Die Banken dieser Welt haben es schwer. Niemand hat ihnen erklärt, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, Kredite ohne Sicherheiten zu vergeben, noch wurden sie gewarnt, dass Aktienfonds mit maximaler Verzinsung auch immer maximales Verlustrisiko bedeuten.
Jetzt leiden sie Not, die armen Banken, denn die Finanzkrise hat sie kalt erwischt. Es ist nun Aufgabe der Gesellschaft, ihr Fortbestehen zu sichern – sie brauchen schließlich jede Million.
In einem Sozialsystem wird Notleidenden geholfen. Doch der Begriff „notleidende Banken“ ist doch etwas gewöhnungsbedürftig. Die Finanzkrise wurde schließlich durch die Banken ausgelöst, und es ist nicht so, dass die Banken Opfer einer Krise sind, für die sie gar nichts können.
Das Verhältnis von Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise würde damit auf den Kopf gestellt, begründete der Sprachwissenschaftler Horst Dieter Schlosser gegenüber der Zeitung Handelsblatt. Herr Schlosser weiß, wovon er redet, denn er war Teil der Jury, die das Unwort 2008 erwählt haben. Am Dienstag, dem 20. Januar 2009, wurden die Gewinner prämiert: Platz 1 ging an die „notleidenden Banken“.
Erst dachte ich: Igitt! Wie kann man in Müllwärme duschen, – dann kam mir das Bild von nackten Fußballern, – doch nicht so schlecht.
Der Beitrag ist gut – sollte man in dieser Form weiterverfolgen.
Hey, toller Artikel!
Diese beißende Ironie ist durchaus angebracht. Wenn man sich schon nicht anders wehren kann – denn am Ende werden sowieso wir kleinen Leute die Verlierer sein – dann sollte man wenigstens seinem Ärger mal ordentlich Luft machen dürfen…
Weiter so!
Und den notleidenden Banken wünschen wir natürlich gute Besserung!