Es ist definitiv ein beruhigendes Gefühl, gegen jedes Unglück gut versichert zu sein. Man stelle sich vor, man wird Opfer einer Entführung durch Aliens, die in ihrer fliegenden Untertasse merkwürdige Experimente mit ihren menschlichen Versuchskaninchen vollziehen. Diese unangenehme Erfahrung möchte man doch zumindest entsprechend vergütet bekommen. Kein Problem! Mit der Alien-Versicherung des Versicherungsunternehmens Hullberry aus den Niederlanden ist man auch gegen diese Eventualität abgesichert. 5000 Euro Entschädigung erhält der Versicherte in diesem Fall. Kleines Problem: Um den Anspruch geltend zu machen, muss ein beglaubigtes Gutachten des zuständigen Polizeireviers vorliegen. Aber um die Demütigung, die durch das Hohngelächter unserer Freunde und Helfer ausgelöst wird, entschädigt zu bekommen, muss wohl eine weitere Versicherung abgeschlossen werden. Eine gute Idee, um das Portfolio von Hullberry noch zu erweitern. Dieses umfasst übrigens weiterhin die Luftloch-Versicherung (eine Entschädigung, wenn das Flugzeug in 6 Sekunden 3000 Meter an Höhe verliert) oder eine Bigamie-Versicherung (Entschädigung, wenn der Versicherte auf einen Bigamisten hereinfällt). Und es scheint Menschen zu geben, die diese Versicherungen tatsächlich abschließen, obwohl der Internetauftritt des Versicherungsunternehmens nicht unbedingt seriös daherkommt. Deshalb fühlte sich der Bund der Versicherten auch bemüßigt, eine Warnung auszusprechen. Denn für gewöhnlich kommt man – jawohl! – eher selten in die Situation, eine dieser Versicherungen in Anspruch nehmen zu müssen. Die Vorsitzende des Bundes der Versicherten, Lilo Blunck, nahm dann auch das böse Wort „Geldschneiderei“ in den Mund. Die Indizien sprechen dafür, dass sie Recht hat.
Was kostet so eine Versicherung denn? Will unbedingt sicher gehen, dass mich die Aliens nicht holen.
ich würde ja eher wie jennifer lopez meinen hintern versichern. das kann man bei denen bestimmt auch!
Lese die Artikel hier immer wieder gern. Schöner Blog.
*lol* wenn sich die Aliens für deinen Po interessieren ist das sicher eine günstige Zusatzoption für das Grundmodell.
Die Dummheit wird niemals aussterben. Und deshalb werden „Unternehmen“ wie diese Versicherungsgesellschaft auch immer Geld machen. Ich hab kein Mitleid mit den Opfern. Nach Darwin würden solche Menschen von der Natur aussortiert, dank des Schutzes durch die menschliche Gesellschaft werden sie nur ausgenommen.
Genau Dummheit regiert wer es nicht rafft hat Strafe verdient und Geld ist nun mal das Blut der Neuzeit.
ich stell mir grad vor, wie man das alien zur „zuständigen polizeibehörde“ schleppt, wo es sich dann ausweisen muss. und auf dem perso steht „nationalität: marsianisch“. wie, aliens haben keine personalausweise? was fällt denen dann ein, mit ihrer fliegenden untertasse (die hat bestimmt auch keinen Tüv mehr! notieren: Bußgeld!) nach deutschland einzureisen???
deutsche gründlichkeit halt… *kopfschüttel und grins
)
(ach nee, is ja nen niederländisches unternehmen. naja, das gibt sich in dem fall ja anscheinend nicht viel
Das sind doch Nachbarn, der Apfel fällt nicht weit……
Kann man die Versicherung auch in Deutschland buchen?
@ Ricarda: wenn du ernsthaft angst davor hast, von aliens entführt zu werden, wird sich bestimmt (auch in deutschland) jemand finden, der dich gegen ne menge geld dagegen absichert!
Ist das ein Angebot? Was kostet der Spaß?
@Ricarda: also, wenn Du so fragst…
für die richtige summe würd ich das natürlich übernehmen. wird allerdings nicht billig. und das heer an bodyguards (das ich dir vermitteln würde) beschützt dich wahrscheinlich auch nicht so völlig umsonst rund um die uhr… ach ja, auf privatsphäre verzichtest du doch bestimmt gerne zugunsten der sicherheit, oder?!
Nein leider nicht, da schenke ich mein Geld lieber einer anderen Versicherung, die ich auch nie brauchen werde, aber zumindestens theoretisch brauchen könnte.
Vor offensichtlich albernen Versicherungen zu warnen, ist anscheinend das einzige, wozu die gelernte Kindergärtnerin Blunck noch fähig ist. Man schaue sich nur mal eine BdV-Info an, wo auf Seite 1 ein versucht neutraler Kommentar zum neuen Versicherungsvertragsgesetz steht und sich gleich auf Seite 2 ein Vertreter der privaten Krankenkassen auslassen darf, ohne dass es einen Kommentar aus Versichertensicht gibt:
http://www.bundderversicherten.de/bdv/BdVAkt/BdVInfo/bdv-info200702.pdf
Besser noch man schaut sich gleich den Offenen Brief von besorgten Vereinsmitgliedern an
http://www.verunsicherte.de/Dokumente/Quo-vadis-BdV-2008-05-28.pdf
oder die WWW-Präsenz vom Vereinsgründer Hans Dieter Meyer
http://www.versicherungsreform.de/