Wolfgang Zimmermann, Geschäftsführender Vorstand der Linken in Nordrhein-Westfalen, wünscht sich die gute alte Zeit zurück. Frei nach dem Motto „Früher war alles besser“ fordert er jetzt die Verstaatlichung der Stromgesellschaften RWE und E.ON. Gegenüber der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ) ertönten aus seinem Mund Forderungen wie: „Energieversorger sollten vergesellschaftet werden zur Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge.“ Offenbar in Rage geredet forderte er auch gleich noch die Rente mit 60 und die Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 50 Prozent.
Hört sich nach „Wünsch-dir-was-Politik” an, kritisierte NRW-SPD-Chefin Hannelore Kraft. Diese Äußerung beeindruckte Zimmermann jedoch wenig und er beteuerte seine Bereitschaft, Kraft wieder zur Ministerpräsidentin zu wählen, um dann später gemeinsam – nach hessischem Vorbild – über die Themen abzustimmen. Zimmermann ist sich ebenfalls sicher, dass Kraft nach den nächsten Landtagswahlen den Dialog zu den Linken suchen wird.
Als mögliche Abstimmungspunkte sieht der Parteisprecher Bildung und die Privatisierung von staatlichen Gütern vor: „Wir würden zum Beispiel für die Abschaffung der Studiengebühren, die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems und gegen die Privatisierung öffentlichen Eigentums stimmen.“ Eine Koalition mit der SPD schließt er jedoch aus: „Was man als Partei mit einer völlig anderen politischen Ausrichtung an Zugeständnissen machen muss, führt zu einem Verlust an Glaubwürdigkeit, wenn man den Kurs nicht wesentlich selbst bestimmen kann.“
Der Zimmermann hat ja Recht, die Privatisierung der Stromnetze war ein großer Fehler, aber jetzt im nachhinein alles rückgänig machen zu wollen ist doch sehr radikal und unrealistisch.
Ja, das würde dem Herrn Zimmermann so passen. Die SPD bildet unter Duldung der Linken die Regierung, muss bei jeder Abstimmung auf die Gnade der Linken hoffen und die Linke trägt trotzdem keinerlei Regierungsverantwortung. Schön eingefädelt hat er das, der alte Kommunist. Mal sehen, ob Frau Kraft so blind vor Machtgeilheit ist, dass sie sich auf diesen idiotischen Deal tatsächlich einlässt.
Zum Inhalt der Äußerungen des Zimmermann: Schwachsinn.
Kommt als nächstes der Vorschlag, dieses Land in “Deutsche Demokratische Republik” umzubenennen?
Hauptsache dagegen! Ist natürlich leichter, wenn man keine eigene Verantwortung trägt.
Ist halt Wahlkampf, denke beide Seiten werden nach der Wahl wie von Zauberhand genau das Gegenteil behaupten. ;-/
Interessant fände ich noch ein Statement von Zimmermann, wie er das alles finanzieren will. Nur zur Erinnerung: Die DDR war am Ende völlig pleite…
Stimmt ein Finanzierungsplan der Linken wäre wirklich sehr interessant, sind ja nur ein paar Milliarden, ob die Mitglieder der Linken dafür auf ihre Bezüge verzichten?
Ich glaube, der Finanzierungsplan würde die Linken selbst auch interessieren
Schnell abschreiben und als den eigenen ausgeben.
Mich würde ja auch mal interessieren wie das auch nur ansatzweise durchgeführt werden sollte? Mal ganz abgesehen von der Finanzierung. Denn schließlich hat ja auch ein Unternehmen wie RWE Rechte und Interessen. Ich bezweifle doch stark, dass die sich mal so eben einfach wieder verstaatlichen lassen würden. Wie soll das denn überhaupt funktionieren? Ist doch nichtmal im Ansatz praktikabel.