Die Datensammelwut von Google empört die Datenschützer und entzückt die Polizei. Dank Google-Software konnte die amerikanische Polizei eine Geiselnahme schnell aufklären.
Durch die Kombination der Google Dienste „Google Street View” und „Google Maps“ bei der Ermittlung konnte ein amerikanischer Polizist eine Entführung aufklären. Opfer der Entführung war die neunjährige Natalie, Täter: ihre Oma. Am Wochenende holte die Großmutter ihre Enkelin in Athol, Massachusetts, ab und verschwand mit ihr auf Nimmerwiedersehen an einen weit entfernten Ort.
Was Oma nicht wusste: Natalie hatte ihr Handy dabei – ihr ortbares Handy. Da Oma dieses nicht als möglichen Verräter ihres Standortes sah, telefonierte sie sogar mit dem ermittelnden Police Officer Todd Neale und erklärte die Ernsthaftigkeit ihrer Absichten. Die Verfolgungsjagd ging über Tage, Oma war wild entschlossen und flüchtete immer weiter mit Natalie und ihrem verräterischen Handy.
Nach drei Tagen war dann Schluss. Officer Todd Neale bekam vom Handyprovider des Mädchens die Standortdaten übermittelt. Doch diese Daten ermöglichten noch nicht die Bestimmung des genauen Standortes. Ein GPS-Experte wurde hinzugezogen. Dieser kombinierte die Daten mit den Bildern aus „Google Street View“ und konnte dadurch auf das Budget Inn Motel im Örtchen Natural Bridge schließen. Die örtliche Polizei wurde informiert und die Entführung hatte ein schnelles Ende.
Google feiert auf seinem Blog die eigene Mitwirkung an der Auflösung des Falles – wo Oma jetzt feiert, ist allerdings nicht bekannt.
Finde ich gar nicht witzig. Allein schon der Name vom Google Blog. Will Google tatsächlich zur Weltpolizei werden? Minority Report wir kommen?