Angela Merkel ist wegen der umstrittenen Geburtstagsfeier für Josef Ackermann weiter heftiger Kritik ausgesetzt. Sozialdemokraten verlangen nun genaue Aufklärung und wollen darüber hinaus wissen, ob durch Steuergelder finanzierte Feierlichkeiten öfter abgehalten wurden.
Ein Abendessen für den Chef der Deutschen Bank im Frühjahr 2008, das im Kanzleramt stattgefunden haben soll, sorgt für immer größere Aufregung. Mittlerweile wird es sogar schon als Wahlkampfthema deklariert. Ackermann hatte im ZDF berichtet, dass die Kanzlerin ihm angeboten hatte, 30 Gäste in das Kanzleramt einzuladen. Allein 2100 Euro sollen zu diesem Anlass nur für das Servicepersonal ausgegeben worden sein. Die SPD verlangt nun eine genaue Kostenangabe für den Abend und will wissen, ob weitere Veranstaltungen dieser Art im Kanzleramt stattgefunden haben.
SPD-Haushaltsexperte Johannes Kahrs sagte gegenüber der „Passauer Neuen Presse“, das Kanzleramt wäre keine Event-Agentur und schon gar nicht auf Kosten der Steuerzahler. „Wir sind doch keinen Bananenrepublik“, war sein verärgerter Kommentar. Ein Regierungssprecher betonte dagegen, Ackermann hätte seinen Geburtstag nicht im Kanzleramt gefeiert. Angela Merkel hätte nur das Jubiläum des Chefs der Deutschen Bank zum Anlass genommen, ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu veranstalten. Der Bund der Steuerzahler findet nach Informationen von Handelsblatt.com allerdings, der Vorwurf stünde auf sehr wackeligen Beinen, da die Veranstaltung keinen privaten Charakter gehabt hätte.
Sowohl Dienstwagen-Affären als auch mysteriöse Abendessen taugen als Wahlkampfthema eher wenig. Es ist vielmehr ein Armutszeugnis, dass mit lächerlichen Affären von den zu genüge vorhandenen Problemen abgelenkt wird. In Ordnung sind diese Geschichten trotzdem nicht. Um die Situation zu retten, haben wir einen Tipp für unsere Kanzlerin, wie sie in Zukunft massive Einsparungen vornehmen könnte, ohne viel Zeit dafür verschwenden zu müssen: Mit Tarifrechnern im Internet wie toptarif.de sind hohe Einsparungen zum Beispiel im Energiebereich, aber auch bei Versicherungen möglich (falls einer der Gäste mal etwas mitgehen lässt, oder im Eifer des Gefechts etwas umstößt). Auf diesem Weg könnte der Steuerzahler spürbar entlastet werden und eventuelle Abendessen im Kanzleramt würdem ihm weniger Magenverstimmungen bereiten.
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