Wenn die Abwrackprämie offline geht

31. Mrz 2009

Wenn der Online-Auftritt des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ein Indikator für den Autoabsatz in Deutschland ist, dann kann es der deutschen Automobilindustrie ja gar nicht so schlecht gehen. Bereits am gestrigen Morgen brach die Seite auf Grund des Besucheransturms kaufwütiger Neuwageninteressenten zusammen.

Grund des Runs auf die Seite sind die neuen Bestimmungen zur Abwrackprämie. So kann seit dem 30. März 2009 die Umweltprämie, die dem Neuwagenkäufer 2.500 Euro für seinen Altwagen bringt, nur noch über das Internet (eben über die Seite der BAFA) beantragt werden. Gleichzeitig wurde der Erhalt der Abwrackprämie dadurch erleichtert, dass Neuwagenkäufer jetzt auch bereits mit Fahrzeugbestellungen in den Genuss der Förderung kommen können.

Bei der BAFA heißt es dazu: „Aufgrund von technischen Problemen kommt es derzeit zu Schwierigkeiten beim Aufruf und beim Ausfüllen des Reservierungsantrags.“ Zwar hatte die Behörde den Ansturm bereits vor Tagen vorausgesehen, verhindern konnte sie den Zusammenbruch ihrer Internetseite aber nicht. Lediglich einzelne Anfragen konnten bearbeitet werden.

Auch am späten Nachmittag war die Abwrackprämie immer noch offline. Die Gelegenheit für clevere Sparer, das Internet nach weiterem Einsparpotential zu durchforsten oder einige Dinge im Vorfeld zu klären, die den Neuwagenkauf erleichtern können.

Wenn schon ein neues Auto her soll, dann doch gleich in Kombination mit einer neuen Kfz-Versicherung; Ersparnis: bis zu 500 Euro im Jahr. Auch wer die Finanzierung seines Neuwagens noch nicht hundertprozentig klar hat, kann im Internet nach einer günstigen Bank suchen. Beim Thema Sprit gibt das World Wide Web zwar nicht so viel her; wer allerdings im Haushalt auf günstigen Strom oder günstiges Gas umsteigt, dem winken so manche Gratis-Tankfüllungen.


Die Evolution des Computervirus

30. Mrz 2009

Am 26.03.1999 tauchte er zum ersten Mal auf, der Computerwurm. Heute feiert er sein 10 jähriges Jubiläum. Damals zur reinen Profilierung entworfen, haben die Schädlinge heutzutage oft kriminelle Hintergründe.

David Smith hat „Melissa“, den ersten Megavirus (Wurm) entwickelt, der vor 10 Jahren die Welt in Angst und Schrecken versetzte. Der damalige Schaden wurde auf eine Summe von über 1 Milliarde $ geschätzt. David Smith wurde damals zu einer zwanzig monatigen Gefängnisstrafe und einer Geldbuße von 5.000 $ verurteilt. Die Strafe fiel daher so mild aus, da sich Smith bereit erklärte mit dem FBI im Kampf gegen weitere Viren zusammen zu arbeiten.

Vor 10 Jahren haben die Würmer Computer zum abstürzen gebracht, Grafiken auf den Bildschirm erscheinen lassen oder Inhalte von Festplatten gelöscht. Durch all dies wollten Entwickler ihre Stärke beweisen. Heute werden diese Schädlinge aber entwickelt, um sich in Computer einzuschleusen, wo sie dann Passwörter auszuspionieren. Mit diesen Zugangsdaten können dann z. B. Bankgeschäfte getätigt oder Daten der fremden Person codiert werden, die oftmals erst gegen eine Zahlung von Lösegeld wieder freigeschaltet werden. Das Ganze dient fast ausschließlich kriminellen Zwecken.

Da fragt man sich zu Recht, warum es noch keine sichere Software gegen diese Schädlinge gibt? Der Grund liegt darin, dass in der heutigen Zeit fast jede Malware eine einzigartige Unterschrift hat. Diese macht es so schwierig die Schädlingssoftware aufzuspüren. Alleine im letzten Jahr wurden ca. 20 Millionen neue solcher Malwares programmiert.

Was wäre aber, wenn die Programmierer ihre Kreativität, die sie in ihre Kriminalität stecken, sinnvoll einsetzen würden? Wie viel finanzieller Schaden würde dadurch erst gar nicht entstehen? Und um wieviel weiter könnte die Computertechnik heute schon sein, wenn das „Know-How“ der kriminellen Programmierer für neue, sinnvolle Software und Systemlösungen genutzt werden würde.

Leider ist aber das Geschäft mit Würmern und Trojanern sehr lukrativ. Von daher wird es auch in Zukunft neue Schädlinge geben, die privaten Nutzern wie Firmen stark zusetzen werden.


