30. Sep 2008
Das Handy wird im Leben des modernen Menschen immer wichtiger. Während es schon lange Adressbuch und Telefonkarte ersetzt, wurde es in den letzten Jahren auch zur Spielekonsole, zum Organizer und mp3 Player. Alles mit oder ohne Headset erhältlich.
Ein bisschen indiskret ist das Handy aber schon: Wer es angeschaltet mit sich herum trägt, kann bis auf wenige Kilometer Abweichung geortet werden. Die Displays sind schon lange farbig und werden mit der neuen Generation von Touchscreens auch immer größer. Warum nicht auch das Internetsurfen mit dem Handy ermöglichen? Durch Übertragungstechnologien wie GPRS, UMTS und HSDPA ist auch das schon lange möglich. Mit dem Internet kamen noch ganz andere Möglichkeiten auf das Handy. Navigationsfunktionen fürs Auto oder für den Spaziergang wurden erst kürzlich um Google „Street View“ erweitert. Wer also unter einer akuten Halswirbelschwäche leidet, kann dank Google „Street View“ trotzdem shoppen und Sight-Seeing betreiben.
Doch es gibt noch etwas, das man dank Google jetzt auch zu Hause lassen kann. Nachdem zuerst das Adressbuch, die Spielekonsole und der Organizer dort bleiben durften, folgten schnell auch der Musikplayer, der Stadtplan, der Laptop – und jetzt auch die Geldbörse. Denn durch eine Kooperation mit Visa soll es bald möglich sein, auch mit dem Handy zu bezahlen. Zwar ist das vorerst nur mit einem Handy mit dem Google Betriebssystem „Android“ und einer Visa-Card der US-Investmentbank „JP Morgan“ möglich, aber dieser Service wird sicher auch bald zum Handystandard, denn Visa plant bereits eine Kooperation mit Nokia.
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28. Sep 2008
Die US-Finanzkrise zieht weite Kreise, Milliarden gingen den Bach hinunter. „Lehman“ konnte seine Milliardenschulden nicht mehr tilgen und rutschte in die Insolvenz, „Goldman Sachs“ schrumpfte an der Börse um 9 Milliarden Dollar im Wert und weitere 500 Milliarden können zahlreiche andere Banken abschreiben.
So weit, so unwitzig – da muss man wohl ein wenig kürzer treten, oder besser gar nicht mehr treten wegen dem Schuhabrieb. Jetzt ist Leistung gefragt, damit es nicht für immer den Bach hinunter geht. Bekanntlich wirkt Kaffee ja leistungssteigernd. Bei „Starbucks“ kann man sich die 4 Dollar für einen „Latte“ zwar nicht mehr leisten, aber es gibt ja eine günstige Alternative bei der FastFood Kette mit dem großen M. Oder doch nicht? Denn der Plan von McDonalds, ihre 14.000 Burgerfilialen mit hochwertigen Kaffeetresen auszustatten, scheint aktuell am Geldmangel zu scheitern. Die „Bank of America“ rückt plötzlich kein Geld mehr raus. Schlecht für die sparverpflichteten Kaffeetrinker der Stadt und noch schlechter für McDonalds, denen das Geschäft ihres Lebens durch die Lappen geht.
Jetzt wird ohne Kaffee nach neuen Geldquellen gesucht: Die Filialleiter sollen überschüssige Mittel finden, um die Schulden zu bezahlen. Es ist nur zu hoffen, dass sie aus Sparambitionen nicht anfangen, den Kaffee zu recyceln.
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26. Sep 2008
Der Weltuntergang wurde verschoben – aufs nächste Frühjahr. Bedanken können wir uns bei den Stromkonzernen und ihren Preisen. Die sind nämlich sogar dem „Cern“, der Europäischen Organisation für Kernforschung, zu teuer und so gibt es eine Winterpause – ohne den von Vielen befürchteten Weltuntergang.
Gut so, werden die Kritiker des Projekts sagen, hatten sie doch befürchtet, dass durch den weltgrößten Teilchenbeschleuniger „Large Hadron Collider“, die Welt untergehen könnte. Der Teilchenbeschleuniger ist jedoch sowieso ein wenig defekt. Nach dem ersten Start gab es nach wenigen Stunden die erste Strompanne und danach sorgten defekte Magneten dafür, dass Helium in die Vakuumröhre eintrat. Die nächsten Wochen gehören damit vorerst den Reparaturarbeiten und nicht dem Ende der Welt. In gut zwei Monaten sollen die Ersatzteile geliefert werden und dann darf sich der „Large Hadron Collider“ mit Wartungsarbeiten in den Winterschlaf begeben. Ist wahrscheinlich besser so, die Kleinstädte brauchen auch Strom – und der Teilchenbeschleuniger verbraucht mit 700 Gigawattstunden genauso viel Strom im Jahr wie eine ganze Kleinstadt.
