Mit dem Rechner geht alles schneller, einmal hochgefahren spart er viele Minuten kostbarer Arbeitszeit. Wie viel Zeit und damit auch Geld durch langsame Rechner verloren geht, möchte man gar nicht berechnen.
Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat es trotzdem getan. Hätte nur jeder dritte Haushalt in Deutschland einen Breitbandanschluss über Glasfaser, könnten dadurch bis zu 250.000 Arbeitsplätze entstehen. Oder anders gesagt: Eine Investition von 15 Milliarden Euro in die Infrastruktur der Informationstechnologie könnte zu Mehreinnahmen von 50 Milliarden Euro führen. Die 250.000 Arbeitsplätze sollen unter anderem in der Telearbeit entstehen.
Beim privaten oder beruflichen Gebrauch von Rechnern könnte eine Menge Geld und Zeit gespart werden. Und nicht nur das: Auch die Nerven könnten geschont werden.
Nie wieder den Bits beim Springen zu sehen, nie wieder Kaffee kochen, bis eine Webseite endlich erscheint. Vielleicht wird die Informationstechnologie endlich das, was sie verspricht zu sein?
Ein Arbeitsbeschleuniger?
Ja, und würde man sich die sinnlosen Untersuchungen des BDI sparen, die alle nur auf hätte, wenn und aber beruhen, so könnte man bestimmt auch einen netten Betrag einsparen. De Facto ist die Untersuchung doch so zu verstehen: Investiert ERSTMAL 15 Milliarden (no problemo, wir hams ja, aktuell besonders) und dann gibt es VIELLEICHT Arbeitsplätze – so wie die Arbeitnehmer es halt immer machen. Erst die Taschen öffenen und dann halbgare Versprechungen nicht halten. Ich hoffe irgendwann kommt die Zeit, in der nicht mehr jeder darauf reinfällt.
Das liegt aber auch an der Regierung. Finde wenn ein Unternehmen Geld für sowas bekommt, sollte es auch verpflichtet sein der zahlenden Gemeinschaft etwas zurück zu geben und zwar ohne maximale Gewinnspanne. Banken geben ja auch keine Gelder raus ohne was davon zu haben.
Richtig. Aber wenn so etwas vorgeschlagen wird, heißt es ja gleich: Eingriff in die freie Marktwirtschaft, wir sind wieder auf dem Weg in die sozialistische Diktatur! Und die Unternehmen sagen einfach: Verpflichtet uns zu irgendwas und wir verlegen die Arbeitsplätze in Länder, in denen wir zu nix verpflichtet werden. Und das ist ja bekanntermaßen keine leere Drohung. Die Regierung kann da also gar nicht viel machen…
Ja stimmt, ich hatte schon vergessen, dass die bösen Unternehmer grundsätzlich an jedem Übel dieser Welt schuld sind. Schon mal drüber nachgedacht, dass es ohne Unternehmen gar keine Arbeitsplätze geben würde, über deren Verlegung ins Ausland man nachdenken könnte? Und wie sollen die Unternehmen eine Garantie abgeben? Wenn das GEschäft aus irgendwelchen Gründen nicht läuft, dann können eben keine zusätzlichen Arbeitsplätze entstehen so einfach ist das. Man kann nur darauf hinarbeiten, dass die Situation für die Wirtschaft so positiv wie möglich ist (natürlich im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft) und dann hoffen, dass die Pläne klappen – was übrigens weit häufiger der Fall ist, als dass sie nicht klappen. Wenn es klappt, steht es nur nicht in der Zeitung…
soziale Marktwirtschaft? Welche soziale Marktwirtschaft? Ich seh hier nix von einer sozialen Marktwirtschaft. Ich seh hier nur Profitmaximierung mit allen Mitteln.
Ach ja? Was ist zum Beispiel mit Tarifverträgen? was mit Lohnnebenkosten? Alles Dinge, die den Arbeitgebern bei ihrer angeblichen “Profitmaximierung mit allen Mitteln” im Wege stehen, aber auch in keinster Weise angegriffen werden, zumindest im Grundsatz. Aber wenn man aus einer bestimmten Ecke heraus argumentiert (bzw. polemisiert) interessieren solche Nebensächlichkeiten natürlich nicht…
Zu dem EIntrag nochmal: Ich versteh die Kritiker wirklich nicht. Es geht hier um Investitionen in die Zukunft, denn es will ja wohl niemand bestreiten, dass das Internet die Zukunft sdarstellt – und wenn man erfolgreich sein will, muss hier entsprechend modernisiert werden. Das Glasfasernetz ist aber nicht nur für die Wirtschaft sondern auch für die privaten Kunden von Vorteil. Es gibt also in diesem Fall wirklich keinen Grund zum Meckern, es sei denn, man will mal wieder eine Allgemein-Schelte loswerden.