Robocalls waren gestern – heute gibt es das iPhone. Die Wahlen in den USA gehen in die heiße Phase und so versuchen die Konkurrenten John McCain von den Republikanern und Barack Obama von den Demokraten alles, um unentschlossene Wähler für sich zu gewinnen.
Der etwas ältere John McCain setzt dabei auf „Robocalls“. Diese Technik funktioniert so, dass Wählautomaten potenzielle Wähler ungefragt anrufen und sie mit Wahlkampfslogans vom Band belästigen. Das Team Obama ist dagegen etwas innovativer: Sie benutzen eine speziell für Obama entwickelte Software für das iPhone, um Wähler zu gewinnen. Mit dieser Spezialsoftware können Fans von Obama ihre Freunde anwählen und sie dazu auffordern, Obama zu wählen. Dafür wurde in der Software „Obama ’08“ eine Funktion integriert, die auf das Telefonbuch des Nutzers zugreift. Doch nicht nur das: Diese Kontaktdaten werden von der Software auch noch nach Relevanz sortiert. Freunde, die in Bundesstaaten leben, in denen das Wahlergebnis noch unentschieden ist, stehen weiter oben auf der Liste der Freunde, die über Obama informiert werden können. Zudem gibt es für die Obama Wahlkämpfer mit iPhone einen Highscore, in dem eingesehen werden kann, wie viele Werbebotschaften andere schon verteilt haben.
Technik, die begeistert. Datenschützer bezweifeln jedoch, dass eine derartige iPhone Applikation auch in Deutschland zum Einsatz kommen könnte. Die Nutzung der Telefonbücher auf dem iPhone durch die Software wäre hierzulande nicht erlaubt. Beim letzten Wahlkampf in Deutschland waren SMS und E-Mails als moderne Werbeform zum Einsatz gekommen und hatten Spamvorwürfe von vielen Empfängern ausgelöst.
Ich könnte mir vorstellen, die meisten Amerikaner sind sehr froh, wenn diese Wahl endlich vorbei ist. Wenn ich bedenke, dass mir persönlich schon die ganzen Plakate vor dem Bürgerentscheid über den Flughafen Tempelhof extrem auf die Nerven gegangen sind. Ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte, wenn die mich auch noch angerufen hätten…
Jedenfalls bin ich auch froh, wenn die Wahl in den USA vorbei ist – sofern Obama gewinnt.
Also einen Obama Anhänger würde ich dann nicht meine Telefonnummer geben.
Nicht als politisches Statement, sondern weil ich einfach nicht gern ungefragt zu gespamt werden möchte.
Na da schaffe ich mir mal lieber kein iPhone an, vermute das diese Wahlkampfmethode dann sicher bald auch andersweitig genutzt wird. Dann hat das iPhone seine eigene Spamfunktion. *grusel*
Genau Mei!
Bisher waren meine Kriterien bei einer neuen Bekanntschaft immer Sympathie. Demnächst könnte es sein Handy sein. iPhone Besitzer werden dann erstmal prinzipiell aussortiert.
Naja, ich glaube nicht, dass so etwas in näherer Zukunft in Deutschland möglich wird. Andererseits soll man natürlich nie nie sagen, aber meine Sympathien verteili ich wohl trotzdem nicht nach dem Handy meines Gegenübers
Denkst du nicht das deine Sympathie flöten gehen könnte wenn du ständig Werbebotschaften geschickt bekommst?
Der große Moment rückt näher. In wenigen Stunden wissen wir, ob sich der Aufwand für Obama gelohnt hat. Hoffen wir es – und hoffen wir für die armen iPhone-Nutzer, dass das Bombardement mit Nachrichten danach aufhört
Meine Sympathien würden übrigens nicht flöten gehen. Ich würde nur meine Freunde einfach bitten, mich nicht länger zu behelligen. Und wie ich sie kenne würden sie das auch akzeptieren- Wenn nicht – tja, dann würden meine Sympathien durchaus leiden
es scheint ja geholfen zu haben!!!
na hoffentlich nehmen sich die deutschen im wahlkampf jetzt kein beispiel daran…
Warum denn nicht Chrissi hat ja gut geklappt. Obama ist Präsident.
Naja aber so viel hat er ja noch nicht geleistet !! außer heute !!