Weiße Flecken: Kleine Gemeinden warten auf schnelles Internet

Schnelles Internet

1,3 Millionen Haushalte in Deutschland ohne schnellen Internetanschluss

Schnelles Internet für alle – dieses Ziel scheint angesichts der Verbreitung des WWW zumindest hierzulande eigentlich nicht unrealistisch. Und doch haben es kleine Gemeinden in Deutschland besonders schwer, in den Besitz eines schnellen Breitband-Internetanschlusses zu kommen. Nach dpa-Angaben sind rund 500 bis 600 Gemeinden in Deutschland derzeit mehr oder weniger betroffen.

Breitbandausbau auf dem Land nicht rentabel

In der Gemeinde Bühren in Nordrhein-Westfalen beträgt die Breitbandpenetration beispielsweise 0 Prozent. Das berichtet die dpa und zitiert Christoph Lütticke von der Stadt Drolshagen, zu der die Gemeinde gehört. Im Nachbarort Herpel finde man eine ähnliche Situation vor. Zahlreiche Gespräche mit den Internet-Anbietern von Telekom bis Unitymedia blieben für die Kleinstadtbewohner erfolglos. Die Begründung: Der Anschluss ans schnelle Internet sei technisch zu aufwendig und nicht rentabel.

Breitbandinternet

Wann kommt das digitale Zeitalter auch im Dorf an?

Mobilfunkauktion könnte Breitbandinternet kräftigen Schub geben

Ändern könnte sich das in Folge der Mobilfunkauktion der Bundesnetzagentur, in der vor wenigen Wochen neue Funkfrequenzen ersteigert wurden. Damit sollen die letzten weißen Flecken bei der Breitbandversorgung der Bevölkerung endgültig ausgelöscht werden. Rentabel oder nicht: Aus oberster Aufsichtsstelle kommt die Anweisung, mit den neuen Funkfrequenzen das schnelle Internet bis in die letzten Winkel der Republik zu bringen. Denn ohne Internet kann die Wirtschaft auf dem Lande kaum funktionieren – gerade kleine Betriebe leiden stark unter dem langsamen Informationsfluss. Wie zügig der Aufbau tatsächlich umgesetzt wird, kann bislang keiner sagen. Bleibt abzuwarten, wann auch Bühren endlich in den Genuss des schnellen Surfens kommt.

5 Antworten zu Weiße Flecken: Kleine Gemeinden warten auf schnelles Internet

  1. Caro sagt:

    Dieser Zustand ist ein Dilemma und vor allem undankbar frü die Anwohner dieser Gemeinden. Wenn die DSL Anbieter diese Regionen als wirtschaftlich nicht attraktiv befinden ist das durchaus nachvollziehbar, aber ist das Anbieten einen Internetanschlusses heutzutage nicht auch eine Servicedienstleistung und wäre es daher nicht wichtig, jeden Kunden zufrieden zu stellen. Ich wünsche den Anwohneren der Gemeinden, dass sie ganz bald mit ausreichend Breitbandanschlüssen versorgt werden!

    Viele Grüße,
    Eure Caro!

  2. Basti sagt:

    Hab bis vor kurzem auch noch in einer solchen Gemeinde gelebt. Was wirklich nervig ist, das ständig der Anschluss versprochen wurde, aber erst vor 2 Monaten wurde er dann endlich fertig. Aber es werden zum Glück immer weniger weisse Flecken. Und zumindest hier hat man schon das Gefühl das es schnell vorran geht.

  3. Phrasenschwein sagt:

    Tja, langsam aber sicher nährt sich das Eichhörnchen.
    Ich fordere: Breitbandanschlüsse für alle!

  4. Tanja sagt:

    Ich wohne auch auf dem Lande, und in einigen Gemeinden hier gibt es kein “normales” DSL, und wenn dann oftmals nur geringere Bandbreiten. Was jedoch überall verfügbar ist, ist schnelles Internet über Kabel. Gibt es in diesen Dörfern denn auch keinen Kabelanschluss???

  5. [...] Denn leider liegt es auch oft am Wohnort, an dem das schnelle Internet letztendlich scheitert. Wie Toptarif berichtet, warten viele kleine Gemeinden auf ihr schnelles Internet. Denn in vielen Orten gibt es [...]

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