Energiehunger des Internets wächst rasant

Die britische Zeitung „The Guardian“ schlägt Alarm. Nach einem Bericht des Blattes ist der Strombedarf des Internets in den letzten Jahren rasant gestiegen, so dass schon heute viele Online-Anbieter mit den damit verbundenen Kosten zu kämpfen haben. Zudem belastet die Nutzung des Internets in verstärktem Maße die Umwelt, da durch den steigenden Energiebedarf auch die Treibhausgasemissionen steigen.

Eine verlässliche Angabe zum gesamten Stromverbrauch des Internets gibt es allerdings nicht. Die wissenschaftliche Fachzeitschrift „New Scientist“ schätzt den jährlichen Energiebedarf der Internet-Rechenzentren auf rund 150 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht im Vergleich in etwa dem Gesamtverbrauch an Strom aller deutschen Haushalte. Noch vor wenigen Jahren sei der Energieverbrauch hingegen nur halb so hoch gewesen.

Auch mit Blick auf die durch den Stromverbrauch verursachten Emissionen an Treibhausgas wird das Internet zu einer zunehmenden Belastung für die Umwelt. So verursacht die Bereitstellung von 150 Milliarden Kilowattstunden Strom in der Erzeugung rund 75 Millionen Tonnen Kohlendioxid, legt man die deutschen Erzeugungsdaten zu Grunde. Auf einen ähnlichen Wert kommen rund 25 Millionen umweltschonende Autos mit einer Fahrleistung von 20.000 km im Jahr.

In der Forschung wird mittlerweile fieberhaft nach Lösungen gefahndet, wie dem wachsenden Energiehunger des Internets auf umweltschonende Weise Rechnung getragen und Einhalt geboten werden kann. Die Überlegungen gehen hier von der verstärkten Nutzung regenerativer Energien bis hin zu Verfahren einer für den Nutzer kaum bemerkbaren Verlangsamung des Internets durch neue technische Standards, die den Energiebedarf senken sollen.

Werden diese Maßnahmen allerdings reichen, um den Stromhunger des World Wide Web zügeln zu können? Angesichts der Tatsache, dass die Nutzungsdauer in den Industrieländern weiter steigt und die Zahl der Nutzer in den Schwellen- und Entwicklungsländern exorbitant zunimmt, ist hier eher Skepsis angesagt, zumal die meisten Projekte bislang nur auf dem Papier existieren. Vielmehr wird die weltweit wachsende Nachfrage nach dem Internet auch in den kommenden Jahren durch weitere Rechenzentren gedeckt werden, die ihrerseits den Gesamtverbrauch an Strom weiter in die Höhe treiben.

2 Antworten zu Energiehunger des Internets wächst rasant

  1. Zeimen sagt:

    Also der Energieverbrauch wird auf jeden fall noch steigen in diesem Bereich in den nächsten Jahren. Da bleibt nur zu hoffen, dass dort blad eine Lösung der Wissenschaft folgt.

  2. linchen95 sagt:

    das ist doch mal wieder eine tolle nachricht für unsere 4 stromriesen? naja dann sollten die leute wohl noch besser über einen wechsel nachdenken

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