Die kuriosesten Verkehrserfahrungen weltweit – Teil 3

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Verkehrserfahrungen

Im Januar und März dieses Jahres hatten wir euch schon kuriose Verkehrserfahrungen vorgestellt, die Reiseblogger mit uns geteilt hatten. Da die Resonanz auf den Artikel ungebrochen blieb haben wir uns dazu entschieden alle Einsendungen auf einer Grafik zu vereinen. Mittlerweile sind fast alle gängigen Reiseländer vertreten. Hut ab und danke für die Unterstützung!

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Die kuriosesten Verkehrserfahrungen weltweit - Teil 3

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AMERIKA

brasilienBrasilien: Stefanie von aworldkaleidoscope.com

brasilien

„Vor drei Jahren traf ich spätabends in einem Provinzflughafen in Brasilien ein deutsches Paar. Ich dolmetschte für sie am Mietwagenstand und zum Dank boten sie mir eine Mitfahrt zu einem vier Stunden entfernten Nationalpark an. So fuhren wir mitten in der Nacht tief im Landesinneren von Brasilien auf einer einsamen Landstraße. Nur eine halbe Stunde vor unserem Fahrtziel kollidierten wir mit einer Kuh, die aus dem Nichts auf der Fahrbahn auftauchte. Uns passierte glücklicherweise nichts, aber für die Kuh gab es keine Rettung. Was wir nicht wussten: Wir fuhren durch eine der größten Viehhaltungs-Regionen der Welt. Glücklicherweise hielten ein paar Brasilianer für uns an und halfen uns, die Polizei zu rufen. Mit dem lädierten Auto mussten wir trotzdem weiterfahren, da wir zu lange auf ein Ersatzauto hätten warten müssen.“

kuba

„Mit dem Auto in Kuba unterwegs zu sein, ist wirklich ein Abenteuer – und ich bin noch nicht mal selber gefahren! In jedem Ort kann man mit Fahrern Festpreise vereinbaren und sich von A nach B bringen lassen. Da die Straßen in Kuba oft sehr mitgenommen sind, wird fast jede Strecke im Ausweichslalom oder auch einfach mal konsequent auf der falschen Straßenseite gefahren – vor Kurven dann mit viel Gehupe. Abenteuerlich sind auch die Autos – denn in Kuba sind wirklich so viele Oldtimer unterwegs, wie das Klischee glauben lässt. Das führt auch schon mal dazu, dass die Schiebefenster bei Regen mit Schraubenziehern festgeklemmt werden, damit sie nicht wieder herunterfallen. Und es gibt eine hohe Wahrscheinlichkeit, in amerikanischen 50er Jahre Schlitten unterwegs zu sein. Ein echtes Erlebnis!“

mexicoMexico: Caroline von shavethewales.net

mexico

„In Mexico-City sind die Straßen so überfüllt, dass man für eine Fahrt innerhalb der Stadt bis zu drei Stunden braucht. Deshalb wird auch der Seitenstreifen genutzt und im Notfall gibt es auch für Krankenwagen kein Durchkommen. Manchmal hat man über Stunden eine eingeschaltete Sirene hinter sich, zusätzlich zum voll aufgedrehten Radio des Busfahrers.“

paraguayParaguay: Frank von ratgeber.reise

paraguay

„In Paraguay ist besonders für Fußgänger beim Überqueren des Zebrastreifens Obacht angebracht, denn dieser wird von anderen Verkehrsteilnehmern normalerweise kaum beachtet. Wer als Fußgänger aber dennoch auf „sein Recht“ pochen möchte, der sollte zunächst prüfen, in welchem Zustand das heranfahrende Fahrzeug sich befindet. Bei einem modernen Neuwagen – was selten genug vorkommt – ist durchaus damit zu rechnen, dass gebremst wird. Bei allen anderen Fahrzeugen sollte der Fußgänger kein unnötiges Risiko eingehen … ;-)“

uruguayUruguay: Martin Schmitt von lateinamerika-reisemagazin.com

uruguay

„In Uruguay müsst ihr auf alle Autofahrer und Motorräder aufpassen. Die haben null Plan. Eine Frage in der Führerscheinprüfung, die ich gemacht habe, lautet: Was macht man, wenn der rechte Blinker ausfällt? Richtige Antwort: Mit dem linken Arm durch das offene Fenster über das Dach nach rechts zeigen. Außerdem leben in Uruguay weitaus mehr Kühe und Pferde als Menschen. Das bedeutet, dass da überall mal so eine Kuh auf der Straße hinter einer Kurve stehen kann.“

