E.ON droht Pleite mit neuem Kraftwerk

Einem Milliardebprojekt von E.ON droht ein finanzielles Desaster. Wegen einer fehlenden Baugenehmigung muss der Energieriese sein neues Großkraftwerk im nordrhein-westfälischen Datteln vielleicht abreißen. Der Grund dafür ist eine Wohnsiedlung in unmittelbarer Nähe. Sollte das Projekt kippen, würde das höchstwahrscheinlich gravierende Folgen für den Steuerzahler haben.

E.ON könnte eine kapitale Bruchlandung bevorstehen. Nach Informationen von WELT-ONLINE will die Umweltschutzorganisation BUND einen unverzüglichen Baustopp für das 1,2 Milliarden schwere Großprojekt fordern. Dem soll der Abriss des bereits Gebauten und die anschließende Renaturierung folgen. Die Chance für den BUND stehen dabei nicht schlecht. Ende der letzten Woche hatte das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) geurteilt, das Kraftwerk verfüge über keine gültige Baugenehmigung. Damit verstoße es gegen die nordrhein-westfälische Landesplanung.

In Datteln ist der Rohbau bereits fertig gestellt, erste Anlagen installiert und im nächsten Jahr sollte der Probebetrieb beginnen. 2011 sollte das Kraftwerk dann voll ausgelastet ans Netz gehen. Falls der Baustopp nun tatsächlich durchgesetzt werden sollte, wird es mit der Einhaltung dieses Zeitplanes allerdings schwierig. Die Möglichkeit einer Revision gegen das Urteil des OVG ist nicht möglich. Allenfalls die Nichtgestattung der Revision könnte eine Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht ermöglichen. In einem weiteren Verfahren könnte E.ON dann vor das Bundesgericht ziehen. Das Ganze würde Jahre dauern und selbst bei Gewinn des Prozesses einen enormen Schaden verursachen.

Ein Sprecher des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) gab gegenüber WELT-ONLINE verärgert zu bedenken, dass man bald überlegen müsse, wo der Strom überhaupt herkommen sollte, wenn das Bauen von Kraftwerken unmöglich wird. Bei E.ON ist man dagegen eher ratlos: “Wir sind mehr als überrascht”, war das Einzige, was ein Sprecher zu der brenzligen Situation sagen wollte.

Die Stadt Datteln will das Urteil nun genau prüfen und danach über die nächsten Schritte entscheiden. In dem Zuständigkeitsdschungel, der Deutschland beherrscht, wird das sicherlich nicht einfach. Staatliche Behörden, jede Menge Juristen und natürlich die Zuständigen aus der Energiewirtschaft wollen mitreden. Das Argument, dass ein Baustopp schwerwiegende Folgen für den Steuerzahler hätte, ist altbewährtes Druckmittel und leider immer noch hochwirksam. Als Steuerzahler stellt man sich doch die Frage, warum man milliardenschwere Fehler eines Energieriesen oder auch solche einer verschlafenen Stadtverwaltung durch höhere Strompreise tragen muss, wenn auf der anderen Seite die enormen Gewinne der Energieriesen auch nicht an die Verbraucher weiter gegeben werden.

4 Antworten zu E.ON droht Pleite mit neuem Kraftwerk

  1. harrylo sagt:

    Diesen Arschlöchen geschieht das ganz Recht! Der Steuerzahler darf einfach kein Druckmittel sein, da fehlt es an Unterstützung der Politik. Dieser scheiß Lobbyismus ist derartig nervtötend..Und wer soll bitte verstehen, warum eine Genehmigung plötzlich nicht mehr gültig ist?

  2. johannesK sagt:

    wieso konnte denn mit dem Bau überhaupt angefangen werden, wenn es keine Genehmigung gab? Und wofür soll der Steuerzahler aufkommen? Verstehe ich nicht. Schadensersatz für eine nachträglich entzogene Genehmigung wird es ja wohl nicht sein. Wohl eher entgangene Gewerbesteuer, lokal in Datteln?

    Natürlich muss man sich auch als BUND mal fragen, ob da Kosten und Nutzen der Blockadepolitik im Einklang stehen. 1,2 Mrd einfach wegwerfen kann es ja nicht sein. Schliesslich wird die Kapazität ja gebraucht und dann muss an anderer Stelle wieder von Null angefangen werden zu bauen. Komische Vernichtung von Wohlstand in unserer deutschen Volkswirtschaft, ob es nun Geld der E-ON Aktionäre ist oder von wem auch immer. So würde China wahrscheinlich keine 1,2 Mrd rauswerfen, da dort Wohlstand wichtiger ist als missionarisch-ideologisch getriebenes Blockieren. Wenn es nach manchen Bürger-Initiaven ginge, dann würde in Deutschland sowieso keine neue Autobahn, kein Kraftwerk und kein Flughafen mehr betrieben geschweige denn neu gebaut. Und Strom kommt weiter einfach aus der Steckdose, dass ist eh viel Umwelt- und Anwohner-freundlicher als ein Kraftwerk.

  3. Frank sagt:

    das ganze luegenproject,

    und die letzte luege wird auch noch enttarnt …
    besser geld weg als leben weg…. das isr fakto…

    das geld wurd ja ausgegeben zum bau,
    familien und arbeiter haben das.
    verloren haben nur die aktionaere,
    verloren hat ruf eon AG bei mir mit ist auf never feed with money again.
    taste like killer… of nature and smile in your face.
    wenn eon konkurs ist, ist die schlacht vorbei.

    wir brauchen neue gesellschaftsstrukturen,
    dazu muss dieses projekt sterben damit wir demnaechst frei von der eon comerz diktatur sind.

    only nur profit von ags als perfect leitfaden unserer gesellschaftsstruktur aufdiktiert, nein danke.

    gesellschaftsaenderung in richtung green energy ist auch adaequat erhoehung der lifestyleenergie von vielen.

    milliarden global…. wenns ums ueberleben geht….
    na…. es gibt jetz wohl doch nen gesellschaftsmaessigen klimawandel.
    oder lieber climatic change is a lie… ich heiz euch ein..
    und wer stirbt als naechstes fuer deren profit.

    herr rutgers ihre meinung zuerst……
    oder voraus…
    abzocken der oberabzocker auf die tagesordnung…
    und nix vip laws …. das ist alles nur geklaut.
    solange die kasse stimmt.

    was geklaut ist ist die zukunft der kinder sowie die lebensqualitaet des volkes, ich sprech hier nicht von co2

    sondern das das nen trojan projekt ist um independent green energy am keim abzutoeten und dann als masterplan die konkurs reste aufzukaufen
    um dann unter eon flagge das diktator symbol best aleinversorger ueber nrw zu hissen.
    demnaechst brd…. eon rules never need politiker.
    global
    geklaute co2 certifikate sind das naechste problem,
    wir bauen tausend damit wenigsten eins bleibt.
    dieses nicht in datteln.
    brainstorm maessig muessten alle baustop bekommen solange das nicht geklaert ist wer das 1ne von tausend hat…

    der bremsweg is klar, eon hat keine bremse…
    independent haushalte schon….
    also warum in looser eon investieren weil bremsen muessen wir sooderso.
    das bedeutet less energieverbrauch fuer den westen mit mehr lifestyle energie fuer alle.

    das geht mal garnicht eon…aktionaer oder also schoen weiterluegen…..

  4. Thomas Krämer sagt:

    Was ist nun – EON?

    Pleite?!

    Schon seit Jahren vorausgesagt!

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