Notruf per Handy bald nur noch mit SIM-Karte

28. Mai 2009

Falls Sie irgendwo ein altes Handy ohne SIM-Karte für Notfälle deponiert haben, sollten Sie jetzt hellhörig werden. Ab dem 1. Juli 2009 funktionieren Notrufe nur noch von Handys mit eingelegter und aktiver SIM-Karte. So soll die Hemmschwelle eines Notrufs-Missbrauchs gesteigert werden, da so jeder Anrufer identifizierbar wird. Dies war bisher bei Anrufenden, die ein Handy ohne SIM-Karte benutzten nicht möglich.

Hintergrund der Änderungen: Nach Angaben der Bundesnetzagentur seien die C mit nicht ernst gemeinten Notrufen regelrecht „bombardiert“ worden sein. Zu klären sei allerdings noch, wie sich die Situation darstelle, wenn es sich um ein Prepaidhandy ohne Guthaben handele, oder wenn nur fremde Netze verfügbar seien, für die es kein Roaming-Abkommen gibt. Dazu erwartet die Bundesnetzagentur bis zum 15. Juni Stellungnahmen von Verbänden, Herstellern und Notrufzentralen.

Faktisch werden ab dem 1. Juli diesen Jahres Notrufe, die von Handys ohne SIM-Karte erfolgen, nicht mehr durchgestellt. Ab dem 1. Januar 2010 soll das Angebot dahingehend wieder erweitert werden, dass Notrufe wieder mit solchen Mobiltelefonen möglich werden, deren SIM-Karte vom Betreiber bereits deaktiviert wurden.

Spannend ist an diesem Beispiel mal wieder zu sehen, wie derartige Verfahren ablaufen. So „dürfen“ die betroffenen Institutionen (Verbände Notrufzentralen etc.) in den kommenden zwei Wochen Verbesserungsmöglichkeiten vorschlagen. Warum die betroffenen Akteure nicht gleich im Vorfeld bei der Planung der Neuerungen ins Boot geholt wurden, bleibt fraglich.

Auch stellt sich die Frage, inwieweit die Bevölkerung von den Neuerungen überhaupt negativ betroffen ist. Bei mehr als 30 Millionen verkauften Handys in der Bundesrepublik sollte sich doch ein „intaktes“ Handy für einen eventuellen Notruf finden lassen. Und wer vorher kein Handy mit SIM-Karte hatte, der hatte mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auch kein Handy ohne SIM-Karte dabei.

Insofern ist die Neuerung ein guter Ansatz, die Notruf-Hotlines von Scherzanrufen zu befreien. Verbesserungswürdig bleibt allerdings der Prozess, der eine ausgereiftere Regelung erst in einem halben Jahr möglich macht.


Happy Birthday liebe Atomlobby

26. Mai 2009

Das Deutsche Atomforum feiert seinen fünfzigsten Geburtstag und blickt auf ein halbes Jahrhundert Kernenergie in der Bundesrepublik zurück. Was auf dem Wunschzettel der Atomlobby ganz oben steht ist klar: Laufzeitverlängerungen für die deutschen Kernkraftwerke. Bisher ist der Atomausstieg für 2020 gesetzlich festgeschrieben.

Auf ihr Geburtstagsgeschenk müssen die Mitglieder des Atomverbandes aller Voraussicht nach noch bis nach der Bundestagswahl warten. Sowohl bei einem Sieg der CDU, als auch bei einer Fortführung der Großen Koalition stünde dem milliardenschweren Geschenk nichts mehr im Wege. Falls diese Szenarien jedoch nicht eintreten, wäre der nächste runde Geburtstag 2019 wohl der letzte.