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25. Sep 2008
Hat es geklingelt? Wo ist verdammt noch mal mein Handy? Eine Frau verschwindet in ihrer Handtasche und wird immer hektischer, denn zwischen Taschentüchern, Lippenstift, Bonbons und der Lektüre kann so ein Handy – trotz Vibrationsalarm – schon mal auf Tauchstation gehen.
Diesen Stress möchte Sony Ericsson den Frauen der Welt in Zukunft ersparen. Möglich machen soll das eine Armbanduhr, die über Bluetooth mit dem Handy kommuniziert. Diese Bluetooth Uhr hat den wohlklingenden Vornamen MBW-200. Nachname: Sony Ericsson. Am Handgelenk getragen informiert die Uhr durch Vibrationen darüber, dass ein Anruf oder eine SMS eingegangen ist und von wem sie stammt. Die Rufannahme und die Bedienung des Mp3-Players des Handys soll laut Hersteller auch per Armbanduhr möglich sein.
Doch diese Bequemlichkeit hat auch seinen Preis, die Bluetooth-Uhr MBW-200 soll bei der Markteinführung in diesem Jahr stolze 299 Euro kosten. Ist der Anschaffungspreis aber erstmal vergessen, braucht die Anwenderin nie wieder zu fürchten, ihr Handy zu vergessen. Die Uhr schlägt nämlich Alarm, wenn die Uhrträgerin sich mehr als 10 Meter von ihrem Mobiltelefon entfernt. Für die vergesslichen Damen könnte es dann peinlich werden, wenn die Damentoilette weiter als 10 Meter von ihrer Handtasche entfernt ist.
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24. Sep 2008
Kurzmitteilungen während des Autofahrens zu schreiben, ist lebensgefährlich, wie eine Studie des britischen „Transport Research Laboratory“ (TRL) festgestellt hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Fahrer des Wagens eine SMS verfasst oder liest – die Auswirkung auf die Reaktionszeit ist fatal. Wie die Studie mit Probanden im Fahrsimulator feststellte, erhöhen sich die visuellen und akustischen Reaktionszeiten dermaßen, dass bekifft oder besoffen zu fahren deutlich sicherer wäre. Zum Vergleich: Eine SMS während der Fahrt zu schreiben, erhöht die Reaktionszeit um 35 Prozent, während Cannabis-Konsum die Reaktionszeit lediglich um 21 Prozent erhöht.
Auch Telefonieren am Steuer oder betrunken zu fahren ist damit sicherer als sich während der Fahrt um eine Kurzmitteilungen zu kümmern, so das Resultat der Studie. Von den SMS-Anwendern fuhren 90 Prozent zu nah auf und konnten auf mehrspurigen Straßen nicht die Spur halten. Laut dem TRL macht die Kombination vieler Faktoren das Schreiben von SMS so gefährlich: Eine Hand wird beansprucht, die am Steuer sein sollte, der Blick ist dabei nicht auf die Straße gerichtet, sondern auf das Handy und zusätzlich lenkt das Verfassen von Nachrichten geistig ab. Betrunkenen nach der Party die Autoschlüssel wegzunehmen, reicht damit in Zukunft nicht mehr. Es sollte auch sicher gestellt werden, dass der nüchterne Fahrer kein Handy in die Hand nimmt – zum Wohle aller.
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23. Sep 2008
Und wenn einer pleite geht, dann freut sich ein Dritter. Wie Schmeißfliegen kreisten die Schnäppchenjäger um die noch warme Leiche von Lehman, als es einen Notverkauf gab, bei dem diverse Merchandise-Artikel von Lehman verramscht wurden. Ein Banker berichtete, dass es dabei wie bei „Independance Day“ oder „Jumanji“ zugegangen sei: Die Leute hätten sich gegenseitig angerempelt und versucht, alles abzugreifen, was sie kriegen konnten. Was der eine als Erinnerung in seine Vitrine stellen möchte, scheint für den anderen der Anfang einer neuen Karriere zu sein.
