Nach Massensperrungen von Kreditkarten und einer wachsenden Unsicherheit bei den Kunden, reagieren Kreditkartenanbieter nun auf die wiederholten Pannen im bargeldlosen Zahlungsverkehr. Um das Vertrauen der Kartenkunden zurückzugewinnen, treiben die beiden führenden Anbieter MasterCard und Visa nun die Einführung neuer Sicherheitsverfahren voran.
Neue Sicherheitsstandards für bargeldlose Bezahlung
Probleme beim Datenschutz von Kreditkartennutzern haben Kreditkartenanbieter nun dazu gebracht, neue Sicherheitsstandards einzuführen. So soll zum Beispiel das Bezahlen im Internet sicherer werden. Die führenden Anbieter bei der bargeldlosen Bezahlung, MasterCard und Visa, arbeiten zu diesem Zweck an dem neuen Verfahren, das unter dem Namen „MasterCard Secure Code“ beziehungsweise als Code „Verified by Visa“ neue Sicherheit verspricht. Sie sieht in Zukunft unter anderem die Eingabe eines Passwortes vor. Momentan müssen Kreditkartenkunden nur einen Code eingeben, der sich auf der Rückseite der Karte befindet. Durch das Eingeben eines persönlichen Passwortes, welches nur dem Kartenbesitzer und dem Anbieter bekannt ist, sei es nicht mehr möglich, Kartennummern betrügerisch einzusetzen, die woanders abgegriffen wurden, erklärt Stefan Marotzke vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) laut der Nachrichtenagentur dpa.
EMV-Chip und persönliches Passwort für neue Sicherheit
Die zweite Reformation der bargeldlosen Zahlung ist die Lancierung des so genannten EMV-Chips. EMV bedeutet „Europay, MasterCard, Visa“ und beinhaltet einen internationalen Standard verschiedener Kreditkartenanbieter zur Durchführung von Chip-Kartenzahlungen. So sollen die Daten nicht mehr von dem Magnetstreifen abgelesen werden, sondern über den elektronischen Chip. Momentan verfügen nur rund ein Viertel der Kreditkarten über einen solchen Chip. Bis Ende 2010 sollen allerdings alle Kreditkarten mit einem solchen Chip ausgerüstet sein, berichtet Hugo Godschalk von der Unternehmensberatung PaySy laut der dpa.
Großes Misstrauen gegenüber dem „Plastikgeld“
Viele Menschen misstrauen mittlerweile dem „Plastikgeld“ und zahlen generell bar. Obwohl laut einer Forsa-Umfrage mehr als drei Viertel der Befragten von Missbrauchsfällen nur aus den Medien gehört hat, machen sich mehr als die Hälfte der Menschen große Sorgen um die Sicherheit ihres Geldes. Mit dem EMV-Chip wird die europäische Kreditwirtschaft eine führende Rolle einnehmen, während zum Beispiel die USA in dieser Sache noch nicht mitziehen. Die Anbieter gehen nun trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung und investieren in notwendige Neuerungen. Langfristig wird sich so erwartungsgemäß das gestörte Vertrauen in Geldinstitute erholen, was jedoch sicherlich noch eine Weile dauern wird.
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na dann hoffen wir mal dass Visa sicherer wird
auch im internet.