Peinliche Präsentationspanne: Der Telekommunikationskonzern Sony Ericsson hat ein neues Handy „veröffentlicht“. Eigentlich nichts ungewöhnliches für einen Handyhersteller möchte man meinen. Kurios ist allerdings die Art der Veröffentlichung. So erfolgte die Präsentation des neuen, in Fachkreisen „Twiggy“ getauften Handys unabsichtlich auf der hauseigenen Webseite in Pressefotos, die eigentlich einem anderen Produkt gelten (den Bluetooth-Lautsprechern MS500).
Wer beim Pärchen am Strand und bei der netten jungen Dame am Balkon genauer hinschaut, der kann bei hohem Vergrößerungsfaktor das neue Handy in all seiner Schönheit bestaunen. Welche näheren Umstände hinter dieser ungeplanten Aktion standen oder ob sie von der Seite des Konzerns sogar gezielt geplant war, darüber lässt sich nur spekulieren.
PR-technisch kann diese Aktion sogar einen Sinn ergeben. Der Hype um iPhone und Google haben gezeigt, wie wirkungsvoll es sein kann, Produkte schon weit im Vorfeld von Präsentation und Verkauf in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Und auch bei Sony Ericsson kann dies funktionieren.
Was am Anfang wie ein Fehler aussah, könnte sich im Laufe der zeit als brilliante Strategie herausstellen, wenn „Twiggys“ jetziger (kurioser) Schritt an die Öffentlichkeit von dieser breit angenommen und diskutiert wird. Kommt das Handy dann in die Läden und wird gut verkauft, dann können sich die Macher von Sony Ericsson die Hände reiben, weil sich eine alte PR-Weisheit wieder einmal bewahrheitet hat: „Hauptsache die Leute reden drüber.“