Was liegt einem ehemaligen Broker auch näher als Sachen günstig zu kaufen und sie mit maximalem Gewinn weiter zu verkaufen? Der neue Arbeitsort heißt dabei jedoch nicht mehr Börse, sondern Ebay. Alles, was mit dem Schriftzug „Lehman“ versehen war, wird dort aktuell zu Geld gemacht: Kaffeebecher, Polohemden, Kugelschreiber, Golfbälle, Regenschirme und Humidore sind nur ein kleiner Ausschnitt aus dem erhältlichen Sortiment. Dabei scheuen sich die ehemaligen Banker auch nicht davor, auf die Tränendrüse zu drücken, um den möglichen Gewinn zu vergrößern. Der Verkäufer eines Lehman T-Shirts erhöhte den Verkaufspreis durch die Bitte, ihm dabei zu helfen, die nächste Miete zahlen zu können. Der Preis lag bei über 100 Dollar. Heiß begehrt sind aktuell Baseballmützen, die schon mal für 80 Dollar über den Tisch gehen, sowie Toastscheiben mit den Initialen „LB“ die für 15 Dollar weg gingen.
Echte Berufsaussichten gibt es für Plünderer jedoch nicht, wie Thomas Schmidtkonz von der Webseite sammler.com vorhersagt. Denn Kugelschreiber, Regenschirme und Spardosen erzielen eher geringe Preise. Pech für die Banker. Dann heißt es wohl: Wieder auf Jobsuche gehen, am besten bei einer Bank, die nicht so bald pleite geht – und wenn doch, wenigstens bessere Merchandise-Artikel hat.
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22. Sep 2008
Zum Oktoberfest und richtig Energie sparen. Am einfachsten geht das, wenn man während der 16 „Wiesn“-Tagen einfach in eines der Zelte einzieht. Zu Hause fallen dann so gut wie keine Energiekosten an.
Anders sieht es für die Schausteller und Zeltbetreiber auf dem Fest aus: Die verbrauchen gemeinsam gigantische 2,4 Millionen Kilowattstunden Strom während des Oktoberfests. Wie die Stadtwerke München vorrechneten, entspricht das 13 Prozent des Tagesverbrauchs der bayrischen Landeshauptstadt. Doch da die immensen Stromkosten auf die Gewinnbilanz schlagen, versuchen die Schausteller und Wirte gemeinsam, den Energieverbrauch zu senken.
Preiserhöhungen kommen für Schaustellerin Michaela Goetzke nicht in Frage. Sie betreibt den „Freefall-Tower“, in dem Gäste den freien Fall aus 50 Metern Höhe für 4,50 Euro erleben können.
Um täglich 300 bis 400 Euro Stromkosten zu sparen, wird einer von zwei Kompressoren in ruhigeren Stunden abgeschaltet. Zum Abend hin wird das Fest noch teurer für die Schaustellerin, der Weg zu ihrem „Freefall-Tower“ wird mit 30.000 Lampen beleuchtet. Die Umrüstung auf sparsame Leuchtdioden (LEDs) ist mit 2,40 Euro Mehrkosten pro Birne ein teures Unterfangen, welches sich erst nach zwei bis drei Jahren rentiert. Deswegen werden die Leuchten erst nach und nach ausgetauscht, aktuell liegt der LED Anteil bei 10 Prozent.
Der Strompreis für Wiesn-Betreiber ist durchschnittlich um 2 Prozent gestiegen, trotzdem nutzt gut die Hälfte der Betreiber Ökostrom aus Wasserkraft, der ebenfalls 1,53 Cent pro Kilowattstunde mehr kostet. Heiner Distel, Betreiber einer Autoscooter Anlage, musste sein Engagement wegen zu hoher Kosten drosseln. Letztes Jahr hatte er seine Anlage durch eine Photovoltaikanlage gespeist, diese sei jedoch mit Mietkosten von 50.000 Euro sehr teuer gewesen und dieses Jahr habe zusätzlich der Platz für die Solaranlage gefehlt.
Auch die Wirte versuchen, Energie zu sparen: So werden seit zwei Jahren Energiesparlampen eingesetzt, Bierkrüge nur noch kalt gespült und ein Teil des Küchenwassers in den Toiletten wiederverwendet. Umweltfragen beantwortet der Energieberater Jakob Kronberger vom Beratungsunternehmen „Innovative Management- und Energie-Technologien“ (IMET) den Wirten, denn das Ökosiegel ist bei den Betreibern begehrt und bei den Gästen beliebt.
