Kneipenbesuch für den Klimaschutz

Bier zapfen

Profit für die Bar, Gutes für die Umwelt

Es entstehen immer mehr kreative Ideen, den Klimaschutz voranzutreiben. Die „Carrotmob“-Bewegung ist eine von ihnen. Je mehr Bier, desto mehr Klimaschutz? Stimmt genau. Hier wird die Kneipentour zum Polit-Happening. Ein Teil des Umsatzes wird in Energieeffizienzmaßnahmen investiert, der Rest dient als Belohnung für klimafreundliches Handeln.

Umweltschutz mit Zuckerbrot und Peitsche

Die „Carrotmob“-Bewegung entstand in San Francisco. Der Name „Carrotmob“ wird von „carrot and stick“ abgeleitet, was so etwas wie Zuckerbrot und Peitsche bedeutet. Der Gedanke hinter den unkonventionellen Besäufnissen ist, die Macht des Kunden zu nutzen – zum Schutz der Umwelt. Vor einem Carrotmob werben Umweltaktivisten über soziale Netzwerke, Plattformen und Mundpropaganda für das Event und mobilisieren auf diese Art und Weise besonders junge Leute. Wo der „Carrotmob“ stattfindet, entscheidet sich danach, welches Geschäft bereit ist, den größten Teil des Umsatzes für klimaschonende Maßnahmen einzusetzen.

Erster „mob“ verhilft Laden zum Rekordumsatz

Die „Carrotmob“-Idee hatte Brent Schulkin, ein Umweltaktivist aus San Francisco. Der erste „mob“ fand im März 2008 statt: Mit über 200 Leuten wurde er zu einem vollen Erfolg. Noch nie hatte der durchführende Laden so viel in so kurzer Zeit umgesetzt. Mit seiner Idee will Schulkin die Wirtschaft zu mehr Engagement in Sachen Klimaschutz motivieren – nicht mit Druck, sondern mit Profit. Ziel sei nicht die Firmen durch Druck oder Angst zu verändern, erklärt Schulkin. Sie sollten vielmehr sehen, dass es der für Sie profitabelste Weg ist!

Der letzte „carrotmob“ fand in einer Bar in San Francisco statt, dem „Shotwell’s. Insgesamt nimmt Eigentümer Tom Madonna über 500 US-Dollar an dem Abend ein, wovon 25 Prozent in Energiesparmaßnahmen fließen. Aber nicht nur in Bars „tobt“ der „mob“. Genauso finden mittlerweile ähnliche Events in Restaurants oder Modegeschäften statt.

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"carrotmob"-Events jetzt auch in deutschen Bars

„Carrotmob“-Bewegung nimmt globale Züge an

Nach dem Motto „Think global, act local“ verbreitet sich die „carrotmob“-Bewegung rasant auf der ganzen Welt, auch in Berlin haben bereits erste „mobs“ stattgefunden. Klimaschutz fängt zu Hause und im nächsten Umfeld an. Unternehmen finanzielle Anreize zu geben, das Klima zu schützen, ist eine zukunftsfähige Idee, die Unterstützung verdient!

Bilder: ©iStockphoto.com/bholland

Eine Antwort zu “Kneipenbesuch für den Klimaschutz”

  1. Ludger sagt:

    JAA, endlich mal eine gute Idee! Kreativer Umweltschutz als abendliches Vergnügen!

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