„Eine noch sachlichere Diskussion über die Kernenergie“ wünscht sich Atomforum-Sprecher Martin Ressel, schließlich habe man sich selbst stets bemüht, ein „ausgewogenes, faktenorientiertes Bild von der Kernenergie“ zu vermitteln. Leider lässt die Atomlobby ab und zu eben diese Sachlichkeit und Objektivität vermissen. So tat beispielsweise der Verband Anfang der 1990er Jahre kund, dass regenerative Energien auch langfristig nicht mehr als 4 Prozent des Strombedarfs decken könnten. Schade für den Verband und gut für die Umwelt: Der Anteil der „grünen Energie“ ist mittlerweile fast viermal so hoch wie prognostiziert und damit halb so hoch wie der Anteil aller deutschen Kernkraftwerke.

Auch die aktuelle Öffentlichkeitsarbeit hinkt den eigenen Ansprüchen soweit hinterher wie das AKW Krümmel der erneuten Betriebsgenehmigung. So floppte jüngst die neue Internetkampagne „Zeit für Energieverantwortung“, da sich die Mehrheit der Homepage-Besucher gegen die heiß begehrte Laufzeitverlängerung aussprach.

Dabei sieht die Atomlobby die Ablehnung der Kernenergie in der Bevölkerung weniger in Argumenten, als vielmehr in „zu emotionalen“ Diskussionen begründet. Wie gut, dass man sich bisher meist auf seine Lobbyarbeit im politischen Bereich verlassen konnte. Insofern bleibt abzuwarten, inwieweit die Politik nach der Wahl dem mehrheitlichen Wunsch der Bevölkerung nach einem Atomausstieg auch weiterhin Rechnung tragen wird.


Energiekonzerne im „Kampf gegen die Windmühlen“

25. Mai 2009

Wie lange werden sich deutsche Windräder und Solaranlagen noch verteidigen können? Die großen Stromkonzerne ziehen nun gegen private Fotovoltaik- und Mini-Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu Felde, wie einst Don Quijote gegen die Windmühlen. Scheinbar sind sie dabei aber bisher wesentlich cleverer und erfolgreicher als ihr glückloses Vorbild.

Stein des Anstoßes: Im letzen Monat beschloss der Elektrotechnik-Verband VDE – fernab jeglicher Öffentlichkeit und mit der Stimmenmehrheit der großen Stromkonzerne – dass Hausbesitzer in Zukunft wesentlich mehr für die Nachrüstung einer Solarstromanlage oder eines hauseigenen Mikro- Kraftwerkes im Keller zahlen müssen. Trickreich wurden diese Mehrkosten in den sogenannten „Technische Anschlussbedingungen für kleine Stromerzeugungsanlagen“ versteckt. Hausbesitzer müssen nun einen zweiten Stromzähler „am zentralen Zählerplatz“ installieren. Was laut VDE „der besseren Übersichtlichkeit und Ablesbarkeit“ dienen soll, entpuppt sich aber als teurer Spaß.

Konnten früher die Extrazähler direkt am Gerät angebracht werden, so müssen diese heute im eigentlichen Zählerkasten untergebracht werden, inklusive aufwendiger Verlegung des Kabels vom Gerät zum Zähler. Nach Angaben des Bundesverbandes Kraft-Wärme-Kopplung kann dieses Husarenstück der großen Stromkonzerne die Anschaffungskosten der hauseigenen Anlage um bis zu zwanzig Prozent in die Höhe treiben.

Dies entspricht natürlich nicht den Klimazielen der Bundesregierung, sprich der Förderung regenerativer Energien und torpediert die finanziellen Hilfen des Bundes für dezentrale Stromproduzenten.

Warum greifen die Großkonzerne zu solchen Mitteln? Der Anteil der erneuerbaren Energien steigt seit Jahren stetig an und könnte sich mittelfristig zu einer Bedrohung für die Kohle- und Atomkraftwerke entwickeln. Zudem ist die Abnahmeverpflichtung des Stroms privater Produzenten den Versorgern stets ein Dorn im Auge gewesen.
Bereits jetzt fordern zahlreiche Industrieverbände, den neuzeitlichen Don Quijotes Einhalt zu gebieten. Insofern ist hier der Gesetzgeber gefragt, die Verbraucher vor der Angst der Konzerne vor zu vielen Selbstversorgern zu beschützen. Die Maßnahme des VDE ist ein teurer Schildbürgerstreich, der dem Wandel hin zu einem ökologischeren Energiemix in der Zukunft ernsthaft ausbremsen könnte. Vielmehr sollten auch gerade die Großversorger endlich einmal ihre Gewinne sinnvoll in die Hand nehmen und selbst einen entsprechenden Beitrag zu Wandel beitragen.