usaUSA: Aylin und Stefan von todaywetravel.de

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„Die meisten Menschen nutzen für ihre USA-Reise einen Mietwagen. Das ist an den meisten Orten sinnvoll, da öffentliche Verkehrsmittel außerhalb der großen Metropolen kaum vorhanden sind. Es kann aber auch durchaus Vorteile haben, auf das Auto zu verzichten, weil man auf diese Weise in den USA so manche kuriose Erfahrung macht. In Philadelphia, Pennsylvania, zum Beispiel. Hier gibt es nicht nur eine gewöhnliche Subway, sondern auch den Trolley, der in die etwas entlegeneren Bezirke der Stadt fährt. Es hat fast etwas Nostalgisches mit dieser Bummelbahn durch Philadelphia zu rattern. Es gibt keine automatische Ansage und so ruft der Fahrer an jedem Stopp noch höchstpersönlich lautstark den Namen der Haltestelle aus. Wer signalisieren möchte, dass er aussteigen will, rüttelt an einer Schnur, die quer durch den Wagon aufgespannt ist und löst so das dumpfe Geräusch einer Glocke aus. In jedem Fall ist die Fahrt mit dem Trolley eine kuriose Abwechslung in der ansonsten so modernen Stadt.“

usaUSA: Michael von jung-und-weit.de

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„Außerhalb von Ortschaften und Städten ist es nicht erlaubt, auf der Fahrbahn zu parken. Da man während eines Roadtrips natürlich hauptsächlich auf dem Highway, Interstate oder zumindest nicht in Städten unterwegs ist, stellt einen das immer wieder vor Probleme. “Hey fahr mal rechts ran, ich muss mal.” fällt also leider aus.“

EUROPA

irlandIrland: Ellen von patotra.com

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„Schafe auf den Straßen sind keinesfalls eine Erfindung der irischen Postkartenindustrie! Aus diesem Grund muss man, ganz besonders in ländlichen Gegenden, sehr vorsichtig fahren. Man weiß nie, ob hinter der nächsten Kurve eine Horde Schafe auf der Straße spazieren geht. Ob sie Vortritt haben oder nicht, ist ihnen dabei völlig egal.“

islandIsland: Claudia von gone-walkabout.de

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„Oberstes Gebot im isländischen Straßenverkehr: Elfen, Trolle und Schafe haben grundsätzlich Vorfahrt! Um die überirdischen Verkehrsteilnehmer kümmert sich glücklicherweise das Bauamt. Keinesfalls dürfen von Elfen bewohnte Hügel und Felsen versetzt oder gar vernichtet werden. Stattdessen bauen die Isländer ihre Straßen kurzerhand drum herum. Was die Schafe betrifft: Obacht! Die sind sich ihrer Befugnis bewusst. Man begegnet ihnen auf der Fahrbahn häufiger als anderen Fahrzeugen und sollte sich nicht darauf verlassen, dass sie ängstlich davonspringen.“

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„Island ist zwar ein Naturparadies, aber die Isländer nehmen eher wenig Rücksicht auf den Naturschutz: Hier brettern schon mal Jeeps mit überdimensional großen Reifen über die unbefestigten Straßen und wenn jemand mal für 20 Minuten irgendwo anhält, lässt er den Motor währenddessen einfach laufen. Im Sommer streunen außerhalb der Städte überall Schafe herum – auch auf den Straßen. Einmal saß ich im Bus und in einiger Entfernung stand ein Schaf vor uns auf der Straße. Statt jedoch seinen Fuß vom Gaspedal zu nehmen, jagte der Busfahrer weiterhin viel zu schnell darauf zu und drückte dabei beharrlich die Hupe. Fast gelangweilt bewegte das Schaf im letzten Moment seinen Hintern von der Fahrbahn. Seitdem überrascht mich eigentlich gar nichts mehr.“

italienItalien: Jannis von jannislife.de

italien

„Beim Trampen entlang der Adria von Nord nach Süd durch Italien, ist es super spannend zu beobachten, wie die Straßen mit jedem Kilometer chaotischer werden. In Norditalien wird gesittet gefahren, wie in Deutschland, doch spätestens ab Höhe Foggia / Neapel fährt jeder, wie er will. Die Polizeipräsenz auf der Straße ist hoch. Zu kümmern scheint das keinen. Das sind ganz offenbar Erfahrungswerte, denn nur weil jemand mit 180 innerorts an einer Streife vorbei heizt, macht diese noch lange keinen Finger krumm.
Das klappt erstaunlich gut. Es scheint eine Art stilles Einvernehmen unter den Autofahrern zu geben. Wenn man über eine Kreuzung fährt, schaut man eben nach links, rechts, vorne und hinten.
Ein weiterer Grund dafür, dass es nicht ständig zur Massenkarambolage kommt, ist wahrscheinlich der gefühlvolle Einsatz der Hupe. Während diese bei uns in der Regel nur bestrafend gegen rücksichtslose Autofahrer eingesetzt wird, hat sich in Süditalien eine regelrechte Hupsprache entwickelt.
Zugegeben: Verstehen tue ich diese nicht.“

niederlandeNiederlande: Marc von reisezoom.com

nierderlande

„In den Niederlanden findest du super ausgebaute Autobahnen, teilweise bis zu 5 Spuren breit. Allerdings nimmt man es mit dem Tempolimit scheinbar sehr ernst, und so kommt es vor, dass du Ewigkeiten mit nur 100 km/h (für Deutsche, quasi im Standgas) vor dich hinrollst. Die linke Spur ist meistens leer.“

