Aus Giro wird Pfändungsschutz: Verbraucher profitieren vom P-Konto

Banken

Schuldner verfügen künftig über Freibetrag auf dem Konto

Für Schuldner kommt jetzt Abhifle vom Gesetzgeber: Ab 1. Juli kann jeder Verbraucher sein Girokonto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen. Auf dem sogenannten P-Konto bleibt dann ein Freibetrag von monatlich 985,15 Euro vor einer Pfändung sicher. Bei Unterhaltszahlungen oder anderen Zahlungsverpflichtungen kann der Freibetrag sogar noch erhöht werden.

P-Konto garantiert Lebensunterhalt

Konto gesperrt, Miete nicht gezahlt, Stromrechnung offen – zwar gibt es keine offizielle Statistik über die Überschuldung in Deutschland, Experten schätzen die Zahl der überschuldeten Privathaushalte jedoch auf mehr als drei Millionen. Nach Angaben der ARAG werden jeden Monat bundesweit rund 370.000 Konten gepfändet.

Das neue P-Konto bietet künftig Sicherheit und erlaubt es dem Schuldner, trotz Kontopfändung weiter am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Auf den jeweiligen Freibetrag haben Gläubiger keinen Zugriff mehr. Jeder Inhaber eines Girokontos kann ab 1. Juli vom Pfändungsschutz profitieren und die Umwandlung in ein P-Konto bei seiner Bank beantragen, auch wenn das Girokonto schon gepfändet ist.

Girokonto

Mehr Schutz für den eigenen Lebensunterhalt

Sicherheit in Zeiten der Finanzkrise

Mit dem neuen Pfändungsschutz kann jeder Schuldner über einen Freibetrag verfügen und am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilnehmen. Was sich erst einmal wirtschaftlich sinnvoll anhört, ist viel mehr als nur Kartenzahlung und Überweisung. Denn in Zeiten der Wirtschaftskrise werden Firmen- und Privatpleiten immer häufiger, das Risiko einer Arbeitslosigkeit immer größer. Das scheinbar abgesicherte Leben – Privileg früherer Generationen – ist spätestens jetzt vorbei. Angesichts der Risiken ist der Pfändungsschutz ein wichtiger und richtiger Schritt zur Absicherung der Existenz (und Würde) vieler Schuldner.

Bilder ©iStockphoto.com/alexsl

3 Antworten zu Aus Giro wird Pfändungsschutz: Verbraucher profitieren vom P-Konto

  1. Kaisi sagt:

    Pfändungsschutz schön und gut, aber ich bin mal gespannt, wie lange das bei meiner Bank dauern würde. Ich sehe schon ewig lange Bearbeitungszeiten und einen ganzen Hefter voller unnützer Papiere auf mich zukommen.

  2. Britta sagt:

    Natürlich müssen Schuldner 1000 Euro monatlich zur Verfügung haben. Und Arbeitslose sollten am besten 2000 monatlich bekommen, sonst können sie sich doch nichts mehr leisten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  3. Bernd sagt:

    Hallo,
    ich habe seit ca. 6 Monaten ein P-Konto bei der Sparkasse und bin bisher sehr zufrieden, es war sogar ein Konto-Neuantrag! Die Kosten sind normal (8,75 €), allerding habe ich keine EC-Karte. Wegen den Auswirkungen der Mitteilung an die Schufa – wer Schulden hat, steht sowieso drin!
    Für mich bedeudet das P-Konto, daß ich wieder ein (unter diesen Umständen) normales wirtschaftliches Leben führen kann und nicht durch Kontopfändungen von einer Mahnung zur anderen komme.
    Ich habe viele Infos durch diese Webseite erhalten: http://www.p-konto-info.de , diese kann ich sehr empfehlen.
    VG
    Bernd

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