Ökomarkt mal anders bei Tengelmann

In einem Ökomarkt gibt es vor allem eines: Ökowaren zu ökologisch verträglichen Preisen. Ein Ökomarkt kann jedoch auch ganz anders aussehen. Wer wissen möchte, wie, sollte mal nach Speldorf in Mülheim fahren: Dort hat der erste umweltschonende Supermarkt der Kette Tengelmann eröffnet.
Doch drinnen gibt es erstaunlich wenig Ökowaren, denn der Supermarkt in Speldorf ist in seinem Grundgerüst Öko und nicht durch sein Warenangebot. „Leuchturm“ nennt Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub seine neue Filiale, die innerhalb von sieben Wochen mit einem „kleinen“ einstelligen Millionenbetrag ökologisch und energetisch optimiert wurde.
Durch das Glasdach der Filiale strömt Tageslicht in das Innere. Solarenergie sorgt für Strom, Erdwärme und Abwärme werden zum Heizen genutzt. LED-Lampen leuchten energiesparend und Kühlregale verhalten sich geschlossen, um keine Kühlenergie zu verschwenden. Laut dem Unternehmen wurden alle derzeit erhältlichen Techniken für den Umweltschutz und gegen hohe Energiepreise eingesetzt. Eine Investition, die sich lohnen soll. Herr Haub erwartet eine Reduzierung der Energiekosten von 50 Prozent und eine Verringerung des Kohlendioxidausstoßes um 100 Prozent.
Gut angelegtes Geld – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für das Image des Unternehmens. Die Energie Agentur Nordrhein-Westfalen lobt Tengelmann als großes Vorbild und Haub sieht in seinem Klima-Supermarkt die Fortführung des mittlerweile 50-jährigen Umweltengagements der Marke Tengelmann.

7 Antworten zu “Ökomarkt mal anders bei Tengelmann”

  1. Leonie sagt:

    Da haben die Supermarktbetreiber endlich mal verstanden. Erst Lidl, jetzt Tengelmann. ;-)

  2. Hört sich gut an :) . Schön wäre es natürlich wenn zusätzlich auch das Warenangebot ökologisch ist.

  3. Rookee sagt:

    Eine Verringerung des Kohlendioxidausstoßes um 100 Prozent? Das bedeutet doch quasi, dass gar kein Kohlendioxid mehr ausgestoßen wird, sehe ich das richtig? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. aber die idee finde ich grundsätzlich auch sehr gut. Hoffentlich zahlt es sich wirklich aus, dann werden dem Beispiel andere folgen.

  4. Friedrich N. sagt:

    ja, ich finde die idee auch äußerst lobenswert! diese offenen Kühltheken verbrauchen so viel energie, dabei sieht man die waren doch hinter galstüren ebenso gut

  5. RedKeep sagt:

    @Friedrich
    Die Glastüren muss man dann aber noch zur Seite schieben. Das ist vielen Menschen schon zu aufwändig – das sind die gleichen, die mit dem Auto zum Zigarettenautomaten 100 Meter weiter fahren, damit sie sich auch ja nicht bewegen müssen…

  6. Grisu sagt:

    Schade! Zu Tengelmann brauche ich dann also nicht mehr gehen, wenn es im Sommer zu heiß wird. ;-)

  7. lilli_dog sagt:

    ich find das auch schade, dass das konzept nicht durchgezogen wird und ausschließlich ökomarken im sortiment zu finden sind. obwohl, da einzukaufen könnte sich dann auch wohl niemand leisten…

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