Um die Gläubigen wieder auf den Pfad der alten Tugenden zu führen, hat die katholische Kirche jüngst einen neuen Coup ersonnen.
Nach Auffassung des Bischofs der norditalienischen Diözese Modena, Benito Cocchi, sollen doch insbesondere Kinder und Jugendliche während der Fastenzeit, Enthaltsamkeit im Umgang mit Handys, Computern und Mobiltelefonen pflegen.
Die Ironie bei der Sache geht natürlich nicht verloren, wenn man bedenkt, dass diese Anordnung ausgerechnet aus Italien kommt, dem Land, in welchem nach England die meisten SMS versendet werden
Kurios ist dabei natürlich, dass die Kirche selbst das „Wasser“ der technologischen Enthaltsamkeit predigt, auf der anderen Seite aber ihren Schäfchen immer mehr digitalen „Wein“ einschenkt.
So ist beispielsweise das „SMS-Fasten“, bei dem die Teilnehmer täglich einen Bibelvers aufs Handy geschickt bekommen nur eines der Produkte der römischen Merchandisingmaschine. Auch finden sich im Internet mittlerweile zahlreiche katholische Partnervermittlungsbörsen, Blogs und Foren. Zudem betreibt der Vatikan eigene Radio- und Fernsehsender, mit denen er seine Botschaft in die ganze Welt kommuniziert.
Auch wenn die Oberen der katholischen Kirche derzeit wegen ihres Konservatismus von der breiten Öffentlichkeit kritisiert werden, so herrscht dort klar die Einsicht, dass sich die Kirche selbst auch beständig an die Zeit und an die Menschen anpassen muss, allerdings ohne dabei ihre Kernbotschaften über Bord zu werfen. Gerade bei jüngeren Leuten sind moderne Kommunikationsmittel ein wesentlicher Schlüssel zur Verbreitung der christlichen Botschaft. Wenn die Kirche also ein Mehr an technologischer Enthaltsamkeit predigt, so steckt dahinter der klare Hinweis, mit den neuen Medien und Möglichkeiten behutsam umzugehen und sie bewusst einzusetzen, nicht aber sich davon gänzlich vereinnahmen zu lassen.
ist ja schön, dass sich die kirche neuen kommunikationsmedien öffnet… das alleine wird sie aber nicht retten. besser wäre es, mal alte denkmuster abzulegen und den “vor gott sind alle menschen gleich”-grundsatz in die tat umzusetzen. solange frauen in der katholischen kirche keine tragende rolle spielen, wird sie mich jedenfalls nicht sehen!
Ich glaube die wird ihren sinkenden Mitgliederzahlen nicht einfach durch die Integration von Frauen in leitende Positionen stoppen können. Da gehört schon mehr dazu.
Die Kirche wird es sehr schwer haben in den kommenden Jahren. Mal schauen was die Umstruckturierung der Kirchengemeinden in Deutschland bringen wird. Ob durch diese neuen Struktur die Kirche attraktiver wird ist auch noch eine gute Frage.
Ich glaube die wird ihren sinkenden Mitgliederzahlen nicht einfach durch die Integration von Frauen in leitende Positionen stoppen können. Da gehört schon mehr dazu. – ne klar, hab ich auch nicht behauptet…
das wäre nur mal eine maßnahme von vielen. ob eine umstrukturierung auf lokaler ebene was bringt, wag ich auch zu bezweifeln… ausschlaggebend ist für mich viel mehr, was der papst sagt, und der jetzige ist bisher ja nicht gerade durch seine liberalen und modernen ansichten aufgefallen.. na mal sehen..
ich glaub weiterhin an gott, aber nicht an die r.k. kirche