Frau „entsorgt“ Handy auf der Autobahn

24. Mrz 2009

Die kleinen Sünden bestraft der liebe Gott sofort. Dies muss sich auch eine 67-jährige Autofahrerin gedacht haben, nachdem sie auf der Autobahn versehentlich ihr Handy eingebüßt hatte.

Eigentlich wollte die Frau lediglich eine Bananenschale auf einer Grünfläche neben der Autobahn „entsorgen“. Bei dieser „Wurfaktion“ ging auch – aus ihr unerklärlichen Gründen – ihr Handy verloren, welches zusammen mit der Bananenschale auf dem Beifahrersitz gelegen hatte.

Auch die Autobahnpolizei, die die Frau nach Bemerken ihres Verlustes um Mithilfe bat, konnte nicht mehr helfen, und musste die Suche nach dem Mobiltelefon erfolglos einstellen. Für die ältere Dame ist der Verlust des Handys umso ärgerlicher, hätte sie doch durch eine ordnungsgemäße Entsorgung ihres Abfalls derartiges einfach vermeiden können.

Vielleicht hat die Frau aber auch Glück im Unglück. So wäre es durchaus denkbar, dass sie auf Grund ihres „Missgeschicks“ demnächst eine offizielle Einladung zu den diesjährigen Weltmeisterschaften im Handyweitwurf nach Finnland erhält. Dem Sieger winkt dort als Preis – natürlich – ein neues Handy.


Sony Ericsson präsentiert „Phantom-Handy“

20. Mrz 2009

Peinliche Präsentationspanne: Der Telekommunikationskonzern Sony Ericsson hat ein neues Handy „veröffentlicht“. Eigentlich nichts ungewöhnliches für einen Handyhersteller möchte man meinen. Kurios ist allerdings die Art der Veröffentlichung. So erfolgte die Präsentation des neuen, in Fachkreisen „Twiggy“ getauften Handys unabsichtlich auf der hauseigenen Webseite in Pressefotos, die eigentlich einem anderen Produkt gelten (den Bluetooth-Lautsprechern MS500).

Wer beim Pärchen am Strand und bei der netten jungen Dame am Balkon genauer hinschaut, der kann bei hohem Vergrößerungsfaktor das neue Handy in all seiner Schönheit bestaunen. Welche näheren Umstände hinter dieser ungeplanten Aktion standen oder ob sie von der Seite des Konzerns sogar gezielt geplant war, darüber lässt sich nur spekulieren.

PR-technisch kann diese Aktion sogar einen Sinn ergeben. Der Hype um iPhone und Google haben gezeigt, wie wirkungsvoll es sein kann, Produkte schon weit im Vorfeld von Präsentation und Verkauf in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und auch bei Sony Ericsson kann dies funktionieren.

Was am Anfang wie ein Fehler aussah, könnte sich im Laufe der zeit als brilliante Strategie herausstellen, wenn „Twiggys“ jetziger (kurioser) Schritt an die Öffentlichkeit von dieser breit angenommen und diskutiert wird. Kommt das Handy dann in die Läden und wird gut verkauft, dann können sich die Macher von Sony Ericsson die Hände reiben, weil sich eine alte PR-Weisheit wieder einmal bewahrheitet hat: „Hauptsache die Leute reden drüber.“


Klauen mit Google

19. Mrz 2009

Dass man mit Google viel Geld verdienen kann, ist nicht neu. Ein britischer Krimineller trieb es dabei allerdings – im wahrsten Sinne des Wortes – dreist auf die Spitze. So nutzte er das Programm „Google Earth“ gezielt zur Vorbereitung seiner Beutezüge.

Mit der Hilfe der Luftaufnahmen des Programms begab sich der Dieb seit September 2008 auf die digitale Suche nach Altmetall auf den Dächern altehrwürdiger Gebäude in London. Wie die britische Zeitung „The Independent“ berichtet, brachte es der Räuber mit seinem ergaunerten Altmetall bei über 30 Diebstählen auf einen Erlös von über 100.000 Euro.

Im Vorfeld suchte der Einbrecher via „Google Earth“ nach dunklen, metallenen Stellen auf älteren Gebäuden und stieg dann mit seinem Komplizen auf die Dächer, um das Metall abzubauen. Mit dieser Aktion hat sich der Variantenreichtum an Abstrusitäten, die man mit „Google Earth“ oder „Google Streetview“ betreiben kann, weiter vermehrt. Schon seit Jahren kursieren beispielsweise Bilder im Netz, auf denen (auch noch heute im offiziellen Programm!) äußerst spärlich bekleidete Menschen aus der Luft beim Sonnenbaden betrachtet werden können.

Etwas neuer ist dagegen die nicht weniger spannende Story um die Suche nach dem versunkenen Inselreich Atlantis mit der Hilfe von „Google Ocean“.

Was neue Kuriositäten rund um Google angeht, da können sich alle sicher sein: Fortsetzung folgt! Bestimmt!


