Der Bürgermeister des kleinen Städtchens Langen, Thorsten Krüger, will die leeren Gemeindekassen auffüllen – mit Hilfe von Google Earth. Langen soll als Werbegrund fungieren – Experten sehen das jedoch mit großer Skepsis.
Krügers Idee ist es, seine Stadt zu vermarkten – auf ungewöhnliche Weise. Zwar ist Langens finanzielle Situation nicht besonders besorgniserregend, aber auch 1,4 Millionen Euro Zinsen jährlich können einem Kopfschmerzen bereiten. Seine Vision: Große Marken könnten sich via Google Earth in der Landschaft von Langen präsentieren, auf Ortsschildern, Fassaden öffentlicher Gebäude und auf Grünflächen.
Das Ordnungsamt sieht das allerdings weniger optimistisch und erklärte promt, Hoheitszeichen dürften nicht als Werbeträger dienen. Aber auch hierbei bleibt Krüger zuversichtlich und geht sogar noch weiter. Man könnte große freie Flächen auf der Landkarte mit Logos und Schriftzügen versehen. Wenn man dann mit Google Earth auf Langen zuschwebt, würde sich einem in der Tat ein außergewöhnliches Bild bieten.
“Das zeigt doch, dass Städte und Gemeinden auch kreativ sein können”, findet Google-Sprecher Stefan Keuchel. Allerdings nehme Google keine Bildbestellungen entgegen, so Keuchel gegenüber Spiegel Online. Etwas anderes wäre es aber, wenn Google seine mittlerweile fünf Jahre alten Bilder von Langen erneuern wollen würde.
Werbeexperten äußern sich diesbezüglich jedoch eher zurückhaltend. Einig scheinen sie sich aber darüber zu sein, dass es eventuell zu einem mittlelmäßigen Erfolg kommen könnte. Ob dieser jedoch anhalten, den Aufwand und die zuvor entstehenden Kosten rechtfertigen könnte, wäre jedoch eher fraglich.
“Willkommen in Coca-Cola-City” könnte sich für den Einen oder Anderen anfangs vielleicht eher komisch bis lächerlich anhören. Andere würden bei der Umsetzung der Idee auf den Aspekt verweisen, dass unser Alltag sowieso schon von einer regelrechten „Werbeflut“ erdrückt wird. Was Krüger allerdings auszeichnet, ist sein Bestreben, in Zeiten der Wirtschaftskrise und der leeren Kassen einen völlig neuen Weg zu gehen. Gebetsmühlenartige Jammertiraden über Haushaltslöcher, die im Normalfall ausschließlich mit Neuverschuldungen geflickt werden und die allgemeine wirtschaftliche Verzweiflung in Zeiten der Finanzkrise gehen einem irgendwann auf die Nerven. Menschen wie Krüger, die dem auf außergewöhnliche Art und Weise nachzukommen versuchen, sieht man leider viel zu selten.
Was soll ich von dieser Sache halten. Ich glaube nicht, dass die Werbung bei google earth rentabel wäre und wenn langen demnächst coca cola city heißen würde das wäre ja echt mal blöd.
von daher lobe ich mir den bürgermeister der sich geadnken macht aber da sollte er über ne andere idee nachdenken seine kassen zu füllen
Wer weiß…Vielleicht zieht es jedenfalls eine Weile. Und auch wenn nicht – besser innovativ und vlt. nicht so erfolgreich, als einfach nur stillhalten und meckern.