden fern zu hüten. „Es hat das Potential, den Farmern eine viel genauere Kontrolle über ihre Weiden zu ermöglichen, darüber wo die Kühe sind und wie sie das Land am besten nutzen“, sagt Daniela Rus vom Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Die Kühe sind aber durch das Headset nicht nur ortbar, sondern über das Headset vermittelte Tonsignale sollen auch dabei helfen, die Tiere innerhalb abgesteckter Grenzen zu halten. Wenn die Technologie marktreif ist, könnte das Errichten von Zäunen damit der Vergangenheit angehören. Das Abgrasen bestimmter Flächen könnte dann per Signal im Ohr der Kuh verhindert werden. Geplant ist, dass jeweils der Anführer der Kuhgruppe ein Headset bekommt. Den Rest erledigt dann der Herdentrieb, denn Kühe laufen immer ihrem Anführer hinterher. Momentan wird noch das Verhalten der Kühe erforscht, um die Technologie zu perfektionieren, doch in der Zwischenzeit dürfen die Farmer ihren Kühen schon mal täglich ein Lied singen. Die Tiere sollen so auf die Stimme des Farmers getrimmt werden – falls dann doch mal eine aus der Reihe tanzt, bekommt sie vom Farmer einen Stromschlag. Die Forscher erwägen auch andere Geräusche als die Stimme des Farmers einzusetzen, so werden aktuell Gefahrenlaute wie Hundegebell und das Zischen von Schlangen erprobt.

9 Antworten zu GPS und Headsets für Kühe

  1. LilaKuh sagt:

    MUH! Ob die Kühe dann nicht auch in die Gefahr laufen, Krebs zu bekommen?

  2. Heinz K. sagt:

    Gibt es sowas auch für Frauen oder Kinder? Gut Spaß bei Seite, für meinen Hund wäre das auch eine echte Alternative zur Leine.

  3. Rookee sagt:

    @LilaKuh
    Ich glaube, die werden größtenteils vor Ablauf der Inkubationszeit geschlachtet. Das ist wohl der einzige Vorteil, wenn man irgendwann geschlachtet wird – über tödliche Krankheiten braucht man sich keine Sorgen zu machen…

  4. LilaKuh sagt:

    Stimmt da braucht man sich um Langzeitfolgen keinen Kopf machen. ;-)

  5. Rookee sagt:

    Vor allem, weil der Kopf irgendwann ab ist *gg
    Die armen Kühe…

  6. LilaKuh sagt:

    Solange er gegessen wird. ;-)

  7. klohn82 sagt:

    Ziemlich spannend! Ich bin immer wieder überrascht, was so alles entwickelt wird. Das Kuh-GPS ist ja auch stimmig, Sender an Wildtieren gibts immerhin schon ewig.

  8. toptarif sagt:

    Stimmt für Wildtieren und für Haustiere, gibt es solche Sender auch. Eine logische Weiterentwicklung also. ;-)

  9. die _andere sagt:

    ob die kühe dann auch gps-ferngesteuert zur schlachtbank laufen?

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