Was war eigentlich zuerst da – Discobesucher oder Musik? In den Niederlanden ist alles etwas anders. Zum Beispiel muss man in Rotterdam seit neuestem nicht nur Eintritt bezahlen, um tanzen zu können. Man muss auch gleich selbst für die Musik sorgen – und zwar durch Bewegung.
Die Disco „Club Watt“ in Rotterdam folgt dem Motto „We want your energy“. Wer hier die Nacht verbringen will, von dem wird körperlicher Einsatz gefordert. Zumindest ein Drittel des Stromverbrauchs sollen die Tanzenden selbst erzeugen. Die Schwingungen, die so an den Boden abgegeben werden, werden in Strom umgewandelt.
Was die Gäste an Energie investieren, sparen die Betreiber bei ihrer Stromrechnung wieder ein. Ganz uneigennützig ist das Konzept des „ersten nachhaltigen Dance Clubs“ also nicht. Dementsprechend haben bereits Diskothekenbesitzer aus aller Welt Interesse an diesem Konzept angemeldet. Allerdings stellen sich einige Fragen: Wenn die Gäste nicht ausgelassen genug tanzen, stehen sie dann im Dunkeln? Und gibt es überhaubt erst dann Musik, nachdem eine Weile im Stillen getanzt wurde?
Da bleibt nur noch zu hoffen, dass der Regengott es gut mit den Tanzenden meint: Die Toilettenspülungen werden nämlich mit Regenwasser betrieben.
Warum muss ich jetzte an :“I like your moving, moving, I like your moving…..“ denken?
Obwohl hier müsste es ja heißen I „need“ your moving.
Ja klasse. Hoffentlich kommt das nicht in Mode. Sonst muss man sich am Ende im Restaurant noch sein eigenes Essen mitbringen, das man dann natürlich trotzdem bezahlen muss. Die spinnen doch. Wenn sie die eingesparten Stromkosten in Form niedriger Eintrittspreise wieder zurückgeben würden, könnte man sich ja damit noch anfreunden, im Sinne des Klimas etc. Aber so ist das einfach nur eine Frechheit.
Finde ich nicht, wer gute Musik spielt und damit die Leute zum tanzen kriegt, kann die Energie von mir aus als Geschenk für die gute Musik zurück haben.
tja, auf diese weise kann man sich als clubbesitzer natürlich ganz toll als klimaretter präsentieren. total uneigennützig selbstverständlich!
@ Elvira
Kann ich nur zustimmen. Ich sehe da auch nichts verwerfliches dran, das ist doch eher eine sinnvolle Nutzung der natürlichen Ressourcen. Aber Motzki muss natürlich mal wieder dagegen sein…muss echt anstrengend sein, so ein Leben…
und @Vera Letztendlich ist es doch egal, ob der Clubbesitzer davon finanziell profitiert. Die Auswirkungen sind trotzdem positiv. Mich nervt es auch immer, wenn reichen Leuten vorgeworfen wird, dass diese bei ihren Millionenspenden das ja nur tun würden, weil sie damit Steuern sparen. Das mag ja so sein, aber das ist dem hungernden Kind in Afrika, das dann etwas zu essen bekommt, sowas von egal…
@Rookee: Sehe ich auch so, wenn davon die Zeche für den DJ gezahlt wird wo ist das Problem?