Nach Googles direkter Kampfansage mit dem geplanten Start des Betriebssystems „Google Chrome OS“ scheint bei Microsoft eine hektische Betriebsamkeit ausgebrochen zu sein. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass Microsoft – auch mit Blick auf die mediale Aufmerksamkeit – selbst neue Produkte unter Hochdruck auf den Markt bringt und bereits weitere Neuerungen für die kommende Zeit ankündigt.
So veröffentlichte Microsoft gestern die erste Version seiner neuen Bürosoftware „Office 2010“. Das neue „Office-Paket“ kann vorerst nur von Unternehmen und Entwicklern getestet werden, bevor es für jedermann zugänglich wird. Nach Angaben von Microsoft könne die neue Software auf jedem Mobiltelefon oder Computer für Web-Anwendungen genutzt werden. „Office 2010“ wird es künftig nicht wie bisher in acht, sondern nur noch in fünf verschiedenen Varianten geben. Darüber, was das Ganze kosten wird, hat Microsoft sich bis jetzt noch nicht geäußert. Die Office-Web-Anwendungen werden voraussichtlich über drei verschiedene Kanäle benutzbar sein. Nutzern von Windows Live wird demnach ein kostenloser Zugriff auf die Web-Anwendungen gewährt werden. Unternehmen können das Programmpaket abonnieren und dann auf ihren eigenen Servern betreiben. Darüber hinaus will Microsoft kostenpflichtige Abonnements für den Online Service anbieten.
Unter Branchenexperten wird momentan zudem gemunkelt, ob Microsoft auf seiner Partnerkonferenz in New Orleans auch Einzelheiten zu Windows „Azure“ bekannt geben wird. Es handelt sich dabei um eine Online-Anwendung, die klassische Funktionen des Betriebssystems und zusätzliche Dienste nicht mehr nur über den eigenen Rechner, sondern auch über das Internet anbieten soll und bereits im August letzten Jahres angekündigt wurde.
Microsoft antwortete mit seinen aktuellem Produktveröffentlichungen und -plänen schneller als gedacht auf das neue „Google Chrome OS“ – ein eigenes Betriebssystem des Internetriesen, das für Schlagzeilen sorgte und mit dem Microsoft empfindlich im seinem Allerheiligsten getroffen wurde.
Aber nicht mit Microsoft! Die beiden High-Tech-Giganten liefern sich seit geraumer Zeit ein erbittertes Duell, bei dem beide versuchen, den jeweils anderen in seinen Kerngeschäften signifikante Marktanteile abzujagen. Bill Gates sagte vor kurzem, das Unternehmen, welches Microsoft zu Boden ringt, sei noch nicht gegründet worden. Wahrscheinlich hat er damit Recht, denn weder Google, noch Microsoft können dem jeweils anderem in seiner Kernbranche das Wasser reichen. Nach Expertenmeinungen kosten die neuen Markterschließungen beide Konzerne mehr Geld als alles andere. Wahrscheinlich stimmt das auch. Ein bisschen Schall und Rauch in der Computerbranche ist aber doch ganz spannend. Und da der Schlagabtausch in immer kürzeren Abständen erfolgt, kann man gespannt sein, was als nächstes passiert.
ohman, ist das ein unsinn! gibts nichts interessanteres? also ich sag mal so, was hier steht ist ja nicht schlecht, aber es passiert doch bestimmt weltbewegenderes, oder?
ich freu mich schon auf das neue excel 2010!!