schottlandSchottland: Kathrin von fraeulein-draussen.de

schottland

„In den schottischen Highlands kennt jeder jeden. Und auch wenn man sich nicht kennt, kennt man sich. Irgendwie. Anders kann ich mir zumindest nicht erklären, warum jeder, aber auch wirklich jeder Autofahrer, der mir dort oben entgegengekommen ist, freundlichst zugewinkt hat. Frisch zurück in Deutschland hab ich das dann aus Gewohnheit ein bisschen fortgeführt. Leider war das hierzulande eher eine einseitige Geschichte, weshalb ich mir das schnell wieder abgewöhnt habe. Für mehr Freundlichkeit auf den Straßen dieser Welt!“

spanienSpanien: Daniel von unterwegz.com

lanzarote

„Als ich auf Lanzarote mit dem Mietwagen unterwegs war, habe ich eine Straßenkarte dazubekommen. Anscheinend war die Karte nicht mehr ganz aktuell und die Darstellung der Straßen entsprach auch nicht wirklich der Realität. Denn als ich auf manchen Straßen fahren wollte, die als normale asphaltierte Straßen angegeben worden sind, fuhr ich auf einer „Gravel Road“, also einer nur aus Schotter, Sand und Schlaglöchern bestehenden Straße. Das kam noch ein paar Mal vor. Zudem haben sich manche Straßen, die in der Karte als „Für Pkw gesperrte Straßen“ markiert waren, als normal zugänglich herausgestellt. Manche Straßen waren gar nicht auf der Karte eingezeichnet, sodass es ab und an vorkam, dass man falsch abgebogen ist oder zu lange auf einer Straße gewesen ist.“

tuerkeiTürkei: Morten und Rochssare von nuestra-america.de

tuerkei

„In der Türkei werden Verkehrsregeln eher als Richtlinien verstanden. Rückwärtsfahren auf der Autobahn, Parken auf dem Seitenstreifen, Überholen von rechts – alles kein Problem. Sicherheitsgurte sind zwar in den meisten Autos vorhanden, werden aber nur dann benutzt, wenn der Fahrer rechtzeitig eine Polizeikontrolle entdeckt. Spätestens wenn du einen Kombi über die Schnellstraße rasen siehst, in dem sieben Schafe zufrieden blöken, weißt du, dass Autofahren in der Türkei etwas Besonderes ist.“

ASIEN

chinaChina: Thomas von reisenundessen.de

china

„Ein Auto aus einer untergeordneten Straße, das nach rechts in eine übergeordnete Straße einbiegen will, fährt einfach in diese Straße hinein (nach dem Motto: das Auto in der anderen Straße sieht mich und muss bremsen). Oft auch beim Linksabbiegen auffällig: Man startet an der Ampel als Erstes und nimmt den anderen einfach die Vorfahrt. Die Autos im Gegenverkehr müssen dann warten.“

indienIndien: Christina und Thomas von cityseacountry.com

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„In Indien überholt man auf der Autobahn Karren, vor denen die unmöglichsten Tiere gespannt sind. Gebremst wird nur für Kühe und es ist ein Abenteuer, sich im Kreisverkehr durchzuschlängeln.“

indonesienIndonesnien: Corinna von travelpins.at

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„Linksverkehr ist das geringste Problem in den großen Städten Balis. Das größere Problem ist vielmehr, dass es keine Verkehrsregeln für zweirädrige Gefährte zu geben scheint. Egal ob 6-jährige Kinder ohne Helm oder fünfköpfige Familien plus Einkäufe – allein schon die Selbstverständlichkeit, dass ein Moped einfach nie voll ist, solange man damit fahren kann, war für uns schwer zu verstehen. Genauso wie die Tatsache, dass alles, das befahrbar ist, auch als Straße benutzt wird. So werden aufgrund dessen Steine auf die Gehwege gelegt, um die Mopedfahrer daran zu hindern, auch darauf zu fahren. Das lässt manche trotzdem kalt, beschert den Fußgängern aber einige Meter zu Fuß mit zumindest etwas weniger Stress.“

indonesienIndonesien: Chris von globesurfer.de

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„Kurios war Indonesien. Im Speziellen Jakarta, denn dort ist immer alles überfüllt! Besonders heftig war es, wenn es regnete. Dann sind die Straßen komplett voll, weil der Abfluss des Wassers so schlecht klappt. Oft hängt man dann für Stunden fest und kommt nicht weg…“

indonesienIndonesien: Melissa von indojunkie.com

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„Beim Überholen wird gehupt. Vor engen Kurven wird gehupt. Bei Tieren auf der Fahrbahn wird gehupt. Man hupt, um auf sich aufmerksam zu machen. Man hupt, wenn man an Personen auf der Fahrbahn vorbeidüst. Wenn du nicht mehr weiter weißt, einfach hupen. Das Hupen gehört im indonesischen Straßenverkehr einfach dazu.“