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21. Sep 2008
So ein richtiges Schnäppchen ist gebeamter Strom bisher nicht. Aber für ein Budget von unter 1 Million war einfach nicht mehr als ein Bruchteil von 20 Watt zu übertragen. Das zählt aber nicht: Wichtig ist die Technik, mit dem ein Teil des durch Solarpanele auf den Schildvulkan Haleakala auf Maui erzeugten Stroms übertragen wurde. Der Solarstrom wurde mittels Mikrowellen über 148 Kilometer nach Mauna Loa auf Hawaii gebeamt.
Durchgeführt hat das Experiment das Unternehmen „Managed Energy Technologies“ (MET), deren Chief Operating Officer, John Mankins, ein ehemaliger NASA-Mitarbeiter ist. Dieser erklärte auch, dass ein Großteil der erzeugten 20 Watt verloren gegangen sei, dies aber nicht an der Technologie liege, sondern am begrenzten Budget von unter 1 Million Dollar. Wäre mehr Geld in die Übertragungstechnik investiert worden, wäre eine deutlich höhere Stromübertragung möglich gewesen.
Trotzdem ist dieses Experiment ein riesiger Schritt in die Richtung, Strom aus dem Weltall zu beziehen. Mittels orbitaler Solarkollektoren und der Hochfrequenz-Mikrowellen-Übertragung könnte so bald Strom auf die Erde gebeamt und damit die Energieversorgung gesichert werden.
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19. Sep 2008
Hui, hier sieht es aber gruselig aus. Ich bin mir nicht so sicher, ob ich hier um die Ecke gehen kann, ohne dass mich ein Monster frisst oder ähnliche Gefahren drohen. Das muss jetzt nicht mehr so sein, denn Google bietet seinen Service „Street View“ jetzt auch fürs Handy an. Mit einem modernen Handy samt Windows Mobile oder einem Palm mit Palm OS kann die Beta-Version der Software aktuell kostenfrei heruntergeladen werden.
So ausgestattet kann der Nutzer endlich – ohne den Kopf zu heben – durch die Straßen laufen und verpasst trotzdem nichts. Denn Google liefert alle Bilder der Straße und das sogar mit einem 360 Grad Panorama Blick. Die Detailfotos der Straße können sich die Kartennutzer als kleines Vorschaubild in der Karte oder als Vollbild anschauen. Sich zu verlaufen, ist mit der neuen Richtungsanzeige dann auch nicht mehr möglich – Google weiß, wo Sie sich befinden.
Bloß keine Überraschungen in unbekannten Gebieten mehr! Das gilt auch für spontane Einkaufslust: Mit Business-Reviews können Sie sich vorher schon informieren, ob sich das Betreten des Ladens vor Ihnen lohnen wird. Bewertungen anderer Kartennutzer ersparen Ihnen beim Shoppen viel Zeit und wenn es Ihnen trotzdem nicht gefallen hat, schreiben Sie doch eine Bewertung und warnen Sie andere Nutzer vor dieser Zeitverschwendung.
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18. Sep 2008
Eine Strafe muss man bezahlen, besonders wenn sie von einem Gericht verhängt wurde. Das sah ein Mann aus Münster genauso und wollte das Amtsgericht Wuppertal nicht länger warten lassen oder mit unnötigem Schriftverkehr bemühen. Gefängnisschmuggel ist ja auch kein leichtes Delikt, besonders wenn es dabei um Buchstaben auf Papier – altmodisch auch ‘Briefe’ genannt – geht.
Dafür sollte der Mann 292,92 Euro Strafe berappen. Wie er die Rechnung zu begleichen hatte, stand nicht in dem Schreiben. Er beschloss, bar zu zahlen – sofort und in den Nachtbriefkasten der Behörde. 63 Kilo Schuldgefühl landeten ungerollt in Form von 29.292 Ein-Cent-Stücken im Briefkasten. Laut der Gerichtssprecherin brachten Mitarbeiter die Kleingeldsammlung zu einer Bank, die bestätigte, dass kein Cent fehlte. Wegen zu hoher Portokosten hat die Behörde beschlossen, diesen ungewöhnlichen Zahlungsweg zu akzeptieren.
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