Im deutschen Zahlungsverkehr haben sie schon fast einen Ehrenplatz: Die Blüten. Im ersten Halbjahr dieses Jahres wurden in der Bundesrepublik 20 Prozent mehr gefälschte Geldscheine aus dem Verkehr gezogen als im zweiten Halbjahr 2009. Insgesamt konnte die Bundesbank nach eigenen Angaben 33.654 gefälschte Banknoten aufspüren. Am häufigsten gefälscht wurde dabei der Fünfzig-Euro-Schein.
Immer mehr Blüten
Ihre Blütezeit erlebten die „Blüten“ zwar 2004 und 2005, als die Bundesbank bis zu 45.000 Fälschungen im Jahr aus dem Verkehr ziehen konnte. Dennoch befindet sich die Zahl der in Deutschland registrierten Fälschungen seit Anfang 2008 im stetigen Wachstum.
Innovationen auch bei den Geldfälschern
Ein ganz besonderer Fälschungsfall aus Leipzig machte kürzlich Schlagzeilen. Eine Dame pflückte aus ihrem Geburtstagsblumenstrauß einen falschen Fünfzig-Euro-Schein – gedruckt auf Toilettenpapier. Der letztlich zerfranste Schein landete bei der Leipziger Bundesbankfiliale und wurde ganz zur Enttäuschung der gutgläubigen Dame nicht ersetzt. Die innovativen Geldfälscher konnten von der Bundesbank nicht ausfindig gemacht werden.

Sicherheitsmerkmale bezeugen die Echtheit der Euro-Scheine
Verbraucher aufgepasst: Blüten lassen sich meist leicht entlarven
Trotz alledem hält die Bundesbank die Zahl der Blüten im Umlauf für relativ gering. Auf 10.000 Einwohner kämen in Deutschland pro Jahr acht Fälschungen. Das sei rund ein Drittel des europäischen Durchschnitts, so die Bundesbank. Für den einzelnen Verbraucher kann die Blüte aber doch zum Problem werden. Denn wird eine falsche Banknote beim Bezahlen entdeckt, muss sie ersatzlos einkassiert werden – ohne Rückerstattung des Betrages. Jedem Verbraucher sei daher anzuraten, einen verantwortlichen Umgang mit Bargeld zu pflegen, so die Bundesbank. Denn immerhin sei der Großteil der Blüten leicht zu entlarven. Fragt sich nur, ob man jedes Mal beim Einkaufen Zeit hat, Wasserzeichen und andere Sicherheitsmerkmale expertenhaft zu überprüfen. Nach den Empfehlungen der Bundesbank müssen Kassiererin und Schlange dann aber eben warten.
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Das man Blumensträusse mit Geld bestellt ist eigentlich auch ne Komische Idee.. Selbst schuld
Ha…da hat wohl einer versucht aus Sch**** Gold zu machen. Welch kreative Idee. Schade natürlich für die Dame.