iranIran: Felix von zerinnerung.de

iran

„In Teheran verhalten sich Motorradfahrer ungefähr so, wie Fahrradfahrer in Deutschland: Sie fahren verkehrt herum in Einbahnstraßen rein, über rote Ampeln mitten auf Kreuzungen und wenn auf der eigenen Spur mal zu viel Verkehr ist, zieht man auch mal eben auf die Gegenspur mit Gegenverkehr rüber, und das bei vierspurigen Straßen. Doch so chaotisch der Verkehr in Teheran auf den ersten Blick wirkt, so verwunderlich ist es, dass irgendeine Magie dafür zu sorgen scheint, dass trotzdem alles ohne dauernde Zwischenfälle zu funktionieren scheint.“

israelIsrael: Mandy von maraa.de

israel

„„Autofahren in Israel erinnerte mich teilweise sehr an den Verkehr in Südamerika: Vorausschauendes Fahren gibt’s nicht, Blinken ist Zeitverschwendung, rechts Überholen geht auch klar. Das Reißverschlussverfahren war gänzlich unbekannt. Sobald mehr als fünf Autos in einem Dorf unterwegs waren, kam es zum Stau. An ampellosen Kreuzungen fährt einfach der Mutigste zuerst, oder der mit dem größten Auto. Hupen geht immer, auch mal so zwischendrin ohne Grund. Gegen Ende der Reise wurden wir (an einer Ampel stehend) von einem ausparkenden Auto angefahren. Der ältere Herr im anderen Auto lachte nur kurz und fuhr davon. Wir haben auch gelacht, weil wir inzwischen wussten, dass der eine Kratzer an unserem Auto auch nicht mehr auffällt. Aber grundsätzlich ist das Autofahren in Israel recht entspannt – auf der Autobahn und auf Landstraßen kein Problem. Nur in Städten muss man ein bisschen mehr aufpassen und für die anderen Fahrer mitdenken.““

kambbodschaKambodscha: Martin von wetraveltheworld.de

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„Bei dem Wort „VIP-Minibus“ ist unsere Gedankenkette eigentlich wie folgt: komfortabler, schneller, eine super Sache. Ganz im Gegensatz zum langsamen und schwerfälligen Reisebus. In Kambodscha aber weit gefehlt! Schneller ja, da der Fahrer in einer Affen-Geschwindigkeit durch die Landschaft rast. Da er aber ständig anhält, um zunächst Leute und Waren aufzugabeln und später dieselben wieder abzuladen, schrumpft der Zeitvorsprung zum Reisebus extrem. Komfortabler? Niemals! Die Knie stoßen an den Vordersitz und statt der 16 Passagiere, die entsprechend der vorhandenen Sitze angebracht wären, können es regelmäßig bis zu 24 Leute plus Gepäck in einem Minivan sein. Allein auf dem Fahrersitz sitzen oft zwei Personen. Die Klimaanlage funktioniert im Sommer nur, wenn das Fahrzeug anhält. Ansonsten heißt es: Fenster auf, Staub und Steinschläge rein.“

kambbodschaKambodscha: Dennis von lookinforjonny.com

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„Am Chaotischsten fand ich den Straßenverkehr in Phnom Penh, Kambodscha. Speziell auf Motorrädern wird alles draufgepackt, was mit muss. Der Sack Reis, lebendiges, schreiendes Vieh oder sperrige Möbelstücke. Es ist außerdem eher selten, dass nur eine Person auf dem Motorrad fährt, oft findet die gesamte Familie mit bis zu fünf Personen Platz auf dem motorisierten Zweirad. Auf der Ladefläche eines Transporters werden auch gerne mal 30 Mann stehend von A nach B transportiert. Hunderte von Menschen wuseln zwischen hupenden Autos und nicht selten kreuzen Kühe einem den Weg. Das absolute Chaos!“

malaysiaMalaysia: Franzi und Simon von umdieweltreise.ch

malaysia

„Fußgänger sollten immer Brücken oder Ampeln benutzen, um Straßen zu überqueren, denn Autos müssen erst anhalten, wenn du dich bereits auf der Straße befindest. Es kann zu einer Busgeldstrafe kommen, wenn du innerhalb von 100 Metern bei einem Brückenübergang einfach über die Straße gehst, anstatt die Brücke zu nutzen.“

myanmarMyanmar: Lara von backpacking-asien.de

myanmar

„In Myanmar herrscht ähnlich wie in Deutschland Rechtsverkehr, nur mit dem Unterschied, dass in Deutschland das Lenkrad auf der linken Seite ist und in Myanmar auf der rechten. Dadurch fehlt den Autofahrern in Myanmar natürlich der Überblick. Aber sie wissen sich zu helfen. Bei einem Überholmanöver etwa, fährt der Überholende einfach recht weit nach links rüber und hupt den Vordermann an. Dieser weiß dann über seine Absicht Bescheid und überprüft die Straße. Ist die Gegenspur frei, blinkt er und signalisiert damit: „Du darfst überholen.“ Wenn er nicht blinkt, sondern zurück hupt teilt er ihm mit, dass er nicht überholen soll, weil jemand auf der Gegenspur ist.
Der Grund dafür: Als ehemalige Britische Kronkolonie gab es in Myanmar bis 1970 Linksverkehr. Der Staatschef Ne Win entschied allerdings spontan aufgrund eines Traumes, Rechtsverkehr einzuführen. Kein Auto war darauf umgerüstet. Da Myanmar vor allem gebrauchte Autos aus Japan importiert, ist das bis heute so geblieben.“

