Energie aus der Luft

Nachdem sich das Internet von seinen Kabeln befreit hat, träumen viele davon, dass es eine solche Befreiung auch für den Strom geben könnte. „Drahtlose Energieübertragung“ ist das Stichwort, das Kabelgegner ins Schwärmen geraten lässt. Nie wieder Steckdosenleisten positionieren, über Kabel stolpern oder das schnurlose Telefon suchen, um dann fest zu stellen, dass der Akku leider leer ist.

Theoretisch ist die Technologie jetzt schon realisierbar. Bei einem elektrischen Transformator wird der Strom zwischen den Wicklungen schließlich auch ohne Kabel übertragen. Gäbe es da nicht einen Haken. Dieser heißt Energieverlust. Je größer die Distanz zwischen Energiequelle und Energieempfänger, um so größer die Streuverluste bei der Übertragung.

Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat jetzt einen neuen Ansatz erarbeitet, mit dem die Streuverluste reduziert werden könnten. Dafür sollen Sender und Empfänger des Stroms auf eine gemeinsame Frequenz gebracht werden. Getestet wurde eine Frequenz von 10 Megahertz, mit der Strom im zweistelligen Wattbereich über ein paar Meter übertragen werden konnte.

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