Atommüll in Gorleben stark kritisiert

Norbert Röttgen macht ernst mit Gorleben-Erkundung

Atommüll in Gorleben

Gorleben-Erkundung wieder aufgelebt

Klagen von Bürgern – die weitere Erkundung des niedersächsischen Endlagers Gorleben stößt auf heftige Kritik aus allen Lagern. Nach einer zehnjährigen Ruhezeit, in der keinerlei Untersuchungen darüber stattfanden, ob Gorleben geeignet sei, hochradioaktiven Abfall zu lagern, hat Norbert Röttgen (CDU) nun weitere Erkundungen eingeleitet. Doch ob Gorleben wirklich der richtige Standort ist, wird von vielen bezweifelt. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Rebecca Harms, prangert die Vorgehensweise an und bezweifelt die Eignung von Gorleben als Standort zur Atommülllagerung. „Ignoriert wird alles Wissen um die Schwächen des Salzstocks, um die Geologie und alle Mängel im Verfahren“, so Harms gegenüber der Neuen Presse. Röttgen solle aus Angst vor dem Aufstand in anderen Bundesländern davor zurückscheuen, noch andere Standorte zur Begutachtung heranzuziehen. Dies solle erst stattfinden, wenn Gorleben nach sämtlichen Sicherheitsanalysen für nicht geeignet erklärt würde. Röttgen schätzt, dass in 20 bis 25 Jahren Gorleben in Betrieb genommen werden könne.

Bürgerbeteiligung negativ

Umweltschützer geben an, dass nach dem Einsturz des Salzbergwerks in Asse nun eigentlich die richtigen Schlüsse gezogen werden und nach anderen Gesteinsformationen gesucht werden müsste. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält dementsprechend die Tests in Gorleben für Geld- und Zeitverschwendung – so gestern im Handelsblatt zu lesen. Doch während Umweltschützer sich heftig an Debatten beteiligen, hat der Bürger kein Mitspracherecht. Bürgerbeteiligung komplett fehl am Platze! Allerdings gibt Röttgen an, er wolle transparent vorgehen und regelmäßig über Neues berichten.

Endlager Gorleben

konstoverses Schweizer Modell

Vorbild kommt aus der Schweiz

Das Schweizer Modell zur Endlagersuche ist uns in vielerlei Hinsicht voraus: Nicht nur offene Diskussionsrunden mit klaren Forderungen unter Einbeziehung aller Beteiligten machen hier den Unterschied aus, sondern auch die vorgehende Planung über in Frage kommende Standorte. Wo in Deutschland zunächst Standorte und dann erst Prüfkriterien festgelegt wurden, gehen die Schweizer genau umgekehrt vor. Derzeit werden dort sechs Standorte einer näheren Beobachtung unterzogen. In Deutschland sind Alternativen zu Gorleben hingegen bisher noch nicht in Sicht.
Bilder ©iStockphoto.com/Inkout; ©iStockphoto.com/Deejpilot

2 Antworten zu Atommüll in Gorleben stark kritisiert

  1. realkontrol sagt:

    Warum lagert man den für Jahrtausende strahlenden Atommüll eigentlich nicht einfach mitten in einer Wüste, dort wo der Mensch niemals eine Siedlung errichten wird und es praktisch nie regnet?

  2. Karin sagt:

    Hallo,kennt jemand von euch eine Bank, bei dem man auch einen Kredit ohne Schufaprüfung bekommen kann? Ich habe einen negativen Eintrag aufgrund einer alten Geschichte mit meinem ehemaligem Mobilfunkanbieter. Die Sache war aber nach 2 Wochen erledigt und der Betrag war auch nicht weltbewegend.Ich suche eine Bank und keine Kreditvermittler wie luzern finanz, etc., weil die eh meist unseriös sind und nur geld wollen!!!

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