Ein Vierteljahrhundert Virus

Alles begann am 10. November 1983. An diesem Tag stellte der Amerikaner Fred Cohen an der University of Southern California den ersten Computervirus vor. Er hatte sich dabei nichts Böses gedacht und ahnte nicht, welches kriminelle Potenzial er damit erschaffen hatte. Massenepidemien folgten. Allein in Deutschland gab es schon 4 Millionen gemeldete Erkrankungen durch Computerviren, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Eine Infektion die unter Umständen teuer wird, denn so ein Virus kann auch ohne seinen Nutzer mit dem Computer Überweisungen tätigen oder im Internet auf Shoppingtour gehen. Sehr beliebt bei Viren sind auch die Adressbücher der Computerbesitzer, so lassen sich die „guten Gene“ weltweit per Email verbreiten. Im Laufe der Jahre hat sich das Wesen der Computerviren jedoch sehr geändert.
Während früher Viren aus reinem Sportsgeist entwickelt und verbreitet wurden, sind die Motive heute weniger idealistisch. Im 21. Jahrhundert entwickeln Programmierer Viren, um private Daten auszuspähen und sich daran zu bereichern. Ein Virenschutzprogramm sollte deswegen so selbstverständlich sein wie wärmende Kleidung im Winter. Trotzdem scheint jeder fünfte Computernutzer der Meinung zu sein, er wäre von Natur aus immun und verzichtet auf Virenschutz, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) meldete.

10 Antworten zu “Ein Vierteljahrhundert Virus”

  1. Motzki sagt:

    Ohne Virenschutzprogramm im Internet zu surfen ist wie mit Anlauf lachend in eine Kreissäge zu springen. Ich kann es nicht fassen, dass tatsächlich jeder fünfte Computer-selbstmordgefährded ist. Die Warnungen sieht man allerorten. Solche Leute sind dann wirklich selbst schuld, wenn ihr Computer abstürzt. Zumal es ja sogar legale Freeware-Computervirenprogramme gibt.

  2. Rookee sagt:

    Muss ich zustimmen. Mir völlig schleierhaft, wie man heutzutage noch ohne Virenschutzprogramm surfen kann. Das muss man wirklich als Dummheit bezeichnen. Trotzdem sollte man an dieser Stelle nicht nur die vielleicht etwas unterbelichteten Opfer kritisieren. Die Täter sind nämlich immer noch die Leute, die Viren in den Äther schicken. Denen gebührt wirklich keinerlei Sympathie.

  3. Speedy sagt:

    unglaublich! ich kann meinen „vorschreibern“ nur zustimmen: wer ohne virenschutz surft, ist eigentlich selber schuld

  4. firefox sagt:

    ja – nichts einfacher, als sich antivir oder so runterzuladen, das behindert ja nun auch gar nicht beim surfen oder so und kosten tuts nix. kann man nur den kopf schütteln…

  5. RedKeep sagt:

    Ja, ich hab auch ewig lange ohne Virenprogramm gesurft. Und wurde dafür bitter bestraft. Irgendwann lief gar nix mehr und als ich meinen Läppi nem Freund gezeigt hab, der sich auskennt, meinte er, der Computer ist so verseucht, dass man da gar nix mehr machen kann. Aber ich beschwer mich nicht, selber schuld halt. Auch wenn es in dem Moment wirklich blöd war. Was haben Leute für ein Interesse daran, anderen den Computer kaputt zu machen?

  6. rudi71 sagt:

    zeigen, dass sie es können, vielleicht?

  7. RedKeep sagt:

    Wahnsinn. Ich kann auch mit nem Baseballschläger das Auto meines Nachbarn zu Klump hauen. Bin ich dann ein toller Hecht? Aber könnte schon sein, dass so eine asoziale Haltung dahintersteckt…

  8. Heinz K. sagt:

    Isch sach dazu nur: Surfen im Netz ohne Virenschutz ist wie vögeln ohne Gummi. ;-)

  9. Caroline sagt:

    also jetzt wirds aber nicht mehr jugendfrei hier!

  10. Nadine sagt:

    Schon 25 Jahre! Beeindruckend, dabei kommt es mir wie gestern vor als ich den ersten Atari sah und Nintendo noch der letzte Schrei war.

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