omanOman: Eva von hiddengem.de

oman

„Im Oman fährt es sich auf bestens ausgebauten (durchwegs beleuchteten) Straßen eigentlich sehr gemütlich, doch der Schein trügt, denn was die Straßensicherheit betrifft, zählte das kleine Sultanat zu den gefährlichsten Ländern der Welt. Das Land nimmt im internationalen Ländervergleich der Verkehrstoten eine Spitzenplatzierung ein. Zu schnell, mangelnde Fahrkompetenz, aufgemotzte Karren und meist nicht angeschnallt: Die Verkehrsregeln sind vielen Autofahrern im Oman entweder unbekannt oder sie halten sich nicht daran. Deshalb stieg in den letzten Jahren die Zahl der Toten und Verletzten im Straßenverkehr unaufhörlich.
Damit sollte zwar nun Schluss sein, denn der Sultan war deswegen in Deutschland auf Shoppingtour und hat in die guten deutschen fest installierten Blitzer investiert, denen man mittlerweile unweigerlich auf jeder Autobahnstrecke begegnet. Dennoch Augen auf und unbedingt anschnallen! Ansonsten gilt noch zu beachten: Halte dein Auto tunlichst sauber, sonst droht eine Geldstrafe! Und niemals im vermeintlich staubtrockenen Wadi parkieren. Tückische Springfluten können den Spaß überraschend lebensgefährlich gestalten.“

philippinenPhilippinen: Matthias von traveling-shapy.de

„Wer immer schon auf den Dächern von alten Armeetrucks fahren wollte, sollte schleunigst die Philippinen bereisen. Durch die Amerikaner besitzen sie hier unzählige Trucks, die zu Bussen umgebaut werden. Sollte der Platz hinten nicht reichen, wird man einfach auf die Dächer verfrachtet und kann von dort aus den Fahrtwind und die Aussicht genießen.“

russlandRussland: Björn und Maria von augen-auf-reise.de

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„Die Transsibirische Eisenbahn fährt in neun Tagen eine Strecke von 9.288 Kilometern zwischen Moskau und Wladiwostok. Dabei trifft man, wenn man wie wir in der dritten Klasse (Platzkartny) unterwegs ist, weit weniger Wodka trinkende Russen als man denken würde. Stattdessen wird überall Durak gespielt, ein Kartenspiel nach dem die Russen ungefähr so verrückt sind wie die Deutschen nach Skat.
Wenn man in der dritten Klasse von einem Tisch zum nächsten geht, hat man allerdings regelmäßig Käsefüße im Gesicht. Die Liegen sind nur etwa 1,80 Meter lang und es gibt im Zug keine Dusche. Man kommt den russischen Einwohnern hier wirklich nah, in all seinen Facetten!“

thailandThailand: Marvin von flashpacking4life.de

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„Thailand ist weltweit für seine hohe Zahl an Verkehrsunfällen und auch Verkehrstoten bekannt. So schön entspannt das Leben abseits der Straßen auch sein mag, auf der Straße ist davon nicht mehr viel zu spüren. Kurven schneiden, Drängeln, dichtes Auffahren und waghalsige Manöver im Gegenverkehr machen die Teilnahme am Straßenverkehr zum Abenteuer. So auch auf Koh Samui. Dort habe ich hautnah miterlebt, wie es einen Baht-Bus (Großer Pick-up, Fahrgäste sitzen auf Ladefläche) überschlagen hat. Der Fahrer war einfach zu schnell in die Kurve gefahren. Ein solcher Anblick stimmt einen schon sehr nachdenklich und man ist auch ein Stück weit dankbar, dass man dieses Mal nicht selbst Fahrgast war. Eine meiner kuriosesten Verkehrserfahrungen überhaupt, da es auch irgendwie niemand so richtig zu interessieren schien…“

thailandThailand: Armin von 4everthailand.com

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„In Thailand liegt das Recht im Straßenverkehr immer bei den Thais. Verursacht ein Thailänder einen Unfall mit dir, bist immer du schuldig. Nimmt dir ein Thai die Vorfahrt und prallt mit dir zusammen, hast du die Schuld. Warum? Weil du ein „Farang“ bist und nicht weißt, wie man auf Thailands Straßen fährt. Traurig, aber ist so.“

