Russland plant, die Klimaziele der Europäer zu übernehmen. Das würde bedeuten, dass auch Russland seine CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren würde. Umweltschützer zeigen Anerkennung und wollen den Änderungsprozess in der russischen Klimapolitik weiter vorantreiben.
Auch in Russland werden Folgen des Klimawandels sichtbar
Bewegung in Moskau: Noch vor rund zwei Jahren erklärte Russlands damaliger Präsident Wladimir Putin der Welt, der Klimawandel sei eigentlich gar nicht so schlimm – denn seine Folgen bedingten unter anderem, dass die Russen weniger heizen müssten. Anders als vom Westen vermutet, tut sich in Sachen Klimaschutz mittlerweile jedoch Einiges in Russland. In Teilen könnte das zwar auch auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass auch Russlands Infrastruktur besonders im Norden jetzt schon zugesetzt wird. Dort tauen die Permafrostböden nämlich immer stärker.
Russland nimmt grünen Kurs auf
Die Duma befasst sich schon länger mit Erneuerbare-Energien-Gesetzen und Energieeffizienz. Und auch wenn Ministerpräsident Putin zwischenzeitig so weit ging, eine Blockierung der Kopenhagen-Verhandlungen anzudeuten, scheint Russland nun doch einen grünen Kurs aufzunehmen. Die EU-Klimaschutzziele sollen auch für Russland einschlägig sein, berichtet die Deutsche Presseagentur. Dabei beruft sie sich auf Teilnehmer des Gipfeltreffens der EU und Russland in Stockholm.
Übersetzt würde das ein Emissionsminus von 20 Prozent bis 2020 bedeuten, möglich sei sogar ein Minus von 25 Prozent, berichtet die Deutsche Presseagentur weiter. Das bisher in Aussicht gestellte Emissionsminus betrug lediglich 10 bis 15 Prozent. Umweltschützer begrüßen die jüngsten Ankündigungen und wollen den neuen Kurs weiter voran treiben. Oldag Caspar von der Umweltorganisation Germanwatch sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, die Russen hätten sich in die richtige Richtung bewegt. Moskaus Entscheidung drastisch zu verändern wäre eine überraschend gute Nachricht.
Großer Vorstoß – Wirkung unklar
Die Richtwerte, die als Ausgangspunkt für die CO2-Reduzierung gelten beziehen sich auf das Jahr 1990. Anfang der neunziger Jahre gab es in Russland einen Wirtschaftszusammenbruch – und der CO2-Ausstoß reduzierte sich drastisch. Russland besitzt noch eine große Menge ungenutzter CO2-Zertifikate, die noch auf den Markt gebracht werden können. Faktisch kann sich der russische CO2-Ausstoß also auch mit einem neuen Reduzierungs-Versprechen weiter erhöhen. Aber auch wenn Russland in Sachen Klimaschutz deutlich mehr machen könnte – ein Versprechen, die Emissionen bis 2020 um 20 oder sogar 25 Prozent zu senken, wäre in jedem Fall ein großer Vorstoß.
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Wirkung unklar trifft es wahrscheinlich. Ich kann mir nicht vorstellern, dass da viel passiert. Wär allerdings wünschenswert….Ja, wenn die Russen weniger heizen müssen, dann kann es wahrlich nicht so schlimm sein. aner moment, jetzt ist es doch schlimm – oh mann, so ein hin und her