Das mobile Internet boomt – aber noch lange nicht bei allen Handy-Nutzern

mobil Surfen

Das mobile Internet - für viele eine "terra incognita"

Viele Verbraucher nehmen die neuen Möglichkeiten zum mobilen Surfen gar nicht in Anspruch – und befürchten hohe Telekommunikationskosten. Das ergab eine aktuelle Studie des Meinungsforschungsinstituts Innofact, die im Auftrag von The Phone House (TPH) durchgeführt wurde. Befragt wurden über 1000 Handy-Nutzer im Alter von 14 bis 65 Jahren. Erstaunlich, aber wahr: 36,1 Prozent sahen laut Studie keinen klaren Mehrwert durch das mobile Surfen. Darüber hinaus gaben 61,7 Prozent der Befragten, die das mobile Internet bisher nicht nutzen, die zu hohen Kosten als Argument gegen das mobile Surfen an.

Viele Handys noch nicht in der mobilen Internet-Ära

Die Studie fand zudem heraus, dass 24,1 Prozent der Befragten gar nicht über die technischen Voraussetzungen verfügen, um mit ihrem Mobiltelefon ins Internet zu gehen. Probleme wegen einer zu komplizierten Bedienung oder Sicherheitsbedenken hatten hingegen nur wenige. Als Hauptargument gegen das mobile Internet nannten viele jedoch die undurchsichtige Preisgestaltung der Internetanbieter.

Mehr Tarif-Transparenz gewünscht

Laut Studie besteht noch Aufklärungsbedarf – die Nutzer sollen mit den verschiedenen Tarifen vertraut machen und genau erfahren, welche Kosten auf sie zukommen. Heute sei das mit den verfügbaren Daten-Flatrates auch problemlos möglich. Damit könne man bedenkenlos durch das Web surfen, ohne unkalkulierbare Rechnungen erwarten zu müssen, sagt Dr. Ralf-Peter Simon, Geschäftsführer von TPH in Deutschland.

unterwegs surfen

Die digitale Zukunft lässt nicht lange auf sich warten

Zukunft ohne mobile Datennutzung undenkbar

Trotz aller Vorsicht: Über 16 Millionen Bundesbürger nutzen bereits das mobile Internet über UMTS. Und diesem Trend wird sich längerfristig kaum jemand entziehen können. Je schneller sich die Spirale der modernen Gesellschaft dreht, desto schneller, besser und größer wird zwangsläufig der mobile Datenfluss. Und da ist das heutige UMTS-System erst der Anfang. Was uns in der nicht all zu fernen Zukunft an technischen Neuerungen erwartet, wissen vielleicht nur die Ideenköpfe von Google, Apple & Co. Ruft man sich allerdings das Leben vor dem Informationszeitalter ins Gedächtnis, so erahnt man die Tragweite von Entwicklungen wie dem mobilen Internet.

Bilder: ©iStockphoto.com/ranplett, ©Mikael Damkier – Fotolia.com

3 Antworten zu Das mobile Internet boomt – aber noch lange nicht bei allen Handy-Nutzern

  1. Suse sagt:

    So wirklich braucht man das mobile Internet auch nicht. Ich sehe immer nur irgendwelche Teenager in der Bahn twittern…

  2. Newkid sagt:

    hey suse
    das kannst du doch so nicht behaupten. das mobile internet hat bringt doch extrem viel komfort. beispielsituation: man ist in einer neuen stadt gestrandet, hat sich verlaufen, oder man hat spontan lust ins kino zu gehen. der informationsfluss ist viel schneller und darum geht es doch im informationszeitalter oder?

  3. Suse sagt:

    Hallo Newkid,

    ich will ja nicht bestreiten, dass das mobile Internet gewisse Vorteile bringt, aber in den meisten Fällen wird es doch nicht für die Informationssuche benutzt, sondern um irgendwelche Netzwerke zu füttern. Und oft sind das Teenies, die ihre persönlichen Informationen offenlegen und das halt für so angesagt halten, dass sie den ganzen Tag Unsinn twittern und nebenbei total verlernen, wie man in der realen Welt kommuniziert. Oder ist es so wichtig für das Informationszeitalter, wenn jemand auf Twitter mitteilt, dass er Hunger hat oder dass er sich grad langweilt?

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