Wer bin ich und wenn ja, wie viele? Das ist leider eine Frage, die das Netz nicht beantworten kann – aber versuchen kann man es ja mal. Wie das Magazin iX berichtet, suchen 70 Prozent der Internetnutzer nach sich selbst, weitere 63 Prozent nach ihren Mitmenschen und 19 Prozent spionieren ihren Arbeitskollegen hinterher. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Studie, bei der 1006 Menschen Frage und Antwort standen.
Es muss nicht unbedingt die Eitelkeit sein, die die Internetsucher dazu bewegt, ihren Namen in eine Suchmaschine einzugeben. Es ist eher die Vorsicht oder auch Paranoia, die den Nutzer dazu bringt, zu überprüfen, was das Netz über ihn weiß. Schließlich ist das Netz ein öffentlicher Ort, der auch von Leuten eingesehen werden kann, die vielleicht nicht alles über einen wissen sollten. Personalchefs, zum Beispiel, googeln mögliche Aspiranten gern mal vor der Einladung zum Gespräch. Deswegen heißt es: Vorsicht bei der Dateneingabe im Netz. Wer einmal in einem Sozialen Netzwerk oder bei einem Buchversand seine Daten öffentlich gemacht hat, kann das nicht so leicht rückgängig machen. Den gesetzlichen Anspruch auf Privatsphäre hat man verspielt, wenn man der Veröffentlichung absichtlich oder unabsichtlich zugestimmt hat. Doch die Transparenz des Netzes kann man sich auch zu Nutze machen. Marketingexperten berichten, dass eine gute Internetpräsenz auch der Selbstvermarktung dienen kann.
Ich hab schon alles gemacht
Aber ich hab noch nichts Diskreditierendes über irgendjemanden gefunden. Und das ist – wie ich an meiner Person feststellen kann – der Beweis, dass man im Internet nun auch nicht alles über eine Person herausfinden kann
@Rookee: scheinst ja nen ganz schlimmer zu sein…
tja, da kannst du ja echt froh sein, dass bei was-auch-immer-du-hinter-verschlossenen-türen-so-machst offenbar bisher keine webcam anwesend war… also: weitermachen, abstand von Kameras halten und auch sonst nicht erwischen lassen!
haha, auch ich spioniere gern! und was man im internet preisgibt, da hat man ja meist dann doch nen gewissen einfluss drauf. klar gibts auch immer vollidioten, die aus enttäuschter liebe etc. ihre(n) ex öffentlich bloßstellen müssen. sowas ist echt mist! aber dann sollte man sich eh fragen, mit wem man da zusammen war und anderen leuten am besten garnicht erst die möglichkeit (z.b. fotos) geben, das zu tun.
also, ich kann nur sagen, ich find das total daneben mit dem spionieren! schonmal was von privatsphäre gehört? außerdem kann man die leute auch einfach fragen, wenn man was von ihnen wissen will. und wenn sie dazu dann nichts sagen wollen, dann muss man das auch einfach mal akzeptieren!
@Volker
Grundsätzlich hast du absolut Recht. Ich nutze google auch eher selten, um andere Personen auszuspionieren und vor allem tue ich das nie, um etwas über die schmutzige Wäsche anderer Leute herauszufinden. Aber gerade sich selbst zu googeln kann schon ganz interessant sein und man verletzt dabei nur seine eigene Privatsphäre
@Rookee: „Ich hab schon alles gemacht
Aber ich hab noch nichts Diskreditierendes über irgendjemanden gefunden. “
soso, du googelst also nur dich selbst… is klar!
Zwischen „eher selten“ und „nur“ besteht noch ein kleiner Unterschied
Ich gebe zu, dass ich auch schon mal über andere Leute gegoogelt habe, aber das diente nur Informationszwecken. Und dabei kam nie etwas Diskreditierendes heraus, was ich eigentlich ganz gut finde
Also ich googel fast jeden den ich kennen lerne, ist einfach mal Neugier und was heißt hier Spionage, man findet doch nur, was der andere schon über sich Preis gegeben hat.
nicht unbedingt, Mrs. Neugier! manche sachen hat man ja auch nicht ganz freiwillig preisgegeben (ich denke da z.b. – ganz harmlos – an schulprojekte, wo der betreffende lehrer auf die idee kommen könnte, das mal ganz stolz der weltöffentlichkeit zu präsentieren). in solchen fällen steht dann auch DEIN name dabei, obwohl du da vielleicht gar nicht sooo viel herzblut reingesteckt hast. und in solchen fällen wirste dann meist auch nicht gefragt, ob du das unbedingt auf ewig mit deinem namen verknüpft haben willst. is zwar nix dramatisches, aber soviel zum thema, du entscheidest selbst, was über dich im netz steht.
Doch man entscheidet selbst, bzw. wenn man minderjährig ist die Eltern. Kenne so einen Fall aus der Uni. Kein Leher oder Dozent darf ungefragt Daten über dich veröffentlichen. Klar oft kommt es einen so vor, als „müsste“ man zustimmen um eine gute Note zu bekommen, dem ist aber nicht so auch Notenvergeber müssen sich an den Datenschutz halten.
@Mrs. Neugier: is ja nicht so als würde man vorher gefragt…
und was einmal drin ist, ist drin, oder?
Also ich google ziemlich viele Personen die neu kennen lerne. Doch meistens stoße ich auf eher uninteressante sachen. Was nicht unbedingt negativ sein muss.