thailandThailand: Michael von thailand-spezialisten.com

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„Für Moped-Fahrer: Alles vergessen was in deutschen Fahrschulen gelehrt wurde. Auf das achten, was vor einem passiert. Eine thailändische Regel im Straßenverkehr besagt: Rollerfahrer müssen sich immer durch die Autos bis nach vorn durchkämpfen. NICHT hinten einreihen, das verstopft nur die Straßen. Deshalb haben z.B. viele Motorrad-Taxis die rechten Seitenspiegel abmontiert. Für Autofahrer in Thailand: Ausländer mit Mietwagen dürfen aus versicherungstechnischen Gründen nicht schneller als 90 km/h fahren.“

vaeVereinigte Arabische Emirate: Anja von happybackpacker.de

vae

„Wenn du in Dubai mit dem Auto bei Rot über die Ampel fährst, musst du nicht nur rund 200 Euro Strafe zahlen, sondern das Auto wird von den Beamten auch gleich für zehn Tage konfisziert. Fährst du allerdings einen Mietwagen, musst du für jeden einzelnen dieser zehn Tage zahlen, was die Geldstrafe deutlich erhöht.“

vietnamVietnam: Björn von travel.bjoerne.com

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„Die Stadt Saigon bzw. Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam war für uns der kurioseste Ort auf unserer Weltreise, in der es über vier Millionen Motorräder und -roller gibt. Die Regel, die ich aus meinen Beobachtungen abgeleitet habe, lautet: Fahre in den nächsten freien Raum. Dadurch fließt der Verkehr wie Wasser. Genau dort, wo gerade noch eine Lücke war, fährt in der nächsten Sekunde ein Roller.“

vietnamVietnam: Florian von raushier-reisemagazin.de

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„Einfacher Straßenverkehr? Nicht in Vietnam, zumindest nicht in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Straßen sind immer so voll, vor allem mit Rädern und Motorrollern. Wer eine Hauptstraße überqueren möchte, sollte besser nicht warten, bis sie frei ist. Sonst steht er morgen noch da. Der Verkehr reißt einfach nicht ab. Also: Allen Mut zusammen nehmen, losgehen, konstant das Tempo halten und keine plötzlichen Bewegungen machen. Die Vietnamesen sind das gewohnt und fahren gekonnt einen Bogen um den Fußgänger. So kommt man garantiert sicher auf der anderen Straßenseite an.“

AFRIKA

aegyptenÄgypten: Daniel von fernwehblog.net

aegypten

„Zuletzt war ich in Ägypten und wunderte mich sehr über den Straßenverkehr und das Verhalten der Autofahrer. Dort fährt man aus Gründen des Stromsparens und um die Lampen zu schonen, auch gerne mal nachts ohne Licht, obwohl das unter Strafe steht. Bei Dunkelheit ohne Licht zu fahren oder mit einem kaputten Licht, bedeutet Führerscheinentzug für sechs Monate oder mehr. Das interessiert in Ägypten häufig aber Niemanden… ;-)“

botswanaBotswana: Evelyn von landmeedchen.com

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„Botswana – alles ist anders. Das Eingeben des Ziels in das Navigationssystem funktioniert nicht per Straßenname (die gibt es nämlich in der botswanischen Prärie gar nicht), sondern per Koordinaten. Die muss man jedoch vorher erst dem Gerät anpassen und umrechnen (nichts für Mathe-Hasser). Ist das Ziel eingegeben, befindet sich das Auto einfach immer inmitten einer grünen Fläche, weil es einfach keine Straßen gibt und es kommt gut und gerne vor, dass unter der Zielfahne auf dem Gerät steht „Dead End. Don’t go there“. Ein Abenteuer!“

botswanaBotswana: Carina von last-paradise.com

botswana

„In Botswana gibt es in den Städten und Dörfern keine richtigen Weiden für die Nutztiere und so läuft alles, was vier Beine hat, munter über die Straße. Vor allem die viel genutzten Esel (die gerne auch mal als Verkehrsmittel genutzt werden), aber auch Kühe, Ziegen und Hühner rennen von links nach rechts oder andersrum.
Besonders nachts stellt das ein großes Problem dar, denn vor allem die Esel sind im Dunkeln sehr schwer zu erkennen. Weil es so viele Unfälle gab, hat sich sogar eine Tierschutzorganisation dafür eingesetzt, den Eseln reflektierende Schilder für die Ohren zu geben, damit Autofahrer sie im Dunkeln besser erkennen können. So wird das Unfallrisiko durch die vielen Tiere in Botswanas Dörfern wenigstens ein bisschen minimiert.“

keniaKenia: Annika von lieben-leben-reisen.de

kenia

„Autofahren in Kenia ist eine Sache für sich. Die erste Herausforderung besteht in Mombasa schon darin, vom Flughafen in Richtung Strand zu kommen. Den Diani-Beach erreicht man nämlich nur, wenn man mit der Fähre den Meeresausläufer überquert. Diese Fähre hat aber keinen wirklichen Fahrplan: Wenn sie voll ist, ist sie voll und fährt auch dann erst los. Wenn ihr also mitten in der Nacht mit dem Flugzeug landet, kann es gut sein, dass ihr in Mombasa nochmal eine gute Stunde (oder sogar länger) auf die Fähre warten müsst, bis diese endlich losfährt. Witzig ist hierbei auch, die Kenianer bei der Nachtschicht zu beobachten: Während wir bei 25°C schon schwitzten, trugen die Einheimischen bei diesen „kalten“ Temperaturen Schal und Mütze. Nachdem die Fähre dann auf der anderen Seite angekommen ist, kann man ein weiteres Phänomen beobachten: Vor den ganzen Autos verlassen Hunderte von Menschen das schwimmende Transportmittel. Da wird jeder freie Zentimeter ausgenutzt und sich zwischen wartenden Mofas, Minivans und Fahrrädern vorbeigequetscht. Ein sehr interessantes Schauspiel.“

