Viele Umweltbewusste investieren in so genannte Ökofonds von Konzernen, die angeblich die Umwelt schützen wollen. „Ethik“ oder „Öko“ sind im Bankwesen aber ziemlich dehnbare Begriffe. So investieren Menschen, die die Umwelt retten wollen, oft nicht nur in regenerative Energien, sondern auch in Aktien von Airlines, Autoherstellern und Erdölunternehmen.
Mit gutem Gewissen in umweltpolitisch korrekte Geldanlagen investieren ist gar nicht so einfach. „Öko“ ist heute ein Trendbegriff in der Investmentbranche. Ökofonds investieren dabei durchaus in Firmen, die auf nachhaltige Ressourcennutzung bedacht sind und die Umweltauswirkungen ihres Handelns in den Punkten Planung, Produktion, Nutzung, Verwertung und Entsorgung möglichst klein halten wollen. Dass die Investition in einen solchen Fonds aber ausschließlich dem Umweltschutz gilt, ist nicht gesagt. Eine eindeutige Definition, bis wohin die Bezeichnung Ökofonds reicht, existiert nicht.
Ökofonds entstehen durch Aktien, die zu Index-Paketen gebündelt werden. Als Selektionskriterium bei der Auswahl passender Unternehmen hat sich das „Best-in-Class“-Prinzip durchgesetzt. So werden Firmen, denen in ihrer Branche eine Pionierrolle in Bezug auf ihre ökologischen Maßstäbe zugesprochen wird, ausgewählt. Diese Unternehmen schaffen es dann in einen Öko- oder Nachhaltigkeitsfonds. Beispielhaft ist hier Erdölriese „Total“, der unter anderem ein paar Meeresenergieprojekte fördert, und es so als Gesamtunternehmen in mehrere Nachhaltigkeitsfonds geschafft hat.
Grundsätzlich ist es sicherlich sinnvoll in Ökofonds zu investieren. Allerdings sollte man sich vorab genau informieren, in was – und vor allem in wen – man sein Geld steckt. Dass in Erdöl-Multis wie Total durch Ökofonds investiert wird, ist einigen, die ihr Geld im Bereich nachhaltiger Entwicklung anlegen wollen, mit Sicherheit nicht bewusst. Hier ist neben deutlich mehr Transparenz in der Beratung auch eine staatliche Vorgabe von Nöten, die regelt, wer sich im Investmentbereich mit der Bezeichnung „Öko“ schmücken darf und wer nicht.
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Das hätt ich aber auch nicht gedacht.. Die schämen sich auch für nichts. Ich persönlich falle auch oft auf Worte wie Öko oder umweltfreundlich rein..