Ode an die fallenden Gaspreise im Sommer

20. Mai 2009

Die Gaspreise sinken deutschlandweit,
im Frühjahr wie zur Sommerzeit.
Dem sinkenden Ölpreis ist’s zu verdanken,
dass die Konzerne ihre Preise verschlanken.

Um durchschnittlich 10 Prozent sacken die Preise ab.
Das bringt die Moneten in der Geldbörse auf Trab.
Es ist fast wie ein kleines Konjunkturpaket,
doch viele beschweren sich, es komme zu spät.

Was nütze es, wenn die Preise im Sommer fallen.
Wenn die Verbraucher im Winter die teuren Tarife bezahlen.
Die Versorger sagen: „Es ist alles korrekt“.
Das hat zahlreiche Verbraucherschützer aufgeschreckt.

Die Preise fallen zu langsam und zu wenig, ihr Argument.
Geht es um Senkungen werde oft die Entwicklung verpennt.
Nein, die Ölpreisbindung funktioniere nach oben wie nach unten,
sagen die Versorger und machen sich mit ihren Gewinnen ‘nen Bunten.

Der letzte Winter hatte sich nämlich echt gelohnt.
Kaum ein Verbraucher blieb von Erhöhungen verschont.
Jetzt, wo keiner mehr heizt, wird Gas wieder billig.
Man hofft trotzdem, die Verbraucher bleiben willig.

Aber nicht alle machen die Senkungen mit.
Der größte Versorger, E.ON hält nicht Schritt.
Will auch er sich im Sommer nicht blamieren,
gilt die Devise: Preise runter und nicht weiter abkassieren.

Alle hoffen, die Preise bleiben auch im kommenden Winter stabil.
Das gilt aber nur, wenn der Ölpreis es so will.
Ansonsten ziehen die Gaspreise wieder an.
Und der kleine Verbraucher muss sehen, wo er bleiben kann.


Wie kann Generation „Offline“ online gehen?

15. Mai 2009

Auch wenn man es sich kaum vorstellen mag. Es gibt sie noch in Deutschland; Menschen die das Internet kaum oder gar nicht nutzen. Noch erstaunlicher ist die Größe der Gruppe. Fast jeder dritte Bundesbürger – also rund 26 Millionen Menschen – gehört zu den sogenannten „Offlinern“ und hat kaum Berührungspunkte mit dem World Wide Web.

Zu der großen Gruppe der „Offliner“ gehören insbesondere ältere und ärmere Menschen mit einem geringen Bildungsgrad sowie Menschen mit einer Behinderung. Um diese Menschen näher an das Internet zu bringen hat die Bundesregierung in dieser Woche die Initiative „Internet erfahren“ gestartet. Hier sollen unter anderem Internetpatenschaften dazu beitragen, die bisherigen Offliner stärker an die heutige Informationsgesellschaft heranzuführen und ihnen wichtige Kompetenzen im Umgang mit dem Internet zu vermitteln.

Der Ansatz der Internetpatenschaften könnte dabei sehr erfolgreich sein. Oftmals zeigt sich gerade bei älteren Menschen, dass es mit Blick auf das Internet große Einstiegshürden und eine gewisse Angst vor der Technik gibt. „Hab ich früher nicht gebraucht und brauche ich auch heute nicht“, ist in diesem Zusammenhang ein oft gehörtes Argument. Es zeigt sich aber häufig, dass wenn die erste Grundhürde überwunden und einfache Grundtechniken vermittelt sind, die Menschen Spaß am Surfen finden und es als eine Bereicherung und Erleichterung ihres Lebens empfinden.

