Die Schweden sind nicht so nett zu ihren Weihnachtsbäumen: Erst werden sie erschossen, und nach den Weihnachtstagen einfach aus dem Fenster geworfen.
Im ordnungsliebenden und sparsamen Deutschland geht so was natürlich nicht. Bäume werden brav beim Händler gekauft und nach den Feiertagen, im Nadelregen, vorbildlich bis vor die Haustür geschleppt. Ordnung muss sein, und da der Deutsche umweltbewusst ist, werden die Weihnachtsbäume danach noch recycelt.
Eine vorbildliche Lösung hat dabei die Stadt Hamburg gefunden. Die circa 300.000 Tannen der Stadt werden nach dem Fest von der Hamburger Stadtreinigung (SRH) nicht nur eingesammelt, sondern auch in Strom und Fernwärme umgewandelt. Dafür werden die Bäume in einer Müllverbrennungsanlage verbrannt. Die dadurch entstehende Hitze wird genutzt, um eine Stromturbine anzutreiben und Fernwärme zu gewinnen. Rein rechnerisch reichen die 1500 Tonnen Weihnachtsbäume, um 500 Haushalte ein Jahr lang mit Strom und Wärme zu versorgen. Durch den Weihnachtsbrauch kann damit die Energie von 858 Tonnen Steinkohle und gleichzeitig 2000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.
Empfänger dieses späten Weihnachtssegens sind unter anderem die Fußballer vom Hamburger Sport-Verein (HSV). Beim Spiel heizen die Relikte der Tannen den Rasen, und nach dem Spiel können sich die Spieler in der Dusche mit der Wärme von Weihnachten berieseln lassen.
schlimm genug, dass für das fest der liebe so viele bäume ihr leben lassen müssen. da ist das recyceln schon eine gute idee
wenn es sich da mal nicht um einen marketing-gag handelt. Ob sich aufwand und ersparnis hier wirklich die waage halten, bezweifle ich stark….
Ich finde das super, hab meinen Weihnachtsbaum auch an den Strassenrand gelegt. Entweder werden die Bäume dann nämlich im Tierpark an die Elefanten verfüttert oder werden in Energie umgewandelt. Ist doch eine Supersache.