Das passive Haus

Einfach mal passiv verhalten. „Nein, ich handele nicht, ich bin einfach da. Aber das kann ich gut, da sein und Wärme geben.“ So ein Passivhaus hat ein ruhiges Leben, denn fast nie klappert eine Heizung in seinem Inneren und einen Heizungsinstallateur hat es selten gesehen. Es sei denn, das Haus hat schon eine Reinkarnation hinter sich, weil es früher ein gewöhnliches Haus war. Doch durch die Lüftungsanlage und die Wärmedämmung wurde alles besser – für das Haus und auch für seine Bewohner. Jetzt fließen nur noch maximal 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter durch seine Venen und die Luftdichtigkeit liegt bei angenehmen n50 ≤ 0,60/h. Auch das Luft-Innenraumvolumen hat damit – dank guter Innen- und Außenisolierung – endlich eine ruhige Zeit.
Auch Passivität spendet Wärme. Die Abwärme der Bewohner und ihrer technischen Geräte sowie die Wärme der Sonne können genutzt werden. Das hat das Passivhaus-Institut in Darmstadt genau berechnet und eine Zauberformel für die Passivität aufgestellt: Ein echtes Passivhaus darf maximal einen Jahresheizwärmebedarf von 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/(m²a) ), eine Heizlast bis 10 Watt pro Quadratmeter (W/m²) und einen Primärenergiebedarf von maximal 120 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr (m²a) haben. Dann funktioniert es auch mit der Passivität. Eine kompakte Bauweise hilft übrigens dabei, die konstante Innentemperatur noch besser zu halten. Endlich ein Haus zum Wohlfühlen – keine kalten Füße mehr, keine Schimmelbildung an den Wänden und sogar im Sommer bietet es das perfekte Klima, denn durch die Dämmung kann auch kühle Luft perfekt gehalten werden. Die Investitionen in ein solches Haus sind zwar nicht gerade günstig, aber man spart Heizkosten, eine Klimaanlage und vor allen Dingen eine Menge Stress – die Passivität ist eben einfach bequemer.

9 Antworten zu Das passive Haus

  1. Leonie sagt:

    Wie schade ich kein Haus bin oder mir ein eigenes Passivhaus leisten kann. :-(

  2. RedKeep sagt:

    Häuser mit Passivhaus-Standard sind definitiv die Zukunft. Ab 2020 dürfen schon gar keine anderen häuser mehr gebaut werden. Es macht also absolut Sinn, sich jetzt schon auf diesen Standard festzulegen, wenn man baut – auch angesichts der steigenden Heizkosten.

  3. Heinz K. sagt:

    Diese Verordnung macht auf jeden Fall Sinn, nur bleibt sie halt vorerst Besserverdienenden vorbehalten, das finde ich schade, denn die können ihre Stromrechnungen ja bezahlen.

  4. quietscheentchen sagt:

    @Leonie: ich wär auch gern nen passivhaus! dann hätte ich nie mehr kalte füße, oder? :-)

  5. Leonie sagt:

    Genaue nie wieder kalte Füße vor der Heizkostenabrechnung! *lol*

  6. Olaf S. sagt:

    Passivhaus ist sicherlich ne tolle Sache – aber tatsächlich wohl eher was für Leute mit dickem Portemonnaie.

    Angesichts steigender Preise für fossile Brennstoffe tendiere ich dazu, lieber auf regenerative Energien umzusteigen. Nach meinen Recherchen ist eine Wärmepumpe eine feine Sache. Übrigens: Wer mal genau ausrechnen will, was man so an Energiekosten einsparen kann, sollte den Heizkostenrechner auf http://www.heizen3.de/service/heizkostenrechner.html nutzen. Coole Sache!

  7. Caroline sagt:

    was ist denn das, eine wärmepumpe?

  8. vergleich dsl anbieter…

    I never thought I will agree with this opinion, but you know… I agree partially now…

  9. nancy09 sagt:

    für single ist das wohl weniger ratsam oder?

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