Diese Feststellungen decken sich auch mit den Ergebnissen einer Befragung des Bundeswirtschaftsministeriums, in der 75 Prozent der „Offliner“ angaben, dass sie niemanden hätten, der sie mit den Techniken des Internetumgangs vertraut machen würde. Gerade hier können Internetpatenschaften somit eine echte Chance bieten.


T-Mobile und Vodafone contra Skype

13. Mai 2009

Kostenlos telefonieren mit dem Handy? Dagegen sperren sich die beiden Telekommunikationsgiganten T-Mobile und Vodafone. Nach einem Bericht der Zeitung „Die Welt“ von dieser Woche wollen beide Konzerne keine Geräte des finnischen Herstellers Nokia mit einer Skype-Funktion vertreiben.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte der weltweit größte Handy-Hersteller mit dem Internet-Telefoniedienst eine Integration von Skype-Features in Nokia-Geräte vereinbart. Dass das den Mobilfunkunternehmen nicht schmeckt, dürfte klar sein. Schließlich können Skype-Nutzer untereinander kostenlos telefonieren und zahlen für Gespräche in Telefonnetze oder ins Ausland nur sehr geringe Beiträge. Da aber die Gesprächskosten, deren Gebühren bei den Mobilfunkunternehmen wesentlich höher liegen , die Haupteinnahmequelle der Telekommunikationsanbieter darstellen, sind diese natürlich „not amused“. Aus ihrer Sicht verständlich, stelle man sich im übertragenen Sinne doch einmal vor, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder der Bahn umsonst fahren zu können, nur weil man beispielsweise einen blauen Anstecker an der Jacke trägt.

Natürlich werden die Mobilfunkkonzerne offiziell nicht so deutlich mit Blick auf die Thematik und verweisen lieber darauf, dass die Netze für eine solche Art der Nutzung nicht ausgelegt seien. Schade eigentlich, denn dann werden ja wohl auch nicht die vielen anderen (natürlich kostenpflichtigen) Neuerungen und Anwendungsmöglichkeiten kommen können, die viel Übertragungskapazitäten kosten.

Bei Vodafone hat man sich zum Thema Skype schon etwas Besonderes überlegt. Mit entsprechenden Datentarifen soll hier die Nutzung von Skype-Diensten möglich gemacht werden. Diese Tarife würden aber wiederum das Prinzip von Skype ad absurdum führen. Schließlich kosten sie bares Geld und der Skype-Rebell, der seinem Anbieter beim Telefonieren ein Schnippchen schlagen wollte, könnte je nach Ausgestaltung der Tarife ein böses Erwachen erleben. Vodafone hat in diesem Fall schnell erkannt, dass sich auch mit „kostenlosen“ Angeboten viel Geld machen lassen kann, wenn man dem eigentlichen Produkt oder Dienst nur eine neue „Verpackung“ überstülpt.


Hilflos ohne Internet und Handy

8. Mai 2009

Der moderne Mensch hat es nicht leicht. Von Einflüssen und Auswüchsen moderner Informations- und Kommunikationstechnik umgeben und geradezu erschlagen möchte man ihm ab und zu mal eine Auszeit gönnen – ihm das Gefühl der guten alten Zeit geben, als Informationen und nonverbale Kommunikation noch mit Feder und Tinte im Schein der Wachskerze oder Öllampe entstanden sind.

Dass der moderne Mensch vielfach aber gar nicht der „Technikfalle“ entrinnen will und den vermeintlichen Fluch sogar als Segen empfindet, sprich sich ohne moderne Kommunikationsmittel wie Handy und Internet hilflos fühlt, hat jetzt das Online-Portal Yahoo ermittelt. Demnach würde sich jeder dritte Internetnutzer aufgeschmissen und hilflos fühlen, wenn das Internet für 48 Stunden offline gehen würde. Bei der Handynutzung sind die Zahlen sogar noch höher.

