Dank Gesundheits-App auf Arztbesuche verzichten?

Gesundheits-App: Info

Eine Gesundheits-App könnte bald den Arztbesuch ersetzen

Winterzeit ist Erkältungszeit. Überall hustet und schnupft es, Bazillen haben Hochkonjunktur. Um dem Siechtum Einhalt zu gebieten, zieht es viele Menschen zu ihren Hausärzten. Wer noch nicht krank ist, lässt sich impfen, bei wem es zu spät ist, der möchte gern Arzneien. Und der jährliche Checkup könnte ja auch mal wieder stattfinden. Leider ist all das mit einem Besuch beim Arzt verbunden. Die Anfahrt nimmt Zeit in Anspruch, die Wartezeit ist meist auch nicht ohne und wenn man Pech hat, ist man nach dem Arztbesuch noch kränker als vorher. Doch dies könnte bald ein Ende haben. Das Smartphone könnte mit einer Gesundheits-App die Schnittstelle zwischen Arzt und Patient werden. Besuche beim Arzt wären dann nur noch in akuten und komplizierten Fällen nötig.

 

Minicomputer sehen in uns nach dem Rechten

Die Unternehmensberatung Deloitte fand heraus, dass das Behandlungszimmer in der Zukunft vermehrt in den eigenen vier Wänden zu finden sein wird. Mit Tablets, Smartphones und sogenannten Wearables können sich Patienten mit ihren Ärzten vernetzen und so den Besuch in der Praxis sparen. Dabei haben vor allem Wearables ein großes Potential. Es handelt sich um Minicomputer, die am Körper getragen werden und Daten erheben, etwa zur Herzfrequenz, zu Ruhephasen und sportlichen Aktivitäten. Dies ist noch ausbaufähig. Man denkt sogar über Mikroelektronik nach, die in Tablettenform eingenommen werden kann. Dann schaut der Minicomputer von innen nach, ob alles in Ordnung ist. Google ist schon dabei, hierfür eine Lösung zu entwickeln. Doch egal ob Gesundheits-App oder Computertablette, aus Datenschützersicht ist diese Art des Austauschs riskant. Sicherheitslücken wären bei sensiblen Gesundheitsdaten besonders heikel und könnten ein solches Projekt schnell zum Scheitern bringen.

 

Krankheitserkennung, bevor der Patient sie merkt

Eine Gesundheits-App oder besser noch ein maßgeschneidertes Wearable bietet ganz neue Möglichkeiten der medizinischen Versorgung. Die Wearables könnten individuell programmiert werden, um auf bestimmte Krankheitsanzeichen frühzeitig zu reagieren. Auch für chronisch Kranke könnten sie ein echter Segen sein, wenn Medikamentengaben automatisiert werden. Auf der anderen Seite werden viele Menschen wohl noch mehr verlernen, auf die Signale ihres Körpers zu achten. Ein blinder Verlass auf eine Gesundheits-App könnte die Menschen in einer falschen Sicherheit wiegen und dazu führen, dass Krankheiten zu spät behandelt werden. Wenn die Technik jedoch funktioniert, könnte das zu bahnbrechenden Erleichterungen führen, wenn Krankheiten wie Krebs und Multiple Sklerose bereits im Entstehungsstadium erkannt und bekämpft werden könnten.

 

Mit Material von deutsche-gesundheits-nachrichten.de

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