Im Kampf gegen Internetpiraterie – Schluss mit den rechtsfreien Zonen im Internet

Heute startet der Internationale Mediendialog in Hamburg, auf dem deutsche Verlage dem rechtsfreien Zonen im Internet endgültig einen Riegel vorschieben wollen. Sie legen eine gemeinsame Resolution zum Schutz des geistigen Eigentums vor und appellieren an den Gesetzgeber.

Zum Internationalen Mediendialog treffen sich in den nächsten Tagen über 500 Medienvertreter aus aller Welt im Hamburger Rathaus, um aktuelle Probleme der Branche zu erörtern.
Sie alle wollen nun an die Politik appellieren endlich ein Leistungsschutzrecht für Presseverlage durchzusetzen. Der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer AG Mathias Döpfner bezeichnete bei bild.de den unzureichenden Schutz des geistigen Eigentums als „ein Unding“, Presseverlage wären bis heute die einzigen Werkmittler, die kein Leistungsschutzrecht genießen.

Der Vorteil, den ein solches Leistungsschutzrecht mit sich bringen würde wäre, dass man gegen den im Internet tägliche stattfindenden Rechtsbruch – den Diebstahl des geistigen Eigentums – endlich systematisch vorgehen könnte. Darüber hinaus würde die Rechtsposition gegenüber den Suchmaschinen gestärkt und das Angebot der Webseiten könnte differenzierter und umfangreicher gestaltet werden. Das Leistungsschutzrecht kann zwar die Piraterie im Bereich des geistigen Eigentums nicht verhindern, es könnte aber dafür sorgen, dass das illegal erbeutete geistige Eigentum auch als solches behandelt wird und den legalen Teil des Internets nicht mehr passieren kann.
In diesem Zusammenhang kam Döpfner auch auf die teilweise umstrittene Rolle der Suchmaschinen zu sprechen. Es ginge nicht darum, etwas gegen Google zu unternehmen, aber auch Google müsse bestimmte Gesetze respektieren.
Würde wie gefordert ein Leistungsschutzrecht für das geistige Eigentum erlassen, wäre den Internetpiraten jedenfalls ein weiterer rechtlicher Riegel vorgeschoben und das Vorgehen gegen solchen Diebstahl wäre für die Geschädigten massiv erleichtert. Das gebetsmühlenartige Gejammer Vieler, dass so etwas sowieso nichts bringt, ist insofern stagnativ, als dass man auch mit einem Leistungsschutzrecht nicht jeden Winkel des Internets „sauber“ halten kann. Was jedoch erreicht werden kann und sollte ist, dass für Journalismus wie für Film und Musik legale Plattformen ausgebaut und die Hauptstraßen des Internets aus der Gewalt der Internetpiraten befreit werden.

3 Antworten zu Im Kampf gegen Internetpiraterie – Schluss mit den rechtsfreien Zonen im Internet

  1. aussiechick sagt:

    Worum gehts hier?

    Das ich nicht einfach texte kopiere und in meinen Kontent einbaue oder was?

    Kann mir das jemand sagen?

    cya

  2. karlchen sagt:

    es müssen dem einfach grenzen gesetzt werden und zwar rechtliche. betroffene haben momentan keine reelle chance dagegen vorzugehen.

  3. Nestflo sagt:

    @aussieschick: Also genau so ist es gemeint. Und da gibs noch eine Lücke im Gesetzt, dass man dies besser verfolgen kann. Mal schauen wie man das Ganze dann ontrolliert? Gibs da dann Software für?

    Keine Ahnung die werden sich da schon was ausdenken.

    MfG,
    Nestflo

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