In der Praxis „getestet“ hatte dies ja erst kürzlich die Telekomtochter T-Mobile, deren rund 40 Millionen Kunden in Deutschland im Rahmen eines großen „Feldexperimentes“ für mehrere Stunden von der mobilen Welt abgeschnitten waren.

Noch vor wenigen Jahren, als das Internet noch nicht so etabliert war, gab es den prägnanten Werbeslogan von Boris Becker mit RTL und der markanten Frage „Bin ich schon drin?“. Heute heißt es für viele Nutzer getreu dem Motto einer bekannten RTL-Show: „Ich bin Online – ich will hier nicht mehr raus.“ Mal ehrlich – bei vielen Berufen oder in manchen Alltagssituationen ist es ja einzusehen, dass Handy und Internet wirklich nützlich und nötig sind. Ein wenig digitale Enthaltsamkeit kann aber auch nicht schaden, um den Puls der Zeit und sich selbst ein wenig zu entschleunigen. Die so gewonnene Zeit ließe sich zudem für wirklich nützliche und schöne Sachen verwenden. Schreiben Sie z.B. Ihren Liebsten doch mal eine „analoge“ Karte – am besten mit Feder und Tinte oder Kalligraphiefüller – damit machen Sie viel mehr Freude als mit jeder elektronischen Post oder SMS.


Energiehunger des Internets wächst rasant

6. Mai 2009

Die britische Zeitung „The Guardian“ schlägt Alarm. Nach einem Bericht des Blattes ist der Strombedarf des Internets in den letzten Jahren rasant gestiegen, so dass schon heute viele Online-Anbieter mit den damit verbundenen Kosten zu kämpfen haben. Zudem belastet die Nutzung des Internets in verstärktem Maße die Umwelt, da durch den steigenden Energiebedarf auch die Treibhausgasemissionen steigen.

Eine verlässliche Angabe zum gesamten Stromverbrauch des Internets gibt es allerdings nicht. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift „New Scientist“ schätzt den jährlichen Energiebedarf der Internet-Rechenzentren auf rund 150 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht im Vergleich in etwa dem Gesamtverbrauch an Strom aller deutschen Haushalte. Noch vor wenigen Jahren sei der Energieverbrauch hingegen nur halb so hoch gewesen.

Auch mit Blick auf die durch den Stromverbrauch verursachten Emissionen an Treibhausgas wird das Internet zu einer zunehmenden Belastung für die Umwelt. So verursacht die Bereitstellung von 150 Milliarden Kilowattstunden Strom in der Erzeugung rund 75 Millionen Tonnen Kohlendioxid, legt man die deutschen Erzeugungsdaten zu Grunde. Auf einen ähnlichen Wert kommen rund 25 Millionen umweltschonende Autos mit einer Fahrleistung von 20.000 km im Jahr.

In der Forschung wird mittlerweile fieberhaft nach Lösungen gefahndet, wie dem wachsenden Energiehunger des Internets auf umweltschonende Weise Rechnung getragen und Einhalt geboten werden kann. Die Überlegungen gehen hier von der verstärkten Nutzung regenerativer Energien bis hin zu Verfahren einer für den Nutzer kaum bemerkbaren Verlangsamung des Internets durch neue technische Standards, die den Energiebedarf senken sollen.

Werden diese Maßnahmen allerdings reichen, um den Stromhunger des World Wide Web zügeln zu können? Angesichts der Tatsache, dass die Nutzungsdauer in den Industrieländern weiter steigt und die Zahl der Nutzer in den Schwellen- und Entwicklungsländern exorbitant zunimmt, ist hier eher Skepsis angesagt, zumal die meisten Projekte bislang nur auf dem Papier existieren. Vielmehr wird die weltweit wachsende Nachfrage nach dem Internet auch in den kommenden Jahren durch weitere Rechenzentren gedeckt werden, die ihrerseits den Gesamtverbrauch an Strom weiter in die Höhe treiben.