Die Wirtschaft wächst, der Lebensstandard steigt – China ist schwer auf der Überholspur und hat zusehends mit den Problemen einer wachsenden Konsumgesellschaft zu kämpfen. Das bevölkerungsreichste Land der Welt ist bereits jetzt auf Platz zwei der Energieverbraucherliste. In Peking ist die zunehmende Luftverschmutzung ebenfalls ein großes Problem, denn hier sind über 4,7 Millionen Autos im Verkehr unterwegs. Angesichts der Schadstoffmengen, die oftmals die empfohlenen Höchstwerte übersteigen, entsteht nun auch in Peking ein neues Umweltbewusstsein.
Umweltprojekt holt mehr Fahrräder auf Pekings Straßen
Aus dem einstigen „Fahrradparadies“ Peking ist eine Smogstadt geworden. Die regierungsunabhängige Organisation „Friends of Nature“ möchte dem entgegenwirken und wieder mehr Fahrräder auf die Straßen Pekings holen. Dafür soll die nötige Infrastruktur geschaffen werden, um mehr Leihstellen und Parkmöglichkeiten für die Räder sowie mehr Fahrradwege zu schaffen. Viele Menschen in Peking seien sich darüber im Klaren, dass dringend etwas getan werden muss, um Energie einzusparen, wüßten aber nicht wie, sagte Zhang Wenhua von „Friends of Nature“ nach Angaben der dpa. Ziel der Organisation in Zusammenarbeit mit den Fahrrad-Leihstellen und der Pekinger Regierung ist es, dass bis 2015 wieder 23 Prozent mehr Fahrräder in der 17-Millionen-Metropole fahren.
Nationale Energie-Kommission gegründet
Weitere Umweltziele sollen von der neugegründeten Nationale Energie-Kommission (NEC) verfolgt und erreicht werden. Die Gruppe aus führenden Ministern unter Leitung von Regierungschef Wen Jiabao soll einen
langfristigen Plan für die Energieversorgung entwickeln. Die Regierung messe der Energie eine noch nie dagewesene Wichtigkeit zu“, sagte der Direktor des Forschungszentrums der Xiamen Universität Lin Boqiang gegenüber „China Daily“.

Chinas Regierung will stärker auf Umweltschutz setzen
Besser später als nie
Neben den USA ist China der größte Umweltkiller der Welt. Gegenüber 1990 hat der asiatische Staat seinen CO2-Ausstoß um mehr als 100 Prozent erhöht. Bisher gab es dennoch kaum Bekenntnisse zu den globalen Umweltzielen. Nun scheint aber auch Peking begriffen zu haben, dass Energieeffizienz nicht nur ein Trend, sondern vor allem überlebenswichtig ist – und zwar auch für die Millionen von Pekingern, die tagtäglich mit einem Atemschutz zur Arbeit fahren müssen. Es bleibt zu hoffen, dass die neue Behörde den Worten auch Taten folgen lässt und dass noch mehr Umweltprojekte ins Leben gerufen werden. Ein Bekenntnis zu den globalen Umweltzielen in Form einer Signatur unter dem Kyoto-Protokoll war auf dem Klimagipfel in Kopenhagen jedenfalls nicht herauszuholen. Dennoch gibt es Hoffnung, denn schon Spiderman brauchte eine Weile, um Folgendes festzustellen: „With great power comes great responsibility“.
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Die Erde erwärmt sich und ich frier mir hier den Arsch ab. Nach dem Winter ist die Klimadiskussion am sterben.
Vielleicht in Europa, aber insgesamt ist der Januar dieses Jahr der wärmste Januar seit 32 Jahren gewesen. Ich denke, auch das ungewöhnlich kalte Wetter in Deutschland ist ein Anzeichen für die Klimaveränderungen. Und global betrachtet ist das sowieso kein Indiz gegen die Klimaerwärmung.
Um das 12. Jahrhundert hat man die grossen Kathedralen gebaut und in England und Südschweden Wein angebaut. Damals hat man diese Warmzeit als grossen Segen betrachtet.
Eine Eiszeit wäre eine Katastrophe, Warmzeiten sind eher etwas gutes.