Griechenland macht ernst mit dem Sparen

Griechische Flagge

Griechenland setzt Sparmaßnahmen um

Griechenland hat mit der Umsetzung des angekündigten Sparprogramm begonnen. Der griechische Regierungschef Giorgos Papandreou gab Mitte der Woche die genauen Maßnahmen bekannt, die Griechenland vor dem Staatsbankrott retten sollen. Nach EU-Forderung muss die Neuverschuldung Griechenlands von derzeit knapp 13 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis Ende 2012 auf unter drei Prozent gesenkt werden. Allein in diesem Jahr soll die Neuverschuldung um vier Prozent fallen.

Strikte Maßnahmen gegen den Bankrott

Nach Angaben des Handelsblattes wird die Mehrwertsteuer in Griechenland nun um zwei Punkte auf 21 Prozent angehoben. Des Weiteren soll die Alkohol- und Tabaksteuer erheblich steigen, aber auch Luxusgüter sollen stärker besteuert werden. Die Kirchen würden künftig ebenfalls in die Pflicht genommen, Steuern abzuführen. Auch drastische Einschnitte bei den Lohnzuschlägen im öffentlichen Dienst sind im Sparprogramm vorgesehen. Am Vortag der Krisensitzung seines Kabinetts warnte Papandreou seine Mitbürger: “Die Tage, Wochen und Monate, die kommen werden, werden nicht leicht sein”.

„Jeden Tag neue Landminen im Haushalt“

Das drastische Sparprogramm ist in der EU äußerst positiv aufgenommen worden. EU-Kommissionspräsident Barroso sagte nach Angaben des Handelsblattes, die griechische Regierung zeige den Willen, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen. Griechenland wiederum erwartet „europäische Solidarität“, sagte der griechische Regierungschef. Jeden Tag würden neue Löcher, neue Landminen im Haushalt gefunden, so Papandreou.

Europäische Union

Forderungen der EU vorerst befriedigt

Licht am Ende des Tunnels?

Von der EU strikt angeordnet, wurde das Sparprogramm Griechenlands mit Spannung erwartet. Nun scheinen die Forderungen der EU vorerst befriedigt, denn die geplanten Einschnitte versprechen eine erhebliche Senkung der Neuverschuldung. Ob das südeuropäische Land es tatsächlich schafft, die benötigte Milliardensumme anzusparen, wird sich bald zeigen. Große Sprünge wird Griechenland wohl nicht so bald machen können, denn neben den Sparmaßnahmen lässt sich hier kaum Wirtschaftswachstum generieren. Dienstleistungen, allen voran der Tourismus, haben einen fast 70%-igen Anteil an der griechischen Wirtschaft. Wer sich also von der „europäischen Solidarität“ angesprochen fühlt, fahre doch bitte in die Ägäis!

3 Antworten zu Griechenland macht ernst mit dem Sparen

  1. jambo sagt:

    Also ich finde es ja toll, ja fast fortschrittlich muss ich sagen, denn Griechenland hat im Vergleich zu Deutschland festgestellt, das die Ursache für die schlechten Staatsfinanzen und damit die Misere des Landes der unproduktive Öffentliche Dienst ist! Bravo!

  2. Freiberuflerin sagt:

    stimme dir zu! Finde beamte in Dtd. verdienen zuviel… würde abschaffen! und solche vereine wie Verdi gleich mit!

  3. Steffi sagt:

    Ich nehm den Blogger mal beim Wort und fahre dieses Jahr tatsächlich nach Griechenland. Und zwar mit einem einmalig günstigen Paket, keine Ahnung, ob es an der Krise liegt!!
    Die Staatsbeamten wiederum tun mir bisschen leid, die spüren das immer als erste und verdienen in Griechenland ja bestimmt ehe nicht so viel. Aber richtig ist es schon, dass Griechendland alles selbst auslöffelt, was es eingebrockt hat.

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