Für Französinnen gibt es kein Handy

… zumindest nicht, wenn es nach einer Tchibo-Verkäuferin aus Oldenburg geht. Was so passieren kann, wenn eine gelernte Kaffeeverkäuferin plötzlich Handys verkaufen soll, hat Catherine Rüppell am eigenen Leib erfahren. Die seit 37 Jahren in Deutschland lebende Französin wollte mit ihrer ebenfalls in Deutschland gemeldeten Freundin ein Handy kaufen. Ein Prepaid Handy, also ein Handy ohne Vertragsbindung und mit Guthabenkarte, sollte es sein. Doch der Kauf gestaltete sich schwieriger als gedacht, denn keine der beiden Frauen hatte einen deutschen Pass dabei. Diesen wollte die Tchibo Verkäuferin aber sehen. „Ohne deutschen Ausweis kein Handy!“. Auch die deutsche Meldebestätigung von Frau Rüppell konnte die Tchibo-Fachverkäuferin nicht erweichen. Erst ein Anruf beim Chef konnte die verunsicherte Verkäuferin dazu bewegen, dass Handy doch gegen die Vorlage eines EU-Ausweises und aktueller deutscher Meldebestätigung zu verkaufen.
Da hatte die Kaffee-Fachfrau wohl was falsch verstanden. Die Deutsche Justiz fordert zwar die Registrierung aller Handys, falls damit später eine Straftat begannen wird, aber sicher nicht den exklusiv Verkauf an Inländer. Eine Tchibo-Sprecherin entschuldigte sich für diesen Vorfall und erklärte, dass jeder, unabhängig von der Nationalität, ein Handy kaufen darf, sofern er einen Ausweis mit Adresse oder einen Pass mit Meldebestätigung vorlegt.

11 Antworten zu Für Französinnen gibt es kein Handy

  1. Motzki sagt:

    Jaja, die deutsche Hyper-Bürokratie verstehen nicht einmal die Deutschen selbst. Im Ausland lacht man sich in diesem Bereich wirklich kaputt über uns…Die Verkäuferin kann da eigentlich nicht viel für, diesen Gesetzes-Dschungel kann man gar nicht überblicken.

  2. Monster sagt:

    @Motzki
    Schon richtig. Man muss aber auch nicht alle Gesetze kennen. Die Gesetze, die ein von einem verkauftes Produkt betreffen, sollte man dagegen schon kennen und das ist auch nicht so schwierig, wenn man sich ein wenig Mühe gibt.
    Trotzdem ist der deutsche Gesetzes-Dschungel in der Tat ein Dschungel, den man guten Gewissens abholzen kann. Und zwar radikal.

  3. Juliane sagt:

    man versucth ja meines wisscne schon seit jahren, gegen die deutsche regulierungswut vorzugehen – mit deregulierenden regulierungen. oder so.

  4. Monster sagt:

    Hehe, ja, es wird Zeit, dass mit aller Macht des Gesetzgebers dagegen vorgegangen wird *gg

  5. Tom sagt:

    ich hab mal gelesen, dass alleine das deutsche steuerrecht soviel umfang hat wie das aller anderen eu-staaten zusammen…noch fragen?

  6. Leonie sagt:

    Oder einfach ein Zeichen, dass nicht jeder seinen Geschäftsbereiche um Artikel erweitern sollte, die mit der urspünglichen Qualifitkation seines Personals nicht zu tun hat. ;-)

  7. Tim sagt:

    ach komm, jeder verkauft doch heutzutage handys…schlecker, penny, lidl, der türkische internetshop um die ecke…

  8. Leonie sagt:

    Ja das machen die, aber die versuchen dann wenigstens nicht zu beraten.

  9. KrawallTante sagt:

    Finde ich voll krass, voll die Diskriminierung ey! Da kauf ich nicht mehr meinen Kaffee!

  10. the_one_and_only sagt:

    ja, voll krass, ey! *hihi

  11. Heinz K. sagt:

    Die quatschen eh viel zu viel.

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