Im Peugeot glücklich sein – mit DDR-Mopedschein

16. Mrz 2009

Erstaunlich, was auf Deutschlands Straßen alles möglich ist. Wie Bild.de berichtet, rammte Hans-Joachim B. (72) mit seinem Peugeot beim Rückwärtsfahren einen anderen Wagen. Als die Polizei wie vorgeschrieben die Papiere des Rentners kontrollieren will, zeigt dieser den Beamten unverblümt einen DDR-Mopedschein aus dem Jahre 1958!

Die jungen Beamten kannten den „grauen Lappen“ natürlich nicht und der Verkehrssünder zeigte sich zu aller Verwirrung zusätzlich noch uneinsichtig und meinte, dass er zu Zeiten der DDR sogar als Brummi-Fahrer in Russland, und den anderen Ostblockstaaten unterwegs war.

Erstaunlich ist es, wie Herr B. es überhaupt geschafft hat, über all die Jahre seinen PKW ohne gültigen Führerschein anzumelden oder eine KFZ-Versicherung abzuschließen. Behörden und Versicherer müssen da wohl beide Augen fest zugedrückt haben.

Hier stellt sich zudem die spannende Frage, wer denn für den entstandenen Schaden aufkommt. Der Rentner selbst, weil er überhaupt nicht mit diesem Führerschein fahren durfte oder doch die Versicherung, die versäumt hat seinen Klienten richtig zu prüfen?


Technologisches Fasten in Heiliger Mission

12. Mrz 2009

Um die Gläubigen wieder auf den Pfad der alten Tugenden zu führen, hat die katholische Kirche jüngst einen neuen Coup ersonnen.
Nach Auffassung des Bischofs der norditalienischen Diözese Modena, Benito Cocchi, sollen doch insbesondere Kinder und Jugendliche während der Fastenzeit, Enthaltsamkeit im Umgang mit Handys, Computern und Mobiltelefonen pflegen.

Die Ironie bei der Sache geht natürlich nicht verloren, wenn man bedenkt, dass diese Anordnung ausgerechnet aus Italien kommt, dem Land, in welchem nach England die meisten SMS versendet werden
Kurios ist dabei natürlich, dass die Kirche selbst das „Wasser“ der technologischen Enthaltsamkeit predigt, auf der anderen Seite aber ihren Schäfchen immer mehr digitalen „Wein“ einschenkt.

So ist beispielsweise das „SMS-Fasten“, bei dem die Teilnehmer täglich einen Bibelvers aufs Handy geschickt bekommen nur eines der Produkte der römischen Merchandisingmaschine. Auch finden sich im Internet mittlerweile zahlreiche katholische Partnervermittlungsbörsen, Blogs und Foren. Zudem betreibt der Vatikan eigene Radio- und Fernsehsender, mit denen er seine Botschaft in die ganze Welt kommuniziert.

Auch wenn die Oberen der katholischen Kirche derzeit wegen ihres Konservatismus von der breiten Öffentlichkeit kritisiert werden, so herrscht dort klar die Einsicht, dass sich die Kirche selbst auch beständig an die Zeit und an die Menschen anpassen muss, allerdings ohne dabei ihre Kernbotschaften über Bord zu werfen. Gerade bei jüngeren Leuten sind moderne Kommunikationsmittel ein wesentlicher Schlüssel zur Verbreitung der christlichen Botschaft. Wenn die Kirche also ein Mehr an technologischer Enthaltsamkeit predigt, so steckt dahinter der klare Hinweis, mit den neuen Medien und Möglichkeiten behutsam umzugehen und sie bewusst einzusetzen, nicht aber sich davon gänzlich vereinnahmen zu lassen.


Internet und Handy verdrängen die Liebe

10. Mrz 2009

Ein Leben ohne Handy und Internet? Das geht natürlich nicht! Jedoch Handy und Internet auf Kosten des Partners? Diese Frage ist schon schwieriger zu beantworten so könnte man denken. Beide Fragen hat das Branchenunternehmen BITKOM jüngst 1.000 Leuten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren im Rahmen der CeBIT in Hannover gestellt.

Nicht weiter überraschend in Zeiten der breit gefächerten und hochmobilen Kommunikationswelt; 97 Prozent der Befragten gaben an, nicht ohne Handy und 84 Prozent nicht ohne Internet leben zu können.
Allerdings überrascht es doch, dass nur 43 Prozent der Jugendlichen den aktuellen Partner dem Handy und dem Internet vorziehen würden.

Viele Jugendliche haben anscheinend einfach keine Zeit mehr für reale Partnerschaften, da der PC zum Freund/Freundin wird, bzw. sich viele in Internetbekanntschaften, Netzwerken, Communities und Online-Spielen verlieren. Traurig und gefährlich dabei ist gerade der Aspekt, dass viele nicht mehr in der Lage sind, sich durch ein breites und reales Netz an Freundschaften und Bekanntschaften soziale Kompetenz aufzubauen, ein Gut, das in unserer heutigen Dienstleistungsgesellschaft immer wichtiger wird.