kongoKongo: Dominik von followtheshadow.de

kongo

„Einer der größten Flüsse der Erde ist der Kongo. Er ist der zweitlängste sowie der wasserreichste Strom des afrikanischen Kontinents. Dazu ist er auch der wichtigste Transportweg in der Demokratischen Republik Kongo. Von Kisangani bis Kinshasa ist er von Schiffen befahrbar und für Einheimische meist der einzige Weg von A nach B zu kommen. Zurzeit fahren aber nur Frachtschiffe, denn die Passagierschiffe wurden irgendwann mal eingemottet. Erst seit kurzem wird wieder über eine Passagierschifffahrt nachgedacht.
Meine Reise soll einmal quer durch das Land führen und ich werde dazu ein ganzes Stück den Fluss herunter fahren. Also bleibt mir nichts anderes übrig, als meine Plane auf dem Deck eines kleinen Frachtschiffs aufzuspannen und mich, umgeben von weiteren Mitreisenden, einzurichten. 400 km Flussfahrt bis Bumba sollen drei bis vier Tage dauern. Bis Kinshasa vielleicht zwei Wochen. Aber vier Wochen sind aufgrund von Pannen und Zwischenstopps, zum Beispiel auf Sandbänken, keine Seltenheit. Meine Fahrt bis Bumba dauert fünf Tage. Das Schiff hat zwei Motorpannen und uns geht einmal der Sprit aus. Verpflegt werden wir von Einheimischen aus den flussnahen Dörfern mit kleinen Pirogen (Holzbooten). Von Fisch, Gemüse, Bananen bis hin zu Fuchs, geräucherte Schlangen und Fledermäusen kommt alles ohne Halt des Schiffes an Bord; kleine fahrende Märkte. Die nächsten 100 km geht es noch mit einer Piroge durch die Nacht und nach Ankunft der Piroge in Lisala geht die Reise auf dem Land weiter. Erst mit einem alten französischen Militärlaster und dann 160 km mit einem Motorrad auf einer Nationalstraße nach Gemena. Deutsche würden die Straße eher Motocross-Strecke nennen. Die Motorradfahrt dauert deshalb geschlagene sechs Stunden. Danach gibt es leider auch kein schnelleres Weiterkommen auf dem Landweg. Ich fliege den Rest der Strecke über Mbandaka nach Kinshasa; mein Visa läuft bald aus.“

marokkoMarokko: Sonja und Udo von jo-igele.de

marokko

„Mit einem DAV-Ausweis (Abkürzung für „Deutscher Alpenverein“) ein Auto mieten, weil der Führerschein zu Hause liegt? In Marrakesch ist dies möglich und wir sind damit sogar auch noch durch eine Polizeikontrolle gekommen. Die interessierten sich nur für den Stempel und das Passfoto.“

mosambikMosambik: Dominik von followtheshadow.de

mosambik

„In den letzten Jahren wurde in Mosambik viel Geld in Infrastruktur investiert. Aus holprigen Pisten wurden feinste geteerte Hauptstraßen. Die Busindustrie hat dazu noch schöne und schnelle Reisebusse geliefert. Die Konsequenz: ich bangte um mein Leben. Der Busfahrer, pensionierter Rennfahrer, schaffte es im Schnitt 125 km/h zu fahren. Trotz Spitzengeschwindigkeiten von 147 km/h wurde der Schnitt nicht besser, da es erst bergauf ging und dann, als der Bus gerade wieder Fahrt aufgenommen hatte, ihm ein Polizist den Weg versperrte. Nur ein beherzter Sprung von der Fahrbahn rettete den Polizisten vor schlimmen Folgen. Wieviel Schmiergeld der Fahrer zahlen musste, um aus der Nummer wieder heraus zu kommen, konnte ich leider nicht sehen.“

namibiaNamibia: Marianna von weltenbummlermag.de

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„Die „Four Way Stop“-Kreuzungen sind Kreuzungen, an denen an jeder Straße ein Stoppschild steht. Das heißt, es besteht keine automatische Vorfahrtsregelung. Nach dem obligatorischen Anhalten wird dann nacheinander in der Reihenfolge gefahren, in der die Autos die Kreuzung erreicht haben. Ich finde dieses System sehr praktisch, da man nicht immer wie bei Ampeln so lange warten muss.“

