Die spanische Verbraucherzentrale wurde damit beauftragt, eine amtliche Untersuchung gegen den Stromversorger Gesa Endesa einzuleiten. Durch eine Gesetzesänderung, welche die spanischen Stromanbieter seit Beginn des Jahres verpflichtet, monatlich abzurechnen, kam es zu zahlreichen Beschwerden der Kunden.In Spanien werden nämlich Stromzähler nur noch alle zwei Monate abgelesen, folglich wird der Verbrauch zunächst geschätzt und der in Rechnung gestellte Betrag mit der folgenden Rechnung wieder ausgeglichen.
Doch genau diese Rechnung geht nicht ganz auf, denn in Einzelfällen stieg der Betrag von beispielsweise 40 Euro auf 285 Euro, was natürlich vorerst große Löcher in die (von vornherein nicht so prall gefüllten) Portemonnaies der Iberer riss.
Das Gute an der ganzen Misere: Gesa Endesa schafft Arbeitsplätze in dieser wirtschaftlich schweren Zeit. Das Unternehmen musste nämlich auf Grund der hohen Anzahl von Beschwerden die Manpower erhöhen. Das Unternehmen behauptet, der spanische Staat sei an allem Schuld und man handle lediglich dem Gesetz entsprechend – was den leidtragenden Kunden natürlich herzlich wenig interessiert.
Man stelle sich mal vor, dass so etwas in Deutschland passiert, da würde der Baum brennen … wobei, bei den Preiserhöhungen bei Strom und gas im letzten jahr … da ist nichts mehr unmöglich