Alle Internet-Nutzer kennen sie und für alle sind sie einfach nur lästig – die Spam-Mails. Dabei ist die unerwünschte Werbung für den User nicht nur ärgerlich sondern frisst auch erhebliche Energieressourcen.
Wie Klimaforscher des Beratungsinstituts ICF International jüngst errechnet haben, verbrauchten 62 Billionen weltweit versandte Spam-Mails im vergangenen Jahr rund 33 Milliarden Kilowattstunden Strom durch Übertragung, Sichtung, Filterung und Löschung. Dieser Wert entspricht dem jährlichen Stromverbrauch einer Großstadt mit rund 2,4 Millionen Haushalten.
Auch für die Umweltbilanz sind diese Zahlen der Sudie zufolge verheerend. So verursacht der durch die Spams entstehende Stromverbrauch einen Ausstoß an Treibhausgasen, der dem Verschmutzungswert von 3,1 Millionen Autos im Jahr entspricht. Positiv ist allerdings, dass durch moderne Filterprogramme ein weitaus größerer Teil an Stromverbrauch und CO2-Ausstoß bereits vermieden werden kann.
Derartige Studien sind nicht neu. Ähnliche Analysen beschäftigten sich bereits in der Vergangenheit mit der Frage, wie hoch der Stromverbrauch bei einer Google-Abfrage oder bei Community-Plattformen wie Facebook oder studivz ist.
Insgesamt zeigen die Studien das große Problem auf, wie energielastig die Arbeit und der Umgang mit der Informationstechnologie geworden ist. Das Fatale daran: Der Einzelne bekommt davon relativ wenig mit, erst in der Summe der Gesamtnutzung tritt die Tragweite sichtbar hervor.
So erzeugt laut ICF-Studie bereits ein User durch seinen elektronischen Postverkehr im Jahr so viel Treibhausgas, wie ein moderner PKW bei 1.000 km Fahrleistung. Insgesamt haben die Emissionen, die auf Informationstechnologie zurückzuführen sind, mittlerweile den Umfang der Emissionen des weltweiten Flugverkehrs erreicht.
Da in Zukunft eher mit einer Zunahme bei der IT-Nutzung auszugehen ist, stehen sowohl Hardware- als auch Software-Entwickler vor zwei großen Aufgaben. Zum einen muss es gelingen, die Geräte noch energieeffizienter zu gestalten und zum anderen, der weltweiten Spam-Flut durch noch bessere Filtersysteme den Kampf anzusagen.
Und wir bleiben weiterhin bei etlichen Community-plattformen angemeldet, weil einem oft nicht bewusst ist, was das für Folgen für die Umwelt hatt.
Guter beitrag nur so macht man das Problem bekannter.
(aber leider zählt bloggen wohl auch dazu) da steck ich wohl in einer kneifmühle
Habe gestern gelesen,
dass eine Suchanfrage so viel Strom benötigt, wie eine 11 Watt Energiesparlampe in einer Stunde.
Laut WiWo