namibiaNamibia: Gudrun von vonreisebloggerin.at

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„Meine Führerscheinprüfung liegt schon 20 Jahre zurück und das war auch das letzte Mal, als ich hinter einem Lenkrad Platz genommen habe. So muss ich mich in fremden Ländern auf die Fahrkenntnisse anderer Personen verlassen. Mit skurrilen Verkehrsregeln bin ich daher nicht vertraut, denn diese interessieren mich als nicht-aktive Autofahrerin gar nicht so sehr. Was mich aber jedes Mal fasziniert, sind die Verkehrsschilder, die zum Beispiel in Namibia auf Zebras und Springböcke hinweisen. Stundenlang fährt man auf den Straßen entlang, ohne ein Auto, eine Menschenseele oder auch nur ein Erdhörnchen getroffen zu haben und dann taucht plötzlich wie aus dem Nichts ein Verkehrsschild auf: Vorsicht, Giraffe! Das fand ich schon sehr lustig.“

seychellenSeychellen: Simone von wolkenweit.de

seychellen

„Auf La Digue, mit 9,81 Quadratkilometern die drittgrößte der bewohnten Seychellen Inseln, gibt es eine Verkehrserfahrung, an der sich viele ein Beispiel nehmen sollten. Denn Autos gibt es dort erst seit ein paar Jahren. Sie beschränken sich ausschließlich auf Taxis und sind an einer Hand abzuzählen. Auf La Digue regiert das das Fahrrad und noch hin und wieder der traditionelle Ochsenkarren.“

tansaniaTansania: Dirk von planetenreiter.de

tansania

„Für das Autofahren im östlichen Afrika gibt es nur drei grundsätzlich zu beachtende Regeln: Links fahren, so wie in England. Der Bus hat immer Vorfahrt. Und für Nostalgiker und Touristen gilt: Man bremst für Tiere.“

ugandaUganda: Wolfgang von wbuerkle.de

uganda

„Staub, Sand und Schotter. Daraus bestehen die meisten Straßen in Uganda. Aber es ist nicht so, dass deswegen alle Verkehrsteilnehmer auf Jeeps und Trucks setzen. Die meisten zumindest sind Fußgänger, die am Straßenrand zu ihren Feldern oder ihrer Schule marschieren. Teils schwer beladen, oft bei extremer Hitze und kilometerweit. Als Autofahrer hält man sich deswegen am besten eher in der Mitte der Straße – jedenfalls wenn es die Schlaglöcher und der (eher sporadische) Gegenverkehr erlauben. Und selbst bei einer Panne muss man nicht verzweifeln: Spontane Hilfe gibt es auch im kleinsten Hüttendorf.“

OZEANIEN

australienAustralien: Matthias von travel-du.de

australien

„Autofahren in Australien heißt vor allem Fahren auf endlos langen, monotonen Straßen. Eine davon sticht aber heraus: Die 90 Mile Straight in Western Australia. Es ist die längste gerade Straße Australiens und die zweitlängste der Welt. Ganze 145,6 km geht es hier nur in eine Richtung: Geradeaus. Sie verbindet Balladonia und Caiguna und führt entlang des Eyre Highways. Hier zu fahren ist langweilig, aber auch gefährlich. 2 Stunden lang habe ich bei australischer Hitze auf die nächste Kurve gehofft. Luftspiegelungen, verursacht durch die aufstrebende Hitze, haben dabei meine Sinne vernebelt. Meine Konzentration sank immer weiter in den Keller und eine Art tranceartiger Zustand stellte sich ein. Fast schon hätte ich die ersehnte Kurve dann verschlafen.
Nicht nur auf der 90 Mile Straight, sondern auf allen australischen Straßen empfehle ich zudem: Möglichst nicht bei Dämmerung oder nachts Auto fahren. Denn dann huschen teilweise fast schon im Minutentakt lebensmüde Kängurus, Wombats oder andere australische Gesellen über die Straßen.“

neuseelandNeuseeland: Jere und Claudi von ganzrechtsunten.de

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„In Neuseeland hat der mit dem längeren Abbiegeweg Vorfahrt. Übertragen auf Deutschland würde das Folgendes bedeuten: Möchte ich rechts abbiegen und ein mir entgegenkommendes Fahrzeug will in dieselbe Straße, muss ich Vorfahrt gewähren. In Neuseeland ist das dann dank Linksverkehr genau umgekehrt. Sehr verwirrend und meiner Meinung nach absolut sinnfrei, deshalb gibt es diese Regel auch nirgendwo sonst auf der Welt.“

neuseelandNeuseeland: Jenny von weltwunderer.de

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„In Neuseeland hat der mit dem längeren Abbiegeweg Vorfahrt. Übertragen auf Deutschland würde das Folgendes bedeuten: Möchte ich rechts abbiegen und ein mir entgegenkommendes Fahrzeug will in dieselbe Straße, muss ich Vorfahrt gewähren. In Neuseeland ist das dann dank Linksverkehr genau umgekehrt. Sehr verwirrend und meiner Meinung nach absolut sinnfrei, deshalb gibt es diese Regel auch nirgendwo sonst auf der Welt.“